Dienstag, 24. Oktober 2017
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Montag, 23. Oktober 2017 - VC Kanti erkämpft sich zwei Punkte


VC Kanti erkämpft sich zwei Punkte

Düdingen holte den VC Kanti auf den Boden zurück. Von der 0:3-Niederlage am Samstag im Freiburgischen erholten sich die Schaffhauserinnen gestern im Jura jedoch schnell und erkämpften sich noch einen 3:2-Erfolg.

VON WERNER SCHLÄPFER

VOLLEYBALL NLA TS Volley Düdingen wollte am Samstag unbedingt den Volero-Bezwinger schlagen und natürlich auch Wiedergutmachung für das verpatzte Startspiel in Lugano. Mit den entscheidenden Punkten am Ende der beiden ersten Sätze kauften die Power Cats dem VC Kanti den Schneid ab und gewannen verdient mit 3:0.

Die Partie in der Sporthalle Leimacker begann nervös auf beiden Seiten. Emotionen lagen in der Luft, figurierten mit Nicki Neubauer, Johanna Edberg und Chantale Riddle doch drei Akteure bei Kanti auf dem Matchblatt, die letzte Saison noch bei Düdingen unter Vertrag gestanden hatten. Dies kümmerte die Schaffhauserinnen zu Beginn der Partie nicht wirklich, voller Selbstvertrauen gingen sie, unter anderem mit einem Servicewinner von Natalia Cukseeva, in die Partie und lagen mit 5:2 in Führung. Den Gegner konnten sie jedoch nicht entscheidend distanzieren. Beim ersten Time-out gelang den Senslerinnen der Ausgleich. Es entwickelte sich in der Folge ein offener Schlagabtausch, bei dem kein Team mit mehr als zwei Punkten in Führung lag. 17:17 zeigte die Anzeigetafel, als Kanti zu schwächeln begann, gerade noch ein Punkt sollte dem Team von Nicki Neubauer im ersten Satz gelingen. Was folgte, war die Duplizität des ersten Satzes, die Munotstädterinnen starteten noch stärker, aber auch ein Vorsprung von 17:13 sollte nicht für ein positives Resultat reichen. Die Fehlerquote stieg beim VC Kanti, und am Ende jubelten wieder die Spielerinnen von Trainer Dario Bettello. Das war die Entscheidung. Wenn Kanti-Präsident Sandro Poles und die fünf Fans nach der Zehnminutenpause von ihrem Team eine Reaktion erwartet hatten, wurden sie bitter enttäuscht. Es sollte gar nichts mehr gelingen, lange Zeit sah es sogar nach einem einstelligen Satzresultat aus. Erst gegen Ende gelang bis zum 25:15 noch etwas Resultatskosmetik.

Starke Reaktion im Jura
Die Voraussetzungen für die sonntägliche Partie dieser Doppelrunde gegen Franches-Montagnes im jurassischen Les Breuleux waren nach diesem Tiefschlag psychologisch nicht die besten. Aber die Schaffhauser Equipe und Trainer Nicki Neubauer liessen sich nicht beirren. Der Start gelang gut. Bis der erste Satzgewinn mit 29:27 feststand, brauchte es jedoch einen grossen Effort seitens des VC Kanti. Die  unwiderstehliche Diagonalangreiferin Chantale Riddle stellte ihn sicher.

Gelbe und Rote Karte gegen Trainer
Die nächsten zwei Sätze (21:25 und 17:25) gingen deutlich an den Gegner. Für Unmut im Kanti-Lager hatte bereits im ersten Satz die erste Schiedsrichterin Christina Faye gesorgt, jedenfalls kassierte Trainer Nicki Neubauer im ersten Satz schon eine Gelbe Karte für Reklamieren. Im zweiten Abschnitt akzentuierte sich diese Auseinandersetzung nach der Kanti-Führung (5:2, 15:10) noch, als Neubauer bei 19:17 die Rote Karte gezeigt bekam, was einen Punktverlust bedeutete. Nach dem 19:18 war das Schaffhauser Team völlig von der Rolle. Das ging weiter bis zum 10:5 für Franches-Montagnes im 3. Satz. Da nahm Nicki Neubauer dann den  entscheidenden Wechsel vor: Vivian Guyer kam für Caila Stapleton und Angela Lowak für Elise Boillat. Zwar zog VFM noch auf 20:10 davon, aber mit dem Duo Guyer/Lowak lief es im vierten Satz (25:17 dank Guyers Serviceserie von 12:7 bis 19:7) und auch im TieBreak (15:13) besser. Zuspielerin Vivian Guyer zeigte ihr bestes Spiel im Kanti-Dress. Die siegbringenden Services und Punkte steuerte zum Schluss die US-Angreiferin Angela Lowak bei.

Bilder Düdingen - Kanti     VFM - Kanti

Nationalliga A. Frauen. 3. Runde am Sonntag: Franches-Montagnes - Kanti Schaffhausen 2:3 (27:29, 25:21, 25:17, 17:25, 13:15). La Pépinère, Les Breuleux JU. - 300 Zuschauer. - SR Faye Christina/Droguett Francisco. - VC Kanti: Nina Lutz, Natalia Cukseeva, Katerina Holásková, Chantale Riddle, Caila Stapleton, Johanna Edberg, Elise Boillat. Eingewechselt: Angela Lowak, Vivian Guyer, Marija Smiljkovic, Anja Lutz. Nicht eingesetzt: Sara Pavlovic. 

Weitere Spiele: Aesch-Pfeffingen - Düdingen 3:2 (25:16, 23:25, 25:20, 21:25, 15:13). Neuchâtel UC - Volley Lugano 3:2 (23:25, 22:25, 25:15, 25:19, 22:20). Cheseaux - Volero Zürich 0:3 (15:25, 14:25, 22:25).

2. Runde am Samstag: TS Volley Düdingen – VC Kanti 3:0 (25:18, 25:21, 25:15). Leimacker. - 450 Zuschauer. - SR Jungen Michael/Troyon François. - VC Kanti: Nina Lutz, Natalia Cukseeva, Katerina Holásková, Chantale Riddle, Caila Stapleton, Johanna Edberg, Elise Boillat. Eingewechselt: Anja Lutz, Angela Lowak, Marija Smiljkovic, Vivian Guyer. Nicht eingesetzt: Sara Pavlovic

Weitere Resultate: Galina Schaan - Volley Lugano 3:2 (25:23, 25:22, 18:25, 22:25, 15:13). Düdingen - Kanti Schaffhausen 3:0 (25:18, 25:21, 25:15). Cheseaux - Franches-Montagnes 3:2 (25:18, 19:25, 25:14, 26:28, 15:10). Volero Zürich - Köniz 3:1 (25:18, 25:11, 22:25, 25:16).

Rangliste: 1. Aesch-Pfeffingen 3/8 (9:3). 2. Volero Zürich 3/7 (8:4). 3. Neuchâtel UC 3/5 (7:5). 4. Düdingen 3/5 (7:6). 5. Kanti Schaffhausen 3/4 (6:7). 6. Franches-Montagnes und Volley Lugano je 3/4 (7:8). 8. Galina Schaan 2/3 (5:5). 9. Cheseaux 3/2 (3:8). 10. Köniz 2/0 (1:6).




 
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Freitag, 20. Oktober 2017 - VC Kanti steht vor Doppelrunde

VC Kanti steht vor Doppelrunde
 

Eine Woche nachdem der VC Kanti überraschend die Siegesserie von Volero Zürich beendet hat, geht es am ­Wochenende gegen das Ex-Team von Trainer Neubauer sowie gegen Franches- Montagnes weiter.

Die Linkshänderin Chantal Riddle (Ex-Düdingen) ist in dieser Saison eine der Schlüsselspielerinnen beim VC Kanti. Bild R. Sta.

VON REINHARD STANDKE

VOLLEYBALL Sehr stark beachtet wurde der Erfolg des VC Kanti gegen Volero Zürich nicht nur in der Region, sondern auch in den Medien und der gesamten Volleyballszene in der Schweiz. Doch Zeit zum Ausruhen auf den Lorbeeren bleibt den Schaffhauserinnen nicht, denn am Wochenende wird eine von mehreren Doppelrunden ausgetragen. Allerdings ist es bislang die einzige mit gleich zwei Auswärtsspielen.

Am Samstag (17.15 Uhr) steht in Düdingen die Partie gegen das Team an, bei dem Nicki Neubauer in den letzten fünf Jahren als Cheftrainer tätig war und auch die jetzigen Kantispielerinnen Chantal Riddle und Johanna Edberg zuletzt im Kader standen. Nach der 2:3-Niederlage in Lugano ist der Druck auf Düdingen sicher gross, allerdings dürfte das Team gegen den Ex-Trainer sicher mit besonderer Motivation antreten. «Ich sehe diese Partie extrem offen, wir sind ein bisschen der Aussenseiter», so Neubauers Einschätzung. «Wenn die Serviceabnahme hält, spielt Düdingen schneller und mehr über die Mitte als Volero. Wir haben dann unsere Chance, wenn wir mit viel Risiko im Service spielen», sagt der Kantitrainer weiter.

Nach dem Match wird das Team in Freiburg übernachten. «So kann die Regeneration früher beginnen, auch ein Physiotherapeut wird mit dabei sein», schildert Nicki Neubauer die Planungen. Nach einem Training am Sonntagmorgen in Düdingen geht es nach Les Breuleux. «Der Fokus liegt für mich mehr auf dem Sonntag, wir wollen Franches-Montagnes in der Tabelle auf jeden Fall hinter uns lassen», nennt der Trainer der Munotstädterinnen seine Zielsetzung. «Franches-Montagnes ist stark in der Verteidigung, sie sind in gewisser Weise ein ekliger Gegner.»

