21. Jan. 12 - Klare Niederlage in Köniz
Volley Köniz - VC Kanti 3:0 (25:15/25:21/25:17) - Trotz der 0:3-Niederlage in Köniz kann der VC Kanti die NLA-Finalrunde der Top 5 erreichen, dank Hilfe aus Neuenburg.
Neuenburger Schützenhilfe
Volley Köniz - VC Kanti 3:0 (25:15/25:21/25:17)
Während sich Neuenburg (3.) und Köniz (4.) hinter Franches-Montagnes (1.) sowie Volero Zürich (2.) für die Play-offs qualifiziert haben, besteht für Aesch-Pfeffingen (6., 22 Punkte) nun nur noch eine theoretische Möglichkeit, den VC Kanti vom 5. Rang (27 Punkte) zu verdrängen. Denn für das Nachholspiel am Mittwoch ist mit einem klaren Volero-Erfolg gegen Aesch zu rechnen. Dann würde die Partie der Baselbieterinnen gegen Biel bedeutungslos. Für den VC Kanti bleibt zu hoffen, dass er dann am kommenden Samstag gegen Franches-Montagnes, das am Mittwoch wohl von Volero von der Tabellenspitze verdrängt wird, eine Reaktion auf das eher schwache Spiel von vorgestern zeigen kann.
Allerdings waren die Schaffhauserinnen nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte in Richtung Bern gereist. «Ich bin enttäuscht vom Resultat», meinte Kanti-Trainerin Carole Crittin. «Ich hatte mindestens einen Punkt erwartet (für eine 2:3-Niederlage, d. Red.). Wir haben gespielt wie im Training der letzen Woche.» Und da hatten Jilliane Goulet und Zora Widmer je einen Trainingstag wegen Krankheit verpasst. Von den weiteren Aussenangreiferinnen war Rebeca Serrano wegen eines Muskelproblems an der Schulter angeschlagen, bei Elena Steinemann hatte sich etwas im Rücken verklemmt. Wie schon in der Vorwoche konnte die für das Kanti-Spiel in allen Bereichen so wichtige Mittelblockerin Ellen Orchard nur für einige Service eingesetzt werden.
Die vielen Kanti-Fehler
«Wir haben zu viele Fehler gemacht», musste Carole Crittin bilanzieren. «Immer wenn der Spielstand knapp war, hat Köniz die Punkte erzielt, wir nicht», spielte Crittin auf den zweiten Satz an. Die Kanti-Trainerin begann mit Aïda Shouk auf der Zuspielposition, Zora Widmer kam im dritten Satz für eine Teilrotation. Den ersten Durchgang hatten die Schaffhauserinnen verhalten-harmlos begonnen, verschenkten mit den Fehlern die Punkte. Über aussen lief fast nichts, eigene Punkte erzielte nur Grit Lehmann. Ab dem 9:10 zogen dann die Bernerinnen davon. Aktiver zeigte sich das Kanti-Team im zweiten Satz, in dem der Erfolg mehr über aussen (Steinemann) und die Mitte (Odion) gesucht wurde. Bis zum 20:20 war Kanti noch im Spiel, dann kam der von Crittin geschilderte Effekt zum Tragen. Mithalten konnten die Munotstädterinnen im dritten Abschnitt bis zum 9:11, mit 17:25 ging jedoch auch dieser Satz klar verloren. Mit den angeschlagenen Spielerinnen konnte Kanti zu selten Druck aufbauen, verteidigte zu wenig kompakt und konnte am Block nur zeitweilig überzeugen. «Es ist ärgerlich», so lässt sich das Feedback von Passeuse Shouk zusammenfassen. «Köniz hat taktisch besser gespielt als wir.» Wegen der im April stattfindenden EM-Qualifikation des Juniorinnen-Nationalteams (mit den Kanti-Spielerinnen Elena Steinemann und Zora Widmer) wird der NLA-Kalender der Finalrunde zusammengestaucht. Dies ergab die NLA-Konferenz, an der für den VC Kanti Präsident Heinz Looser und Matthias Lerch teilnahmen.
SN (Reinhard Standke)
Foto: R. Standke
