5.02.2012 - Kanti vermag Volero zu fordern
NLA, Play-off-Runde: VC Kanti SH – Volero Zürich 1:3 (22:25, 21:25, 25:19, 22:25).
Kanti vermag Volero zu fordern
Zum Auftakt der Play-off Runde ging der VC Kanti gegen Favorit Volero Zürich auch ohne die verletzten Steinemann und Goulet nicht unter. Er verpasste im vierten Satz das Tiebreak nur knapp.

Die Serie der Verletzungen beim VC Kanti reisst nicht ab. Weil Elena
Steinemann (17) wegen einer Sehnenentzündung in der rechten Schulter
wie in der Vorwoche pausieren musste, fiel im Spiel gegen Volero Zürich
mit der Britin Jilliane Goulet eine zweite Aussenangreiferin aus.
Trainerin Carole Crittin war somit erneut zu einer Änderung gezwungen,
sie stellte Grit Lehmann auf Aussen und liess Nichola Osborne auf der
Diagonalposition spielen. Aufgrund der engen Personalsituation standen
nun nur noch Juniorinnen für mögliche Auswechslungen zur Verfügung: die
weitere Passeuse Zora Widmer, der zweite Libero Simona Belotti sowie
Aylin Baghdady (Diagonal). Jumpers-Aussenangreiferin Petra Raguz
schonte als Schreiberin die angeschlagene Hüfte. Trotzdem ging der VC
Kanti schwungvoll in die Partie gegen den Dominator der letzten Jahre,
der mit Marija Tabuncic anstatt der Stammpasseuse Zivkovic begann. Die
Schaffhauserinnen zwangen dem Zürcher Team ihren Rhythmus auf, setzten
es mit starkem Service unter Druck, blockten gut und machten die Punkte
bis zum 7:1. Doch dann kam Volero, wie das zu erwarten war, heran. Im
fünften Match innerhalb von neun Tagen variierte Volero nun das Spiel
und überraschte neben druckvollen Angriffen auch mit Finten. Bei Kanti
stieg die (Service-)Fehlerquote an, und die Gäste entschieden so nicht
nur den ersten, sondern auch den zweiten Abschnitt für sich. Im dritten
Satz schonte Volero-Trainerin Svetlana Illic die Angreiferin Alajbeg –
die Konzentration liess angesichts der 2:0-Führung wohl etwas nach.
Auch ohne Steinemann und Goulet liefen die Kanti-Angriffe mit Lehmann
und, je länger, desto mehr, Serrano sowie Orchard und Osborne und
später auch über Odion gut. «Die Angriffseffizienz war positiv», konnte
Crittin nach 84 Spielminuten der Statistik entnehmen. Der dritte Satz
ging an Kanti,
obwohl Illic beim 21:15 Zivkovic und Alajbeg aufs Feld beordert hatte.
Der vierte bot
immer wieder lange Ballwechsel, doch Volero konnte eine Führung
aufrechterhalten.
Beim Stand von 22:23 keimte auf Schaffhauser Seite Hoffnung auf
einen
Punktgewinn und das Tiebreak auf, doch zwei für diese Partie
untypische
Abnahmefehler (so Crittin) ebneten den Weg für den Zürcher Sieg. Mit
90:94
Punkten forderte Kanti Volero aber mehr ab als am Samstag
Franches-Montagnes.
(R. Sta.)
NLA, Play-off-Runde: VC Kanti SH – Volero Zürich
1:3 (22:25, 21:25, 25:19, 22:25).
Schweizersbildhalle. – 208 Zuschauer. – SR Wiederkehr/Müller. –
Spieldauer: 27, 25, 26, 26 = 104 Minuten. – VC Kanti: Shouk (1/2),
Osborne (10/2), Lehmann 14/7), Orchard (11/3), Serrano (18/8), Odion
(12/3), Libero Rojas Bacchi (0/1); eingewechselt: Widmer, Belotti;
nicht eingesetzt: Baghdady; verletzt: Steinemann, Goulet. – Volero:
Tabunsic (4/4, Ende 3. Satz Zivkovic), Unternährer (7/7), Malesevic
(10/0), Ninkovic (19/2), Alajbeg (19/2), Onyejekwe (13/3), Libero
Rosic; eingewechselt: Klaric (2/1), Petrovic; verletzt: Wigger (fällt
nach Kreuzbandriss lange aus).