Gegen beide Gegner ist Kanti in der Vorbereitung bereits angetreten. Schaute gegen Franches-Montagnes ein 2:1-Sieg heraus, verlor man gegen Düdingen 1:2. Beide Teams müssen in dieser Saison mit einer Ausländerin weniger auskommen als bislang. «Düdingen sollte dies besser kompensieren können, Franches-Montagnes muss zudem ohne Taryn Sciarini (in die zweite Mannschaft zurückgezogen, d. Red.) spielen», erklärt Neubauer. Das Team aus dem Jura, das von einem neuen Präsidenten und einem neuen Vorstand geführt wird, erhielt zudem die Lizenz erst mit Auflagen kurz vor Saisonbeginn.

Für den VC Kanti ist die Doppelrunde eine gute Gelegenheit ist, zu sehen, wo das Team wirklich steht. Denn in der letzten Woche folgte auf den Ausrutscher in Wiesbaden das überraschende Hoch gegen Volero Zürich.

Köniz Eine Verstärkung aus Montenegro Volley Köniz hat kurz nach dem NLA-Saisonstart noch einen Transfer ge­tätigt. Als Diagonalangreiferin wurde Elza Hadzisalihovic (26) aus Montenegro verpflichtet. Die Bernerinnen sind mit einem 0:3 gegen Neuchâtel UC in die Saison gestartet. In Köniz ist der Finne Teemu Oksanen, der letzte ­Saison beim VC Kanti Interimstrainer war, als Assistenztrainer tätig. Nicht mehr im NLA-Kader steht die frühere Kanti-Libera Simona Belotti. (sda/r.)
 
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Dienstag, 17. Oktober 2017 - Die Gründe für die Kanti-Sensation


Die Gründe für die Kanti-Sensation

Zuletzt vor sechs Jahren konnte der VC Kanti gegen Volero Zürich einen Sieg einfahren. Der Erfolg vom Sonntag kommt nicht von ungefähr, wie Kanti-Coach Nicki Neubauer die Sensation analysiert.

VON REINHARD STANDKE

VOLLEYBALL Vorgestern sorgte der VC Kanti mit einem 3:2 dafür, dass die 185 Siege andauernde Serie von Volero Zürich zu Ende ging. Die letzte Niederlage hatten die Zürcherinnen am 29. Januar 2012 in Neuenburg (ebenfalls 2:3) wegstecken müssen. Noch etwas länger liegt der vorletzte Erfolg des VC Kanti über Volero zurück: Am 19. Oktober 2011 schlugen die Munotstädterinnen in der BBC Arena die Gäste gar mit 3:0. Trainerin Carole Crittin musste damals für die verletzte Aïda Shouk die erst 17-jährige Zora Widmer als Passeuse einsetzen, die ihr erst zweites komplettes NLA-Spiel absolvierte. Verpasst hat gemäss seiner Erinnerung nach der damalige Assistanztrainer Nicki Neubauer die denkwürdige Partie, bei der Volero auf einige der Leistungsträgerinnen verzichten musste. Im siegreichen Team standen neben Zora Widmer noch Grit Lehmann, Ellen Orchard, Jilliane Goulet, Stella Odion, Elena Steinemann, Sandra Rojas Bacchi und Simona Belotti. Gemäss dem damaligen SN-Bericht war dies der erste Sieg der Schaffhauserinnen gegen Volero seit dem 25. November 2006.

Starker Block

Zurück zum Spiel vom Sonntag: Für den neuen Kantitrainer Neubauer kommt der Erfolg seines Teams nicht aus dem Nichts. «Wir haben wenige Fehler gemacht, anders als zuletzt im Training. Da habe ich dies immer kritisiert», analysiert Neubauer. «In fünf Sätzen waren es nur fünf Abnahme- und acht Angriffsfehler, Volero unterliefen dagegen 22 Angriffsfehler», entnahm der Coach der Statistik. «Aus der Abwehr heraus haben wir deutlich besser angegriffen, auch unser Block hat sehr gut funktioniert.» Nach einer 24:21-Führung hätte Kanti bereits den 1. Satz für sich entscheiden können, nachdem Neubauer kurz zuvor Vivian Guyer und Angela Lowak eingewechselt hatte. «Ich wollte diesen Wechsel probieren», so Neubauer, der daher auf den Rückwechsel verzichtete. Den vierten und fünften Satz entschied dann Kanti (27:25, 16:14). «Das Team von Volero ist erst seit zehn Tagen zusammen, der Angriff über die Mitte lief bei ihnen nicht gut», erläuterte der Kantitrainer. «Die Voleroangreiferin Rosir Calderon spielt in einer anderen Liga, aus dem Supercup gegen Aesch-Pfeffingen haben wir gelernt, das wir Laura Unternährer kontrollieren müssen, um eine Chance zu haben.» Dies gelang Kanti immer wieder, er zwang die Zürcherin, Fehler zu machen, so wie bei Matchball, als ihr Angriff im Netz landete.

Zwischenjahr für Volero

Doch das Volero-Team ist ein anderes als in den letzten Jahren, in denen der Präsident Stav Jacobi mit der Verpflichtung von diversen Topspielerinnen vergeblich versuchte, die Champions League zu gewinnen. Wie Jacobi erläuterte, wurden diesmal nur vier Topspieler verpflichtet, das Budget von vier auf zwei Millionen gekürzt. Nach diesem Zwischenjahr wird man sehen, wie es bei Volero weitergeht. Für den VC Kanti geht die Saison nach dem erfolgreichen Start am kommenden Wochenende mit zwei Auswärtsspielen in Düdingen und Franches-Montagnes weiter. «Ich habe den Spielerinnen in der Kabine gleich gesagt, dass wir uns für den Sieg über Volero nur etwas kaufen können, wenn wir am nächsten Wochenende Punkte mitnehmen», so Neubauer. «Das Spiel vom Samstag sehe ich ausgeglichen, gegen Franches-Montagnes will ich gewinnen.»

Einige Reaktionen der nationalen Presse:

http://www.shn.ch/…/kanti-beendet-seit-2012-andauernde-sieg…

...

http://www.volleyball.ch/…/siegesserie-von-volero-zuerich-…/

https://www.srf.ch/…/voleros-unglaubliche-siegesserie-geris…

http://www.volley1.ch/schaffhausen-steht-kopf-kanti-zwingt…/

http://www.20min.ch/…/Nati-Verteidiger-Loeffel-wechselt-nac…



 
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Montag, 16. Oktober 2017 - Kanti beendet Siegesserie von Volero


Kanti beendet Siegesserie von Volero

Ein starker Auftakt in die neue Saison gelang dem VC Kanti, der Volero Zürich nach einer Siegesserie von 185 Spielen mit einem 3:2 die erste ­Niederlage beibrachte.

Grenzenloser Jubel herrscht beim VC Kanti und bei den Schaffhauser Fans

VON REINHARD STANDKE

VOLLEYBALL Eigentlich sollte für den langjährigen Präsidenten des VC Kanti, Heinz Looser, gestern mit dem Spiel gegen Volero Zürich die Vorbereitung auf die Saison zu Ende gehen. Doch es sollte anders kommen. Ganz anders. Zwar galt Volero als Favorit, den Kanti jedoch ärgern und dem man einen Satz abnehmen wollte. «Die taktische Vorbereitung war nicht schwer», so Kantitrainer Nicki Neubauer, dem gestern eine glänzende Rückkehr nach Schaffhausen gelang. Das Spiel von ­Volero war auf Rosir Calderon zugeschnitten, die neben Laura Unternährer für die Punkte bei den Zürche­rinnen sorgte. Den Gästen gelang der stärkere Start, doch Kanti kämpfte und spielte sich angeführt von Captain ­Cukseeva und Chantalle Riddle immer wieder ­heran. Beim 24:21 vergab Kanti einen ersten Satzball und hatte noch nicht die Ruhe, den Satz zu entscheiden. Dies gelang erst im zweiten Durchgang, und zwar gleich mit 25:10. Nach dem 7:7 führte Katerina Holaskova mit einer Serviceserie ihr Team bis 18:7. Bei Kanti sorgten nun auch Passeuse Stapleton, Holaskova und Elise Boillat für Punkte, während ­Volero mehr Fehler unterliefen und es kaum zu Punkten kam. Bei Kanti sollte die Fehlerquote in Annahme, Service und Angriff insgesamt geringer bleiben. Im dritten Satz lief die Angriffsmaschine bei Volero wieder, das mit 25:19 vorlegte.

Im vierten Satz konnten die Gäste zwar ähnlich wie zu Beginn um drei, vier Punkte wegziehen, doch Kanti spielte sich immer wieder heran, nun punktete vor allem Captain Cukseeva. Kanti parierte drei Matchbälle der Zürcherinnen, verwandelte den zweiten Satzball und erzwang mit 29:27 den Tiebreak. Hier kam Volero zu zwei Matchbällen, den ersten parierte Angela Lowak zum 13:14, anschliessend landeten drei Angriffe von Volero im Aus beziehungsweise Netz. Mit dem 3:2-Erfolg von Kanti ging vor 461 Zuschauern die Siegesserie von Volero zu Ende. Kanti hatte nun den Jubel, der Ärger bei Volero dürfte dagegen gross sein. «Vielleicht realisieren wir erst morgen, was wir geschafft haben», so Captain Cukseeva. «Wir waren als Mannschaft bereit, haben die Aussenseiterrolle an­genommen und sind stärker als Team aufgetreten», sagte Nicki Neubauer.

Bilder Werner Schläpfer

 
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Freitag, 13. Oktober 2017 - VC Kanti strebt Rang im Mittelfeld an


VC Kanti strebt Rang im Mittelfeld an
 

Der neue Trainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, will mit dem Team die Qualifikationsphase auf Rang 5 bis 6 abschliessen. Langfristig strebt er die Rückkehr in die Top 3 der Tabelle an.  

