18. April 2010 - U18 SM - Der Berg war am Anfang und am Ende zu steil!
Natürlich wäre zum Saisonabschluss eine Medaille schön gewesen. Doch nach sieben insgesamt guten Spielen mussten die U-18-Juniorinnen des VC Kanti an der SM in Neuenburg im Spiel um Rang drei dem BTV Luzern nach einer 1:2-Niederlage den Vortritt lassen. ...
Das Turnier aus Sicht des Trainers
Der Berg war am Anfang und am Ende zu steil ...
aber dazwischen hatten wir beim erklimmen der Mädchen SM U18 einen
guten Rhytmus - im nun dritten Anlauf bei einer U18 CH-Meisterschaft
weit nach vorn zu kommen, ist es uns schlussendlich überzeugend
gelungen, um die Medaillen zu spielen. Trotz der schweren
Gruppeneinteilung (die 3 Teams der Vorrundengruppe A (BIE, CHE und VCK)
landeten alle in den Halbfinals) gingen wir selbstbewusst zur Sache und
gleich
im ersten Spiel gegen Titelverteidiger BIE machten wir ein tolles
Match, zwangen diese in den Tiebreak und hatten bei 14:13 gar einen
Matchball, doch wie ein Jahr zuvor (ebenfalls gegen BIE bei 14:12
Matchbälle) konnten wir das nicht nutzen und verloren 1:2!
Jetzt zeigte sich aber die Entwicklung im Team, denn ein Jahr zuvor noch geschockt von dieser knappen Niederlage, wurde in diesem Jahr der Rhytmus gehalten und die Siege gegen CHE und NUC dokumentierten die Reifung im Team. In der Zwischenrunde und im Viertelfinale liessen wir unseren Kontrahenten aus Rechthalen und Basel keine Chance und marschierten, mit dem guten Gefühl nun alle Spieler einsetzen zu können, geradewegs ins Halbfinale - dort kam es wieder zum Vergleich mit CHE und es wurde erneut ein packendes Dreisatzspiel, diesmal zu gunsten von CHE, welches im Tiebreak einfach besser in Service, Block und Abwehr spielte. Zwar war die Enttäuschung, nicht ins Finale gekommen zu sein, ziemlich gross, aber innerhalb einer Stunde mussten wir uns wieder neu ausrichten, um wenigstens im kleinen Finale die so sehr gewünschte Medaille zu gewinnen.
Das Spiel gegen Luzern lief zunächst richtig super an - wir punkteten im 1. Satz vor allem über die schnellen Angriffe hinter dem Zuspieler und waren in Annahme und Abwehr klasse - 1:0 für uns, Spiel gut, Stimmung gut, doch leider verloren wir nach der Verletzung von Zuspielerin Zora (8:9 im 2. Satz) total den Faden und so schlussendlich auch das ganze Spiel und eben die Medaille.
Fazit: angetreten um eine Medaille zu gewinnen, mit dem Finale
geliebäugelt und eventuell vom Finalsieg geträumt ... und dann mit
leeren Händen nach Hause gefahren - zunächst bitter, aber bei genauer
Betrachtung dürfen wir nicht vergessen, das unsere Ausrichtung
langfristig zu sehen ist und nicht der schnelle Juniorerfolg
zählt! Für uns ist entscheidend, dass diese Spieler mittel-,
langfristig im Leistungsvolleyball Fuss fassen und viele erfolgreiche
Jahre im Damenvolleyball verbringen - zudem sind natürlich auch gewisse
Strukturvorteile bei den anderen Teams zu sehen und auch im
körperlichen Bereich
(Grösse) sind wir leider unterdurschnittlich ausgeprägt.
Nichtsdestotrotz haben viel Beachtung und Lob für unsere moderne
Spielanlage geerntet, die aber auch dazu animieren muss, sich weiter
optimal\maximal in den Trainingsprozess zu begeben, um die noch
bestehenden Rückstände in technischen Details, in der
Variationsvielfalt und in der konstanten Anwendung,
auszugleichen. Wir werden uns daher im neuen Spieljahr 2010-11 mit
der Mehrzahl der u18 Spieler gleich wieder mit den älteren im U22
Interliga-Wettbewerb messen, um wieder eine hohe (An-)Forderung im
Wettkampf herzustellen
und nicht unnötig Zeit im doch schwachen Wettbewerb der U18
Regionalmeisterschaft zu vertrödeln.
In diesem Sinne noch der dank an unsere klasse Fan-Delegation, die das Weekend über mit uns in Neuenburg gelitten hat (Gruss an Mama Widmer) - auch Dank an Werner für seine tolle Webside-Präsentation der SM U18.
Andi Vollmer
Bericht der SN
Natürlich wäre zum Saisonabschluss eine Medaille schön gewesen. Doch nach sieben insgesamt guten Spielen mussten die U-18-Juniorinnen des VC Kanti an der SM in Neuenburg im Spiel um Rang drei dem BTV Luzern nach einer 1:2-Niederlage den Vortritt lassen. Im Halbfinale unterlagen die Schützlinge von Andi Vollmer gegen VBC Cheseaux mit 1:2, am Samstag hatte man im Gruppenspiel vor rund 20 eigenen Fans und Eltern gegen dieselben Gegnerinnen den 0:1-Rückstand noch wettmachen können. «Wir waren dicht dran», so Vollmer. «Ich bin zufrieden und stolz, wir haben viele Dingen gut und richtig gemacht.»
Allerdings seien die Kanti-Juniorinnen von der durchschnittlichen Körpergrösse her eine der kleinsten Mannschaften gewesen. Auch in der Konstanz und beim Erfolg im Spiel sowie bei der Ballbeherrschung gebe es Unterschiede zu den Top-Teams, die sich zum Teil um ein regionales Volleyballzentrum mit Anschluss an eine Sportschule bildet. Diese Voraussetzungen, die manches Training auch am Vormittag ermöglichten, fehlten in Schaffhausen. «Aber wir nehmen die Motivation mit, in Training und Wettkampf in Zukunft noch etwas mehr zu machen.» Nach drei Wochen Pause wird das Balltraining im Nachwuchs und im NLA-Team (ohne Ausländerinnen) am 10. Mai wieder beginnen. Die Nachwuchsmannschaften wurden neu eingeteilt, bis Mitte Mai kann eventuell auch bereits die eine oder andere Neuverpflichtung von jungen Spielerinnen bekannt gegeben werden. (R. Sta.)
Quelle: SN
