12.02.2012 - VC Kanti zeigt in Neuenburg zwei Gesichter
Obwohl der VC Kanti in der Finalrunde bei Neuenburg UC gut begonnen hatte, musste das Team von Trainerin Carole Crittin am Ende eine 1:3-Niederlage hinnehmen.
VC Kanti zeigt in Neuenburg zwei Gesichter
Obwohl der VC Kanti in der Finalrunde bei Neuenburg UC gut begonnen hatte, musste das Team von Trainerin Carole Crittin am Ende eine 1:3-Niederlage hinnehmen.

Die Neuenburgerin Ellen Herman (links) im Angriff
gegen die Kanti-Spielerinnen Aïda
Shouk (5) und Ellen Orchard (11). Kanti verlor mit 1:3. Bild Reinhard
Standke
Etwas entspannt hatte sich beim VC Kanti vor dem zweiten der acht
Spielen in den Play-offs die Situation bezüglich der verletzten
Spielerinnen. Nach dem Elena Steinemann zwei Partien wegen einer
Sehnenentzündung in der Schulter pausiert hatte, stand die 17-jährige
Aussenangreiferin am Sonntagabend von Beginn an auf dem Spielfeld.
Bereits am Vormittag hatte sie vier Sätze im Kanti-U-19-Team
bestritten. Die Verletzung machte keine Probleme mehr. Im Gegensatz
dazu konnte die Aussenspielerin Jillian Goulet nach ihrer
Rückenverletzung noch nicht wieder eingesetzt werden. Guter Start in
die Partie Den Schaffhauserinnen gelang mit 9:5 dank starken Angriffen
gegen den Neuenburger Block der bessere Start in die Partie. Dann
jedoch servierte Neuenburg stärker, blockte besser und machte mit ihrem
variableren Angriff mehr Punkte. Die Schaffhauserinnen vermochten zwar
drei Satzbälle abzuwehren, lagen nach dem 23:25 jedoch in Rücklage.
Anschliessend unterliefen den Gastgeberinnen jedoch mehr und mehr
Fehler, die Gäste nützten dies mit gutem Service aus und konnten so
immer mit zwei bis drei Punkten in Führung liegen. Mit einer
Serviceserie von Steinemann erarbeiteten sich die Munotstädterinnen
sechs Satzbälle und konnten zum 1:1 (25:18) ausgleichen. Vom Ergebnis
her lange ausgeglichen verlief anschliessend der dritte Abschnitt.
Neuenburg konnte erst nach dem 18:18 (Service Schüpbach) auf vier
Punkte davonziehen. Nachdem Kanti auch im vierten Abschnitt zu Beginn
in Führung gelegen hatte, erhöhten die Neuenburgerinnen den Druck,
gingen mit bis zu sieben Punkten in Führung und konnten nach dem 25:20
als Matchwinner vom Platz gehen. Insgesamt servierte Neuenburg stärker
und deckte beim VC Kanti die eine oder andere Schwäche in der Annahme
auf. Auch im Block agierte der Gastgeber effizienter und entschärfte
diverse Schaffhauser Angriffe, was umgekehrt nicht der Fall war.
Differenz in der Diagonalposition Eine grosse Differenz zwischen beiden
Mannschaften war auf der Diagonalposition auszumachen, bei NUC
avancierte die Amerikanerin Lindsay Stalzer zur besten Scorerin (19
Punkte, 3 Fehler) ihres Teams,
während beim VC Kanti Grit Lehmann einen weniger effizienten Tag einzog
(9/5). Neben Rebecca Serrano (gesamt 16 Punkte) hatte Elena Steinemann
einen sehr guten Einstieg, sieben Punkte im ersten Satz, dem nur sechs
weitere folgen sollten. Neben Stalzer bezwangen auch Ellen Herman und
Sabine Frey immer wieder Kanti-Block und -Abwehr. «Wir haben gut
gekämpft und gezeigt, dass wir das Niveau von Neuenburg halten können»,
lautete die Bilanz von Kanti-Trainerin Carole Crittin. Zusammengefasst
sprach Crittin auch vom Servicedruck von Neuenburg und der häufigen
Annahmeschwäche ihrer Spielerinnen. Aufgrund des Risikos beim Service
gab es hier auf beiden Seiten relativ viele Fehler. Nach den beiden
Play-off-Niederlagen gegen Volero Zürich und in Neuenburg bestreitet
der VC Kanti am nächsten Wochenende am Sonntag in Köniz ein weiteres
Auswärtsspiel. Die Gastgeberinnen hatten erwartungsgemäss ihr Spiel in
Zürich beim Branchenleader Volero diskussionslos mit 3:0 verloren.