Kader und Trainer des VC Kanti (oben, v. l.): Ludwig Horvath (Assistenztrainer), Chantale Riddle, Angela Lowak, Anja Lutz,

 Katerina Holaskova, Vivian Guyer, Nina Lutz, Nicki Neubauer (Cheftrainer), Matthias Lerch (Scout). Unten: Marija Smiljkovic, Elise Boillat, Sara Pavlovic, Johanna Edberg, Caila Stapleton, Natalia Cukseeva.  Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

VOLLEYBALL Mit gleich acht neuen Spielerinnen, mehr als in den letzten Jahren, geht der VC Kanti in die Saison 2017/2018. «So weit zufrieden» mit der bisherigen Vorbereitung seit Anfang September zeigt sich der neue Cheftrainer, der nach fünfjähriger erfolgreicher Tätigkeit in Düdingen an seine frühere Wirkungsstätte zurückkehrt. Der in Österreich lebende Deutsche war bereits von 2009 bis 2012 als Co-Trainer von Andi Vollmer sowie Carole Crittin bei Kanti und ist jetzt mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Angelegt sei die Vorbereitung auf die am Sonntag beginnende Saison auf einer stetigen Steigerung: «Das Team ist noch nicht 100-prozentig stabil, die Schwankungsbreite ist noch relativ gross», so Neubauer nach dem kurzfristig eingegangenen Engagement beim Testspiel vom Dienstag in Wiesbaden. «Wir brauchen noch ein bis zwei Monate.» Stuft der KantiTrainer die Leistungen am Turnier des letzten Wochenendes als «Ausrutscher nach oben» ein, hatte sich das Team gegen den VC Wiesbaden in zwei Sätzen als nicht parat gesetzt. «Die Spielerinnen müssen darauf brennen, Punkte abzuliefern. Wir müssen noch mehr arbeiten als andere Teams, uns Zeit nehmen.»

Vordere Tabellenhälfte als Idealfall Während Nicki Neubauer an der Spitze der Tabelle mit Volero Zürich, Aesch-Pfeffingen und Volley Düdingen die üblichen Verdächtigen erwartet, strebt er mit dem eigenen Team einen Abschluss der Qualifikationsphase auf den Rängen fünf bis sechs an. In den beiden letzten Spielzeiten hatte der VC Kanti die Schlussränge neun bzw. acht belegt. «Im Idealfall stehen wir vor den Play-offs in der ersten Tabellenhälfte», so Nicki Neubauer. Langfristig strebe er an, den VC Kanti wieder in die Top  3 der Tabelle zurückzuführen. «Die Voraussetzungen im Verein sowie die In frastruktur sind gut, die sportliche Leistung ist zu schaffen. Dafür braucht es kein Wunder, wir müssen nur vernünftig arbeiten.» Als Schlüsselspielerinnen für die beginnende Spielzeit stuft Trainer Neubauer Angreiferin Chantale Riddle und Libero Johanna Edberg, die er beide aus Düdingen mitbrachte, sowie den neuen Captain Natalia Cukseeva ein. «Chantale ist extrem wertvoll, sie will die Sätze und Spiele entscheiden.» Cukseeva soll Emotionen ins Team einbringen. Von Zuspielerin Caila Stapleton sowie Angreiferin Angela Lowak (beide USA), die beide noch auf wenig beziehungsweise keine Erfahrung im Ausland zurückblicken können, erhofft sich Neubauer einen weiteren Leistungsschub nach Weihnachten. Nach der Vorbereitungszeit kommt mit ein bis zwei Spielen pro Woche nun ein anderer Rhythmus auf die Spielerinnen zu. Zum Saisonauftakt empfängt der VC Kanti am Sonntag (17.30  Uhr, BBC-Arena) den Serienmeister und Cupsieger Volero Zürich. «Wir sind der klare Aussenseiter, wollen sie aber ärgern», s o der Kanti-Trainer. «Wir müssen frech und unbekümmert auftreten, versuchen, unsere Punkte zu machen und einen Satz zu gewinnen.»

NLA-Meisterschaft Die gleichen Favoriten und die finanziellen Probleme

Während Volero auf nationaler Ebene seit 185 Partien (Meisterschaft und Cup) ungeschlagen ist, hat Amriswil seine Konkurrenz erst in den letzten beiden Jahren und nach dem Rückzug von Lugano dominiert. Die Thurgauer sind mittlerweile – nicht so deutlich wie Volero bei den Frauen – das Mass aller Dinge. Bei den Frauen zeichnet sich hinter dem übermächtigen Volero, das sein 13. Double in 14 Jahren anstrebt, ein Gerangel um die nachfolgenden Plätze ab. Zu den Anwärtern auf Platz 2 zählen in erster Linie Aesch-Pfeffingen, Düdingen, Neuchâtel UC, Franches-Montagnes und wohl auch der VC Kanti. Offen ist die Ausgangslage dabei primär, weil fast alle Verfolger grössere Veränderungen in ihren Kadern vorzunehmen hatten. Zahlreiche Rochaden gab es auch auf den Trainerstühlen: Dario Bettello wechselte von Luzern (Rückzug aus der NLAaus finanziellen) nach Düdingen, wo er Nicki Neubauer ersetzt. Frauen-Nationaltrainer Timo Lippuner zog es von Aesch in die deutsche Bundesliga (nach Vilsbiburg), aus der die Baselbieterinnen als Ersatz Andreas Vollmer (ehemals beim VC Kanti und Franches-Montagnes) in die Schweiz zurückholten. Auch mit dem neuen Trainer ist Aesch-Pfeffingen stark einzuschätzen. Bernhard Heusler, der langjährige Präsident des FC Basel, stieg als Aktionär und Verwaltungsrat in den Verein ein. Um die restlichen beiden Play-offPlätze hinter den nominellen Top 6 streiten sich Köniz, Lugano, Cheseaux und Aufsteiger Galina Schaan, dank dem sich erstmals eine Equipe aus Liechtenstein in der NLA versucht. Da die besten NLB-Teams kein Interesse an einem NLA-Abenteuer zeigten, erbte so Galina Schaan, der 7. (!) der NLB, den frei gewordenen Platz. Erst am Mittwoch, drei Tage vor den ersten Spielen, erteilte Swiss Volley den letzten Clubs die Spielberechtigung für die neue Saison. Drei Frauenteams (Lugano, FranchesMontagnes und  Köniz) erhielten die Lizenz dabei nur mit Auflagen. (sda)

 

Fakten VC Kanti

KADER VC KANTI 2017/18 1 Caila Rose Stapleton (1993/183 cm/USA), Pass, neu 2017, von Akureyri (Island) 3 Chantale Lanea Riddle (1991/180/USA), Diagonal, neu 2017, von Volley Düdingen 4 Marija Smiljkovic (1999/184/SUI), Mitte, neu 2017, von Volley Top Luzern 7 Nina Lutz (1989/186/SUI), Mittte, neu 2017, von VBC Aadorf 8 Angela Marie Lowak (1994/183/USA), Aussen, neu 2017, von Texas A&M University/USA 9 Anja Lutz (1991/184/SUI), Aussen/Diagonal, wieder ab 2017, von VBC Aadorf 10 Vivian Guyer (1998/183/Schweiz), Pass, seit 2016 11 Katerina Holaskova (1991/189/CZE), Mitte, seit 2015 12 Johanna Vieira Edberg (1987/163/SWE), Libero, neu 2017, von Volley Düdingen 13 Elise Boillat (1998/178/SUI), Aussen/ Diagonal, seit 2016 14 Natalia Cukseeva (1990/186/GER), Aussen/Diagonal, seit 2016 16 Sara Pavlovic (2000/168/SUI), Libero, neu 2017, eigener Nachwuchs

Abgänge: Keylla Fabrino Ramos (San Cristóbal de La Laguna/ Teneriffa), Monika Meier (VC Kanti 2), Sandra Rojas Bacchi (Rücktritt), Ann-Christin Quade (Knieoperation, Trainerin VC Kanti U11 und 5. Liga), Giulia Rigon (Busto Arsizio/Varese, ITA, Serie B2), Alexandra Schaber (Doppellizenz VBC Aadorf/NLB und Kanti2), Yiting Cao (VBC Val de Travers/NLB), Lisa Leu (ohne Verein), Melanie Pauli (Trainerin VC Kanti 2 und Athletiktrainerin Volley Amriswil/NLA), Teemu Oksanen (Assistenztrainer Edelline Köniz).

Staff: Nicki Neubauer (GER) Cheftrainer; Ludwig Horvath (AUT), Assistenztrainer; Matthias Lerch (SUI) Scout; Jana Vollmer (GER) Geschäftsstelle; Heinz Looser (SUI) Teambetreuer; Sandro Poles (SUI) Präsident.

Medical Team: Dr. Regina Riess (Teamärztin); Evelyn Kopatz (Physiotherapeutin); Dr. Urs B. Zahner (Chiropraktor); Claude Bührer (dipl. Physiotherapeut FH, dipl. Sportphysiotherapeut I.A.S.); Jeannette Schuler (dipl. Masseurin).

SPIELPLAN VC KANTI NLA-FRAUEN 15.10.: 17.30 VC Kanti - Volero Zürich, BBC Arena. - 21.  10.: 17.15 TSV Düdingen - VC Kanti, Leimacker. - 22.  10.: 17.00 Franches-Montagnes - VC Kanti, La Pépinière. - 29.  10.: 17.30 VC Kanti - VBC Cheseaux, BBC Arena. - 3.  11.: 19.00 Edelline Köniz - VC Kanti, Weissenstein. - 5.  11.: 17.30 VC Kanti - Sm'Aesch Pfeffingen, BBC-Arena. - 12.  11.: 17.30 VC Kanti - Volley Lugano, BBC-Arena. - 18.  11.: 16.00 VC Kanti - Viteos NUC, BBC-Arena. - So. 19.  11.: 17.30 VC Kanti - VBC Galina, BBC-Arena. - 25.  11.: 19.00 Volero Zürich - VC Kanti, Im Birch. - 1.  12.: 20.00 VC Kanti - TSV Düdingen, BBC-Arena. - 3.  12.: 17.30 VC Kanti - Franches-Montagnes, BBC-Arena. - 9.  12.: 17.30 VBC Cheseaux - VC Kanti, Derrière-la-Ville. - 15.  12.: 20.00 VC Kanti - Volley Köniz, BBC-Arena. - 17.  12.: 17.00 Sm'Aesch Pfeffingen - VC Kanti, MZH Löhrenacker. - 21.  12.: 20.30 Volley Lugano - VC Kanti – Lambertenghi. - 6.  1.: 17.30 Viteos NUC - VC Kanti, Riveraine. - 7.  1.: Volley Cup. - 13.  1.: 17.00 VBC Galina - VC Kanti, FZ Resch, Schaan. - 21.  1.: 17.30 Viteos NUC - VC Kanti, Riveraine. - 27.1.: 17.30 VC Kanti - Volero Zürich, BBC Arena. - 28.  1.: Volley Cup. - 3.2.: 17.15 TSV Düdingen - VC Kanti, Leimacker. - 10.  2.: 17.30 VC Kanti - Edelline Köniz, BBC-Arena. - 11.  2.: Volley Cup. - 17.  2.: 17.00 Sm'Aesch Pfeffingen - VC Kanti, MZH Löhrenacker. - 24.  2.: 18.00 Volley Lugano - VC Kanti, Lambertenghi. - 4.  3.: 17.30 VC Kanti - VBC Cheseaux, BBC-Arena. 9.  3.: 20.00 VC Kanti - Franches-Montagnes, BBC-Arena. - 11.  3.: 16.30 VBC Galina - VC Kanti, FZ Resch, Schaan. Modus: In der Qualifikation treten die Teams dreimal gegeneinander an. Danach werden in Viertel- und in Halbfinals (jeweils Best of 3) die Finalisten auserkoren. Die finale Serie um den Meistertitel wird wie bisher im Best-of-5-Modus ausgetragen. Ausgespielt werden auch die Ränge fünf bis acht.

SPLITTER DANKESCHÖN Als Anerkennung für seine Arbeit bei der Organisation der ersten neun Austragungen des Turniers des VC Kantis in Jestetten erhielt der langjährige VC-Kanti-Präsident Heinz Looser vom 1. Vorsitzenden des TV Jestetten, Thomas Elger, einen Präsentkorb. OPERIERT Einer weiteren Operation in ihren Zeiten beim VC Kanti unterziehen musste sich Angreiferin Chrissie Quade. Nachdem bei ihr Knorpel im Knie eingesetzt wurde, wird sie für ein Jahr ausfallen und gehört nach fünf Jahren auf dem Spielfeld nun nicht dem Fanionteam an. Quade, die im vergangenen Jahr den J+S-Leiterkurs absolviert hatte, zeichnet sich aber für die Trainings der U  11 und der 5. Liga verantwortlich. ABGÄNGE Vom letztjährigen Kanti-Team ist die Chinesin Yiting Cao in der Schweiz geblieben und zum VBC Val de Travers (NLB) gewechselt. Passeuse Keylla Fabrino Ramos spielt auf Teneriffa in San Cristóbal de La Laguna, Mittelblockerin Giulia Rigon in der italienischen Serie B2 in Busto Arsizio (Varese). Die beiden Liberospielerinnen Sandra Rojas Bacchi und Lisa Leu sind aktuell nicht mehr im Volleyballsport aktiv. (R. Sta.)

 
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Montag, 9. Oktober 2017 - VC Kanti gewinnt eigenes Turnier


VC Kanti gewinnt eigenes Turnier

Aus der 10. Austragung des internationalen Volleyballturniers in Jestetten ging der VC Kanti zum ersten Mal als Sieger hervor.

Der neue Captain des VC Kanti, Natalia Cukseeva, bei einer Abnahme im Spiel gegen Aachen. Bild Reinhard Standke


VON REINHARD STANDKE, JESTETTEN

VOLLEYBALL Ob es ein gutes Omen für die bevorstehende Saison des VC Kanti ist? Zum ersten Mal in der 10-jährigen Geschichte des internationalen Damenvolleyballturniers in Jestetten, dass der Schaffhauser Traditionsverein gemeinsam mit dem TV Jestetten organisiert, führte das heimische Team die Schlussrangliste an. Dabei konnte der VC Kanti die deutschen BundesligaMannschaften USC Münster (7. der Saison 2016/17), Ladies in Black Aachen (8.) und Schwarz-Weiss Erfurt (11.) hinter sich lassen.

«Der erste Sieg seit Bestehen des Turniers ist positiv», freute sich Nicki Neubauer, der neue Cheftrainer der Munotstädterinnen, nach dem erfolgreichen Einstand vor dem Heimpublikum. «Wir wollten eine Stabilisierung des Teams erreichen und haben daher mit der gleichen Formation länger als einen Satz durchgespielt», so Neubauer, der mit der Stammformation Caila Stapleton (Pass), Chantale Riddle, Nina Lutz, Katerina Holaskova, Elise Boillat und Natalia Cukseeva sowie Libero Johanna Edberg begann. «Riddle war die eifrigste Punktesammlerin, mit Angela Lowak, Vivian Guyer und Marija Smilijkovic haben wir gute Wechselmöglichkeiten.» Zwar habe das Team noch viele Fehler gemacht und auch im Angriff nach Verteidigung noch Schwächen gezeigt, der Turniersieg gebe aber Vertrauen: «Darauf können wir aufbauen», so Neubauer.

Nachdem der VC Kanti am Samstag mit den Siegen über Erfurt (3:1) und Münster (3:0) vorgelegt hatte, genügte gestern ein 1:1 gegen Aachen bereits für den erstmaligen Erfolg am Heimturnier. Konnte Aachen die Schaffhauserinnen im ersten Durchgang mit einem starken Service noch unter Druck setzen, reagierte das Heimteam im zweiten Satz, servierte selber besser und zeigte sich im Angriff überlegen. Als sich beim Stand von 16:9 die einzige Passeuse der Ladies in Black Aachen am Knie verletzte, sprang Vivan Guyer als Zuspielerin beim Gegner ein. Bereits im Vorjahr hatte die 18-Jäh rige bei ASPTT Mulhouse ausgeholfen, das vor der gleichen Situation gestanden war.

Am Samstag bekundeten die Schaffhauserinnen im Auftaktspiel gegen Erfurt zu Beginn Mühe, setzten sich aber nach dem Verlust des ersten Satzes mit 3:1 durch. Klar überlegen zeigte sich Kanti im Abendspiel gegen Münster. Dank guter Leistungen der Munotstädterinnen in Service und Angriff kamen die Gäste nur selten zu guten Aktionen und mussten den 3:0-Sieg der Kantispielerinnen hinnehmen. Nach einer weiteren Vorbereitungswoche beginnt die NLA-Saison für den VC Kanti am kommenden Sonntag mit einem Heimspiel gegen Meister und Cupsieger Volero Zürich (17.30 Uhr, BBC Arena), das vorgestern beim  3:2-Sieg im Supercup gegen SM’Aesch Pfeffingen durchaus Mühe bekundet hatte.

Bilder Werner Schläpfer    Reinhard Standke

Jestetten. Volleyballturnier des VC Kanti (in Zusammenarbeit mit TV Jestetten): 1. Kanti 7 Sätze. 2. Münster 5. 3. Aachen 4. 4. Erfurt 2. – Am Sonntag: Kanti - Aachen 1:1 (19:25, 25:22). – Kanti: Stapleton (Pass), Riddle, Nina Lutz, Holaskova, Boillat, Cukseeva; Libero Edberg; eingewechselt: Guyer, Lowak, Pavlovic, Smilijkovic; nicht eingesetzt: Anja Lutz; Guyer im zweiten Satz ab 9:16 als Ersatz-Passeuse bei Aachen). - Münster - Erfurt 3:0. – Am Samstag: Kanti - Erfurt 3:1 (20:25, 25:22, 27:25, 25:21). - Aachen - Münster 1:2 (25:16, 27:25, 27:29). - Aachen - Erfurt 2:1 (25:19, 25:14, 14:16). - Kanti - Münster 3:0 (25:20, 25:12, 25:18).

 
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Donnerstag, 5. Oktober 2017 - Der VC Kanti weckt Erwartungen


Der VC Kanti weckt Erwartungen

An der Teampräsentation im «Orient» hat der VC Kanti sein Team für 2017/18 vorgestellt. Zu vier bisherigen Spielerinnen gesellen sich acht neue sowie Nicki Neubauer (40) als neuer Cheftrainer.

 

Das neue Kanti-Team mit Trainer Nicki Neubauer (oben rechts) stellte sich zum Schluss zum Gruppenbild auf. Bilder Reinhard Standke

VOLLEYBALL Rund 140 erwartungsfrohe Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüsste Roberto Belotti, Präsident des Sponsorenclubs Pallavolo, gestern Abend im «Orient» zur Präsentation des VC-Kanti-NLA-Teams. Beat Signer, der TV-Journalist bei Teleclub, führte durchs Programm und stellte die Spielerinnen und das Trainerteam in vier Gruppen vor. Dazwischen interviewte Kanti-Vizepräsident Christian Ritzmann in der Serie «Auf ein Bier mit Christian» jeweils den Vertreter einer Sponsorenfirma. Diese durften zum Schluss eine rangmässige Saisonpro­gnose abgeben: Rolf Dickenmann (WDS Keramik Welten AG) war mit Rang 4 am optimistischsten, gefolgt von Thomas Bollinger (Sanitär, Spengler) mit Rang 5, Andy Leu (Glas Max AG) sowie Roman Mori (Nägeli Holzbau, Benken) mit Rang 6 und Mittelfeld. 

Nach den Rängen 9 und 8 ist es schwierig, den schnellen Vorstoss des VC Kanti zurück an die Spitze zu prognostizieren, geschweige denn zu fordern. Die letzten beiden Jahre haben den Schaffhauser Spitzenverein bescheiden werden lassen, was Ziele anbelangt. Auch die gut gelaunten Spielerinnen gaben sich diesbezüglich zurückhaltend. Prognosen sind eben immer schwierig. Die Tschechin Katerina Holaskova (26), die vor ihrer dritten Saison in Schaffhausen steht, ist nun die dienstälteste Kaderspielerin. Als Captain fungiert in ihrer zweiten Saison die deutsche Aussenangreiferin Natalia Cukseeva (27). Auch die 19-jährigen Schweizerinnen Elise Boillat und Vivian Guyer waren schon dabei. 

Neu im Kanti-Team stehen die drei US-Amerikanerinnen Angela Lowak, Chantale Riddle, Zuspielerin Caila Stapleton, die schwedisch-brasilianische Libera Johanna Edberg sowie vier Schweizerinnen, die Schwestern Anja und Nina Lutz, Marija Smilijkovic aus Luzern und Libera Sara Pavlovic aus dem eigenen Nachwuchs. «Darüber freue ich mich besonders», betonte der neue Kanti-Vereinspräsident Sandro Poles. Wie er als «Wunschtrainer von Heinz Looser» die Erwartungen zu erfüllen gedenke, wurde der neue Trainer Nicki Neubauer gefragt. «Ich will den Verein wieder dorthin führen, wo er hingehört – in die Top 3.» Dafür brauche es jedoch viel Geduld und Energie. «In den nächsten zwei Jahren wollen wir erst die Basis legen.» (hcs.) 

Bilder Werner Schläpfer      Reinhard Standke


Die Kanti-Sponsoren Andy Leu, Roman Mori, Thomas Bollinger und Rolf Dickenmann (v.l.) rangen sich nach ihren Kurzinterviews mit Moderator Christian Ritzmann auch zu Rangprognosen für die Saison 2017/18 durch.


Die Führungcrew des VC Kanti mit Vereinspräsident Sandro Poles, Leistungssportchef Heinz Looser und Club-Pallavolo-Präsident Roberto Belotti (v. l.) sorgte mit vielen anderen für einen gelungene Teampräsentation im «Orient».


Sportlich führt in der kommenden Saison der neue Cheftrainer Nicki Neubauer (rechts) das Zepter im Kanti-NLA-Team, assistiert von seinem Assistenten Ludwig Horvath (Mitte) und Matthias Lerch (Scout/Team-Manager).


Mit Vorfreude blicken die bisherigen Spielerinnen Elise Boillat und Katerina Holaskova – sie startet als einzige in ihre dritte Spielzeit – sowie die neue Libera Johanna Edberg (v.l.) bei der Teampräsentation auf die Saison 2017/18.

 

 
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Montag, 2. Oktober 2017 - VC Kanti mit guter Leistung in Düdingen


VC Kanti mit guter Leistung in Düdingen

Die Volleyballerinnen des VC Kanti haben im freibur- gischen Düdingen ein weiteres Vorbereitungsturnier bestritten. Es resultierten ein Sieg und eine Niederlage.

Die neue Kanti-Diagonalangreiferin Chantale Riddle bei einem Smash. Bild Werner Schläpfer

VOLLEYBALL NLA Der VC Kanti ist auf gutem Weg, wie schon beim Turniersieg in Österreich stand auch in Düdingen gegen die Ligakonkurrenten TS Volley Düdingen und Franches-Montagnes nicht das Resultat im Vordergrund. Bei seinem letzten Einsatz als Cheftrainer gab Ludwig Horvath, der während der Abwesenheit von Nick Neubauer einen guten Job in den vergangenen zwei Wochen gemacht hat, erneut allen Spielerinnen Einsatzzeit. Trotz Wechseln nach jedem Satz und verschiedenen Formationen – die Fortschritte waren unübersehbar, langsam wächst das Team zu einer Einheit zusammen, alle leisten ihren Beitrag dazu.

Im ersten Spiel des Turniers gegen Franches-Montagnes, den Dritten der letzten Saison, überzeugten die Schaffhauserinnen. Einzig im engen zweiten Satz liess am Schluss die Konzentration etwas nach. Applaus bekam Chantale Riddle, als sie den 17. Punkt mit dem Kopf erzielte. Ihr Smash prallte vom Block zurück an den Kopf der US-Amerikanerin und anschliessend unerreichbar ins gegnerische Feld.

Gegen das Team von Düdingen (1:2), das keine Versuche machte und mit der Stammsechs durchspielte, erlebten die zahlreichen Zuschauer, darunter auch das komplette NLA-Team von Neuenburg UC, einen hoch dramatischen ersten Satz. Spannung pur bis zuletzt, und dann wurde klar, warum Nicki Neubauer Chantale Riddle von Düdingen mit nach Schaffhausen nahm. Die Zuspielerin sucht die Diagonalangreiferin, und sie machte die beiden letzten Punkte zum 25:23. Im weiteren Verlauf wechselten die Munotstädterinnen die Formationen und konnten nicht mehr ganz an die Leistung des ersten Satzes anknöpfen. Erfreulich aber, dass das Team nach einem 2:8-Rückstand den Kopf nicht hängen liess und wieder ins Spiel zurückfand.

Ludwig Horvath war nach dem Turnier zufrieden: «Wir haben als Team weitere Fortschritte erzielt und können mit der Konkurrenz mithalten. Unsere Zuspielerin Caila Stapleton ist im Team angekommen, und einzelne Spielerinnen haben sich individuell weiterentwickelt.» Weiter geht es am nächsten Wochenende mit dem traditionellen Turnier in Jestetten gegen starke deutsche Gegnerschaft. (wschl)

Bilder: Werner Schläpfer

Vorbereitungsturnier in Düdingen: VC Kanti SH - VFM 2:1, TS Volley Düdingen vs. VC Kanti Schaffhausen 2:1. - Kanti mit: Anja Lutz, Nina Lutz, Marija Smiljkovic, Natalia Cukseeva, Katerina Holásková, Vivian Guyer, Chantale Riddle, Angela ­Lowak, Caila Stapleton, Sara Pavlovic, Johanna Edberg, Elise Boillat; Trainerteam Mathias Lerch, Ludwig Horvath.

10. Internationales Vorbereitungsturnier in Jestetten. Samstag, 7. 10.: 12.00 Uhr VC Kanti - Schwarz-Weiss Erfurt, 14.00 Ladies in Black Aachen - USC Münster, 16.00 Ladies in Black Aachen - Schwarz-Weiss Erfurt, 18.00 VC Kanti - USC Münster. – Sonntag, 8. 10.: 12.00 VC Kanti - Ladies in Black Aachen, 14.00 USC Münster - Schwarz-Weiss Erfurt.

 
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Dienstag, 26. September 2017 - VC Kanti gewinnt in Innsbruck ein Vorbereitungsturnier


VC Kanti gewinnt in Innsbruck ein Vorbereitungsturnier

Die Pro-Alpen-Trophy 2017 in der USI-Halle 40 am ­Innsbrucker Sport-Campus war Schauplatz eines Vergleichswettkampfes zwischen österreichischen, deutschen und zwei Schweizer Teams. 

Das Kantiteam bejubelt den Turniersieg in Innsbruck. Bild Werner Schläpfer

VOLLEYBALL Der VC Kanti Schaffhausen gewann in Tirol alle drei Spiele und verteidigte den Titel erfolgreich. Am vergangenen Freitag war der VC Kanti für weitere Tests und Teambildung nach Innsbruck gereist. Nach einer problemlosen Anreise starteten die Kanti-Girls ziemlich verhalten ins Turnier und gaben prompt den ersten Satz gegen Ligakonkurrent Galina ab. Das noch nicht ganz komplette Team, Nina und Anja Lutz sowie Marija Smiljkovic stiessen wegen beruflicher beziehungsweise Studiengründen erst nach dem Spiel zur Mannschaft, reagierte. Vor allem am Block und an der Annahme zeigte die Leistungskurve nach oben. In der Folge war das Kanti-Team klar besser und gewann verdient.

Präsident Heinz Looser mit Gattin Daniela und vier mitgereiste Supporter sahen am zweiten Turniertag, wie die, jetzt komplett angetretenen Schaffhauserinnen ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und deutlich gegen das Team aus Münster gewannen. Wiederum wurden verschiedene Aufstellungsoptionen ausprobiert, ohne dass sich etwas am klaren Spielverlauf änderte. Mit dem Selbstvertrauen der beiden Erfolgserlebnisse gingen die Munot­städterinnen sichtlich gut gelaunt ins letzte Spiel des Turniers gegen Gastgeber TI-Volley und zeigten ihre beste Leistung.

Den Zuspielerinnen wurden mit auf den Weg gegeben, die Bälle etwas höher zu spielen, was sich sehr positiv auf das Spiel auswirkte, die Angreiferinnen punkteten mit schönen Aktionen. Gut war auch der Service, mit dem das Heimteam immer wieder vor Probleme gestellte wurde. Am Ende sicherte Kapitän Natalia Cukseeva mit dem letzten Punkt des Turniers ihrem Team den Sieg.

Einen Schritt nach vorne gemacht

«Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Erfreulich ist, dass einige Aufstellungen mit gleichwertigen Spielerinnen möglich sind, denn für eine erfolgreiche Meisterschaft braucht es nicht nur eine Top-Stammsechs, sondern das ganze Team», sagte Ludwig Horvath Coach VC Kanti. «Wir haben heute mit VC Kanti Schaffhausen ein Team gesehen, das in der Schweizer Meisterschaft ein Wörtchen mitzureden haben wird, wenn es um einen Europacupstartplatz geht,» meint TI-Volley Coach Andreas «Renne» Renneberg.

Bilder: Werner Schläpfer

Eine erste Standortbestimmung für den VC Kanti gibt es am nächsten Wochenende in Düdingen gegen die Ligakonkurrenten Power Cats Düdingen(11:30) und Franches Montagnes(13:30). Infos (wschl)

Pro-Alpen-Trophy 2017: VC Kanti - VBC Galina Schaan 3:1(18:25, 25:21, 25:17,25:17), VC Kanti - VCO Münster 4:0 (25:19, 25:17, 25:14, 25:19), IT- Volley Innsbruck - VC Kanti 0:3(9:25, 13:25, 18:25). – Endstand: 1. VC Kanti Schaffhausen (CH/NLA), 2. VBC Galina (CH/NLA), 3. TI-fun-box-volley (AVL/AUT), 4. VCO Münster (D- 2-Liga). – VC Kanti: Anja Lutz, Nina Lutz, Marija Smiljkovic, Natalia Cukseeva, Katerina Holásková, Vivian Guyer, Chantale Riddle, Angela Lowak, Caila Stapleton, 
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Mittwoch, 20. September 2017 - VC Kanti hat die ersten Testspiele absolviert


VC Kanti hat die ersten Testspiele absolviert

Vor der Saison 2017/18 hat der VC Kanti sein neues Team in Schaan bei NLA-Aufsteiger Galina (1:3) und beim NLB-Club Aadorf (4:0) ersten Tests unterzogen. Dies mit unterschiedlichem Erfolg.

 Ludwig Horvath, der Assistenztrainer des VC Kanti (Mitte), während einer Instruktion seines Teams beim ersten Testspiel in Schaan, das 1:3 verloren ging. Bild Werner Schläpfer

VOLLEYBALL Wenn auch im Volleyball Testspiele mit Vorsicht zu bewerten sind, ergaben sich doch beim VC Kanti letzte Woche bei Testspielen über jeweils vier Sätze im Fürstentum Liechtenstein gegen Galina Schaan (1:3) und Aadorf (4:0) doch erste Erkenntnisse. Assistenztrainer Ludwig Horvath – er vertritt den Chefcoach Nicki Neubauer während dessen Abwesenheit mit dem deutschen Nationalteam – testete jeweils in jedem Satz eine andere Formation. Im Fürstentum wurden die Schaffhauserinnen von Aufsteiger Galina bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt gefordert. Es sieht so aus, dass sich der Aufsteiger gut verstärkt hat und sicher eine Bereicherung für die Liga ist.

In den beiden Spielen zeigte das neue Kantiteam bei guten Aktionen, welches Potenzial vorhanden ist, noch sind die Resultate indes nebensächlich, es geht primär darum, die gewonnenen Impressionen im Training einzubauen.

«Wir haben schon einige gute Sachen gesehen, aber es gibt noch viel Arbeit in den kommenden Wochen bis zum Meisterschaftsbeginn Mitte Oktober», so Ludwig Horvath. 

Bilder Werner Schläpfer

Am nächsten Freitag reist das Kantiteam an die Pro Alpen Trophy nach Innsbruck.

Pro Alpen Trophy (22. -24. 9.) in Innsbruck. Freitag: 17:30 VBC Galina - VC Kanti SH, 20:00 TI-Volley - VCO Münster. – Samstag: 17:00 VCO Münster - VBC Galina, 19:00 TI-Volley - VC Kanti SH. – Sonntag: 11:30 VC Kanti SH - VCO Münster So., 13:30 TI-Volley - VBC Galina.

 
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Dienstag, 5. September 2017 - Vorbereitung hat begonnen


Vorbereitung hat begonnen

Beim VC Kanti läuft die intensive Trainingsphase im Hinblick auf die Spielzeit 2017/18 auf Hochtouren. 

Der VC Kanti bereitet sich auf die Saison 2017/18 vor (hinten v. l.): Mathias Lerch (Teammanager), Ludwig Horvath (Assistenztrainer), Anja Lutz, Nina Lutz, Marija Smiljkovic, Natalia Cukseeva, Katerina Holásková, Vivian Guyer, Cheftrainer Nicki Neubauer; (vorne v. l.) Chantale Riddle, Angela Lowak, Caila Stapleton, Sara Pavlovic, Johanna Edberg und Elise Boillat. Bild W. Schläpfer


VOLLEYBALL NLA Die Verantwortlichen des Schaffhauser Frauen-Spitzenteams haben nach der Verpflichtung des neuen Cheftrainer Nicki Neubauer im vergangenen Frühling das Kader auf acht Positionen sowie den Assistenztrainerposten mit Ludwig Horvath neu besetzt.

Sechs Schweizer Spielerinnen

Seit der neuen Regelung, dass jederzeit mindestens zwei Schweizerinnen (sogenannte LAS-Spielerinnen) auf dem Feld stehen müssen, die seit zwei Saisons in Kraft ist, haben am Erfolg eines Teams auch in Zukunft die Schweizerinnen massgeblichen Anteil. Die Macher des VC Kanti versuchten seither denn auch alles, um potenzielle Schweizerinnen zu verpflichten. Was nicht immer ganz einfach war. Es ist dem Club nach der Vertragsverlängerung der Jungen, Vivian Guyer und Elise Bollat, nun aber erfreulicherweise gelungen, die Schwestern Nina und Anja Lutz, zwei NLA-erfahrene Spielerinnen aus der Region Ostschweiz, und das Talent Marija Smiljkovic aus Luzern an den Rhein zu holen. Dazu kommt aus dem eigenen Nachwuchs Libera Sara Pavlovic.

Vier neue Ausländerinnen

Bei den ausländischen Verstärkungsspielerinnen setzt der Schaffhauser Club weiterhin auf die deutsche Natalia Cukseeva sowie die Tschechin Katerina Holásková, Leistungsträgerinnen der Vergangenheit. Neu dabei ist Chantale Riddle, die Topskorerin der Liga in der vorletzten Saison, und Johanna Edberg, ehemalige schwedische National-Libera, sie folgten ihrem Coach Nicki Neubauer, nach zwei Jahren beim Liga-Konkurrent Düdingen, in die Munotstadt. Komplettiert wird das Team von den US-Spielerinnen Caila Stapleton mit Europa-Erfahrung und Angela Lowak, eine ehemalige amerikanische Juniorinnennationalspielerin.

Nicki Neubauer erarbeitet seinem neuen Team ein intensives Anfangsprogramm.

Der Kanti-Cheftrainer hat nur zehn Tage Zeit, um sein neues Team kennenzulernen, und trainiert zu Beginn der letzten Woche mit dem Grossteil der Equipe. Da Neubauer am Mittwoch zum deutschen Frauen-Nationalteam reist, nutzte er das erste Wochenende, nur einen Tag nach der Ankunft der letzten Spielerinnen aus Übersee, um möglichst viel über sein Team zu erfahren. Anfang Woche wird er mit seinem Assistenten Ludwig Horvath das weitere Vorgehen besprechen, der Europacup-erfahrene Österreicher übernimmt bis Ende Monat die Vorbereitung.

«Es ist noch viel zu tun, aber es läuft alles nach Plan, und das Gezeigte entspricht meinen Erwartungen», so der optimistische Neubauer am Sonntagabend. (wschl)

Erste Impressionen vom Team 

Vorbereitung 2017/18: 14.9. Trainingsspiel in Schaan gegen Galina; 15.9. Trainingsspiel gegen VBC Aadorf; 22. - 24.9. Pro Alpen Trophy in Innsbruck; 30.9.Turnier in Düdingen; 7/8.10. Turnier in Jestetten mit Schwarz-Weiss Erfurt, Ladies in Black Aachen, USC Münster und VC Kanti Schaffhausen. – 1. NLASpiel: VC Kanti SH - Volero am 15.10

 
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Freitag, 1. September 2017 - Das Kanti-Team ist mit zwei weiteren Neuzugängen für die kommende Saison komplett!


Das Kanti-Team ist mit zwei weiteren Neuzugängen für die kommende Saison komplett!

Die Kantifans werden in der Saison 2017/2018, neben den bereits kommunizierten Verpflichtungen, zwei neue Gesichter auf dem Volleyballfeld in der BBC Arena sehen:

Angela Marie Lowak (links) und Marija Smiljkovic verstärken das Kanti-Team und stehen dem Trainer Duo ab heute zum offiziellen Trainingsbeginn zur Verfügung.

Die 23-jährige Aussenangreiferin Angela Marie Lowak kommt aus den USA und hat im Alter von 8 Jahren mit Volleyball begonnen. In den Jahren 2009, 2010 und 2011 ist Angela für die amerikanische Jugendnational Mannschaft selektioniert worden. Ab 2012 hat Angela Marie Lowak für die Texas A&M University in der höchsten Division gespielt und 2017 ihren Bachelorabschluss erreicht.

Neben ihrer Volleyballkarriere und ihrem Studium engagierte sich die sympathische Sportlerin auch bei diversen Hilfsprojekten im Ausland als freiwillige Helferin.

Zur grossen Freude der Teamleitung hat sich das junge Talent Marija Smiljkovic aus Luzern entschieden ihre Karriere beim VC Kanti fortzusetzen. Die 18-jährige Studentin hat in der letzten Saison bereits NLAErfahrung auf der Mitteposition bei Top Volley Luzern gesammelt.

Kanti-Headcoach Nicki Neubauer ist mit Marija aus ihrer gemeinsamen erfolgreichen Zeit bei der Jugendnationalmannschaft bestens bekannt. Die junge, 184cm grosse, Mittelblockerin hat einen Zweijahresvertrag beim VC Kanti unterschrieben.

 
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Mittwoch, 30. August 2017 - Ludwig Horvath neuer Assistenztrainer des VC Kanti


Ludwig Horvath neuer Assistenztrainer des VC Kanti

Auf Wunsch des neuen Cheftrainer Nicki Neubauer hat der VC Kanti den 52-jährigen Österreicher Ludwig Horvath auf die kommende Saison verpflichtet.

Horvath bringt Erfahrung im Damen- und Herrenbereich mit, hat in der Vergangenheit in der Österreichischen 1. Bundesliga beim SSK Feldkirch sowohl Damen als auch Herren trainiert und jeweils die CEV-Cup Qualifikation in den Jahren 2002, 2003 und 2005 erreicht.

Zuletzt trainierte er seit 5 Jahren den VC Dornbirn in der 2. Österreichischen Bundesliga und war 2013 und 2014 Nationaltrainer der lichtensteinischen Nationalmannschaft.

Neubauer und Horvath kennen sich schon lange und haben auch bereits erfolgreich zusammen gearbeitet.

Der neue Assistenztrainer Ludwig Horvath wird denn auch in der Zeit, in der Nicki Neubauer mit der deutschen Nationalmannschaft an der Europameisterschaft in Baku (Aserbaidschan) teilnimmt, die Verantwortung für das Team übernehmen.

Der VC Kanti freut sich mit Ludwig Horvath einen weiteren erfahrenen Mann im Staff des Nationalliga A Teams begrüssen zu dürfen.

 
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Dienstag, 15. August 2017 - Liberoposition beim VC Kanti neu besetzt


Liberoposition beim VC Kanti neu besetzt

Die neue Kanti-Libera Johanna Vieira Edberg ist schwedische Nationalspielerin.

Als Nummer eins auf der Liberoposition verpflichtete der VC Kanti die schwedisch-brasilianische Doppelbürgerin Johanna Vieira Edberg. Die 30-jährige Edberg spielte in den letzten zwei Saisons bei Ligakonkurrenten TSV Düdingen bereits unter dem neuen VC-Kanti-Coach Nicki Neubauer in der NLA. Vor ihrem Engagement in der Schweiz spielte die in Fortaleza (Brasilien) geborene Johanna Edberg bis 2007 in Brasilien, anschliessend wechselte die 163 cm grosse Liberospielerin in die schwedische Liga zum Elverket Stockholm. Ihr erstes Auslandsengagement absolvierte Edberg in Frankreich in der Saison 2013/14. Nach einer Saison in Schweden (Volleyball-Club Katrinenholm) folgte dann der Wechsel in die Schweiz zum TSV Düdingen. Johanna Vieira Edberg löst die spanische Liberospielerin Sandra Rojas Bacchi ab.



Sara Pavlovic im NLA-Kader

Neben Edberg hat sich der VC Kanti zudem entschieden, die 17-jährige Sara Pavlovic aus dem eigenen Nachwuchs ins NLA-Kader aufzunehmen. Pavlovic trainierte in der letzten Saison schon zum Teil im NLA-Team und kam auch zweimal zum Einsatz. Der VC Kanti möchte der jungen Sara Pavlovic die Möglichkeit geben, neben der routinierten Teamkollegin weitere Fortschritte zu erzielen und das Kanti-Team in Kampf um die Meisterschaft zu unterstützen. Die neue Libera Johanna Edberg stösst Anfang September zum Team von Nicki Neubauer. (pd.)

 

Die Kanti-Juniorin Sara Pavlovic feierte ihr NLA-Debüt bereits im Verlauf der Saison 2016/17. Bilder Werner Schläpfer

 
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Freitag, 4. August 2017 - Kanti-Trainer Neubauer


Kanti-Trainer Neubauer

Mit dem deutschen Nationalteam erfolgreich

Der neue Trainer des VC Kanti, Nicki Neubauer, ist momentan erfolgreich unterwegs mit dem deutschen Nationalteam. Derweil laufen die Vorbereitungen beim VC Kanti auf die neue Saison 2017/18 vor allem im Hintergrund auf Hochtouren. Das neue Team ist inzwischen komplett und wird in einem Monat das Hallentraining aufnehmen. Die Spielerinnen bereiten sich in diesen Wochen individuell auf die NLA-Saison 2017/18 vor. Und Trainer Nicki Neubauer ist als Assistent beim deutschen Nationalteam engagiert. Zusammen mit dem ehemaligen Kanti-Coach, dem Büsinger Andi Vollmer, der ab 2017/18 beim Ligakonkurrenten Aesch-Pfeffingen tätig sein wird, feierten die deutschen Frauen von Cheftrainer Felix Koslowski einen bis dato sehr erfolgreichen Sommer. Nach der verlustpunktlosen Weltmeisterqualifikation im Mai folgte der 2. Rang in Montreux, und am World Grand Prix holte das Team letzte Woche Bronze.

Neubauer zwischendurch weg

Für den Kanti-Headcoach geht es nach ein paar Tagen Ferien bereits Mitte August mit dem deutschen Nationalteam weiter. Zum Trainingsauftakt Ende dieses Monats in Schaffhausen wird Nicki Neubauer das neue Kanti Team aber in Empfang nehmen und die ersten Übungen absolvieren, ehe er zwei Wochen später mit den Schmetterlingen zur EM-Endrunde reist. Sollte alles wie geplant über die Bühne gehen, wird Neubauer am DüdingerTurnier Ende September definitiv zum Kanti-team stossen. (wschl)

Vorbereitungsprogramm des VC Kanti auf die Saison 2017/18: 28.8. Trainingsstart in der BBC­Arena. ­ 14./15. 9.: Trainingsspiele VBC Aadorf (NLB)/VBC Galina Schaan (NLA). ­  22.­24. 9.: Turnier in Innsbruck. ­ 30. 9.: Turnier in Düdingen FR. ­ 7./8. 10.: Turnier in Jestetten. ­ NLA­Saisonauftakt: Sonntag, 15. 10., 17.30 Uhr, VC Kanti ­ Volero Zürich (BBC­Arena). ­ 2. Runde am 21. 10.: Düdingen ­ VC Kanti.

 
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Samstag, 24. Juni 2017 - Heinz Looser gibt das Präsidentenamt ab


Heinz Looser gibt das Präsidentenamt ab

Vor 30 Jahren hat Heinz Looser im VC Kanti das Präsidium übernommen. An der vorgestrigen Generalversammlung des Vereins gab er es an Sandro Poles ab. Looser behält aber das wichtige Amt als Manager des Frauen-Profivolleyball-Teams in der NLA.

Neue Führungsverteilung im Schaffhauser Spitzenvolleyball: Sandro Poles (l.) ist Präsident des Vereins VC Kanti, sein Vorgänger Heinz Looser ist neu Ehrenpräsident und führt weiterhin den Profibereich im Rahmen der Pallavolo Kanti GmbH. Bild hcs.

VON HANS CHRISTOPH STEINEMANN

Die diesjährige GV des VC Kanti war eine ganz besondere. Zum ersten Mal seit 1987 kam es zu einer Präsidentenwahl, und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte wurde ein Ehrenpräsident gewählt. In beiden Fällen betrifft es Heinz Looser, der den Club seit 1987 vom Mittelfeldverein in der Frauen-Volleyball-NLB langfristig zu einem Spitzenverein in der NLA führte. Auch wenn der Profibereich seit dem NLA-Aufstieg 1992 von Heinz Looser in die Pallavolo Kanti GmbH ausgelagert wurde damals eine visionäre Tat, die sich indes bis heute bewährt hat, hat Looser stets auch das Präsidiums des Vereins innegehabt, der sich in erster Linie um die Organisation der regionalen Kantiteams (2. bis 4. Liga und Nachwuchs innerhalb des Regionalverbandes RVNO) kümmert. Dank dem Doppelmandat von Heinz Looser im Verein und in der GmbH des Profibereichs kam die Führung immer aus einer Hand. Allfällige Unstimmigkeiten konnten so gar nie aufkommen. Der VC Kanti stellte sich nach aussen auch stets wie eine Einheit dar. Daran soll sich in Zukunft nichts ändern.

Looser erster Ehrenpräsident

Die Aufgaben für den Präsidenten und Manager des NLA-Teams nahmen in den letzten zehn Jahren ein Ausmass an, die von einer Person kaum zu bewältigen war. So fragte Heinz Looser vor einiger Zeit schon den 2.-Liga-Volleyballer beim VBC Schaffhausen, Sandro Poles, an, ob er allenfalls bereit wäre, sukzessive für ihn vorerst im Verein, der rund 150 Mitglieder umfasst in die Ämter reinzurutschen, er würde ihn längerfristig aufbauen. Der bald 30-Jährige sagte zu, wurde zuerst Vizepräsident und dann von Looser parallel und nachhaltig in die Aufgaben eingeführt. Vorgestern war es dann so weit: Looser stellte sein Präsidentenamt an der GV zur Verfügung, wonach die 54 Anwesenden im Restaurant zum Alten Schützenhaus Sandro Poles zu ihrem neuen Vorsitzenden wählten. Mit einer launigen Laudatio auf seinen Vorgänger führte sich Poles gekonnt in sein neues Amt ein. Unter Ovationen wurde Heinz Looser in der Folge aufgrund seiner Verdienste für den Verein zum Ehrenpräsidenten gewählt. Er schätzte auch die übergebenen Geschenke in Form eines Hotelgutscheins im Südtirol und anderer Köstlichkeiten.

Die anderen Traktanden gerieten darob etwas in den Hintergrund: Mélanie Pauli, die letztjährige NLA-Trainerin, übernimmt das Vorstandsamt von Matthias Lerch als Nachwuchs- und TK-Chefin, und Remo Tobler wurde zum neuen Beisitzer gewählt. Somit umfasst der Vereinsvorstand des VC Kanti wieder sieben Personen. Zustimmung bei den Mitgliedern fand zudem eine Mitgliederbeitragserhöhung, die sich mehr an den Anzahl der Trainings orientiert. Der Beitrag steigt von durchschnittlich 350 auf 400 Franken. Die Wahl von Sandro Poles zum neuen Kantipräsidenten bedeutet aber keineswegs den Abschied von Heinz Looser vom Schaffhauser Spitzenvolleyball.

Trennung der Ämter

Im Gegenteil. Es kommt sozusagen zu einer Aufspaltung der Ämter. Der im August 60 Jahre alt werdende Intimkenner der nationalen und internationalen Volleyballszene kann sich wieder vermehrt seinen Grundaufgaben als Manager rund ums NLA-Team zuwenden, die schon bisher viel Zeit in Anspruch genommen hatten. «Wir waren der erste Schweizer Verein, der seinen Profibetrieb in eine Gesellschaft auslagerte», betont Looser, «noch vor der Volero Zürich AG.» Die Finanzierung des Profibereichs mit einem Budget von rund einer halben Million Franken (ohne Europacup) sei zwar in den letzten 25 Jahren nicht immer einfach gewesen, aber zusammen mit der 12 Personen umfassenden Kanti-Marketinggruppe hätten sie es in jeder Saison geschafft, die angestrebte schwarze Null zu schreiben. So auch in der abgelaufenen Spielzeit 2016/17, die auch rein sportlich mit Platz 8 eine ganz schwierige war.

Eigene Nachwuchskräfte fördern

Der VC Kanti hatte nach der Einführung der neuen Spielerinnenregel von vor zwei Jahren, wonach permanent zwei Schweizerinnen (oder LAS-Spielerinnen) auf dem Feld stehen müssen, Mühe, die Schweizer Positionen valabel zu besetzen. Heinz Looser und Sandro Poles hatten das Problem erkannt, vor allem auch dass der VC Kanti über längere Zeit zu wenig eigene Nachwuchstalente herausbrachte. Folgerichtig führten sie vor mehr als zwei Jahren ein Fünfjahresprojekt ein, das die Juniorinnen schneller und nachhaltiger an die Spitze heranführen soll – dies mit dem Ziel eines 1.-Liga-Teams. «Das läuft gut», sagt Sandro Poles, «das ist unser Weg, wie wir in Zukunft eigene Kräfte ans NLA-Niveau heranführen können. Erst mussten wir im Verein die Struktur dafür schaffen.» Das wirke sich nicht quantitativ aus, sondern qualitativ, indem wieder fünf- bis sechsmal pro Woche trainiert wird.

Gerade auch bei dieser Vernetzung sei es für den VC Kanti wichtig, dass mit Heinz Looser als Berater und Mentor weiterhin ein Fachmann zur Verfügung stehe, der die Materie kenne und der seit jeher viel Herzblut dafür vergiesse. Das wird hoffentlich noch lange so bleiben. «Damit schaffen wir die Basis für die Zukunft», so Sandro Poles.

Vorstand VC Kanti (Verein) seit 22. Juni: Sandro Poles, Präsident (neu); Alexandre Stotz, Kassier; Christian Ritzmann, Aktuar/Öffentlichkeitsarbeit; Jana Vollmer, Sekretariat; Mélanie Pauli (neu/für Matthias Lerch), Technische Kommission; Regula Schneble, Beisitzerin; Remo Tobler, Beisitzer (neu).

Heinz Looser Präsident Pallavolo Kanti GmbH
Geburtsdatum 18. August 1957.

Beruf Projektleiter bei der Implenia AG; bis 2014 eigene Firma Heinz Looser GmbH, Schaffhausen/ Pflästerungen; gegründet 1983.

Sport Fussballer (erste Mannschaft und Inter-Junioren beim FC Schaffhausen); später hobbymässig zum Volleyball gefunden.

Sportfunktionär 1985 in den Vorstand des VC Kanti gewählt als Vizepräsident; seit 1987 Präsident und seit dem 22. Juni Ehrenpräsident. Mit dem NLA-Aufstieg 1992 Gründung der Pallavolo Kanti GmbH, die seither den Profi- bereich organisiert und finanziert.


Sandro Poles Neuer Vereinspräsident VC Kanti

Geburtsdatum 14. September 1987.

Beruf Versicherungsbroker in der familieneigenen Poles & Partner AG, Versicherungstreuhand AG (Co-Geschäftsleiter).

Sport Tennis, Fussball beim VFC Neuhausen 90 und seit etwa sieben Jahren Volleyballer beim VBC Schaffhausen (momentan Libero im 2.-Liga-Team).

Sportfunktionär Vorstandsmitglied und Vizepräsident im Verein VC Kanti seit 2013; seit dem 22. Juni Vereinspräsident des VC Kanti und demnächst auch Geschäftsleitungsmitglied in der Pallavolo Kanti GmbH.

 
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Dienstag, 20. Juni 2017 - Der VC Kanti besetzt die Zuspielposition in der kommenden Saison mit der Amerikanerin Caila Stapleto

Der VC Kanti besetzt die Zuspielposition in der kommenden Saison mit der Amerikanerin Caila Stapleton.


Die 24-jährige Caila Stapleton, welche im Ausland bereits Erfahrung sammeln konnte, wechselt für die kommende Saison vom isländischen Erstligisten Knattspyrnufélag Akureyrar in die Munotstadt und besetzt
neben dem jungen Schweizer Talent Vivian Guyer die Zuspielposition.

Bei den Kantigirls will die 183 cm grosse Zuspielerin das Spielniveau hoch halten, die Teamkolleginnen zur harten Arbeit motivieren und für eine positive Energie sorgen. Dies ist ihr auch in ihrem Engagement beim ttspyrnufélag Akureyrar sehr gut gelungen, ihr Team hat es bis ins Finale geschafft und Caila wurde als beste Zuspielerin der isländischen Liga gewählt.

Caila Stapleton hat an der Universität in San Diego Kunst und Geschichte studiert und hat auch während ihrer Studienzeit stets zu den besten der Liga gezählt.

Caila Stapleton wird dem Team um Headcoach Nicki Neubauer ab Anfang September zum offiziellen Trainingsbeginn, vorbehältlich der Erteilung der notwendigen Arbeitsbewilligung, zur Verfügung stehen.
 
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Freitag, 26. Mai 2017 - Chantale Riddle beim VC Kanti unter Vertrag


Chantale Riddle beim VC Kanti unter Vertrag

Die 26-jährige Diagonal Spielerin wechselt vom TS Volley Düdingen auf die kommende Saison 2017/2018 zum VC Kanti Schaffhausen und folgt so ihrem Trainer Nicki Neubauer, der sie 2015 nach Düdingen geholt hat.


Die physisch starke Linkshänderin spielte vor ihrem Engagement in Düdingen (2015/2016 und 2016/2017) bereits beim finnischen Vizemeister LP Kangasala und war zuvor Leistungsträgern beim Universitätsteam von New Mexico.


Mit ihren 180 cm zählt Chantale Riddle nicht zu den grössten Spielerinnen, aber durch ihre unglaubliche Sprungkraft und vorbildliche Arbeitseinstellung ist sie unter der Leitung vom Nicki Neubauer zu einer Führungsspielerin geworden.

 
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Freitag, 12. Mai 2017 - Details zum Kanti-Kader


Details zum Kanti-Kader

Der VC Kanti verlängert mit Katerina Holaskova und Natalia Cukseeva und verpflichtet neue Spielerinnen.

Katerina Holaskova (links) und Natalia Cukseeva sind auch in der Saison 2017/2018 wieder für den VC Kanti am Ball. Bild Reinhard Standke

VOLLEYBALL Die Teambildung auf die NLA-Saison 2017/2018 läuft beim VC Kanti unter dem neuen Cheftrainer Nicki Neubauer auf Hochtouren. Neben den beiden Schweizer Nationalspielerinnen Elise Boillat und Vivian Guyer, die einen laufenden Vertrag für 2017/2018 haben, spielen auch Mittelblockerin Katerina Holaskova sowie Aussenangreiferin Natalia Cukseeva für eine weitere Saison beim Schaffhauser Traditionsclub. Das dienstälteste Mitglied im Kader, Angreiferin Chrissi Quade, muss sich einer erneuten Operation unterziehen und fällt für ein Jahr aus.

Dafür kehrt die Angriffsspielerin Anja Lutz, die schon in der Saison 2015/2016 beim VC Kanti spielte, auf die bevorstehende Saison zu den Schaffhauserinnen zurück. Ihr folgt auch ihre Schwester Nina. Die 27-jährige Mittelblockerin bringt NLA-Erfahrung aus ihrer Zeit beim Volley Toggenburg mit und spielte zuletzt beim NLB-Spitzenverein Aadorf. Beide Spielerinnen werden ab Anfang September zum Team stossen.

Nicht verlängern wird der VC Kanti die Verträge mit der chinesischen Angreiferin Yiting Cao, Passeuse Keylla Fabrino Ramos (BRA), Mittelblockerin Giulia Rigon (ITA) und den Liberospielerinnen Sandra Rojas Bacchi (ESP) sowie der Neuhauserin Lisa Leu. Noch offen ist somit unter anderm der Verbleib der Eigengewächse Monika Meier und Alexandra Schaber. (pd/R. Sta.)

 
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Samstag, 6. Mai 2017 - Zwei Kanti-Spielerinnen im Elite-Nationalteam


Zwei Kanti-Spielerinnen im Elite-Nationalteam

Elise Boillat und Viviane Guyer vom VC Kanti stehen im aktuellen Aufgebot für das Schweizer Nationalteam

Viviane Guyer (links) und Elise Boillat vom VC Kanti absolvieren das Programm mit dem A-Nationalteam. Bild Werner Schläpfer

Nationaltrainer Timo Lippuner startet in der kommenden Woche mit dem Schweizer Frauen-Nationalteam die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaftsqualifikation von Anfang Juni. Mit Elise Boillat und Viviane Guyer (beide Jahrgang 1998) sind nach längerer Zeit wieder zwei Spielerinnen des Schaffhauser NLA-Clubs VC Kanti im Aufgebot. Während Elise Boillat bereits die zweite Saison als Elite-Nationalspielerin in Angriff nimmt, wurde Viviane Guyer nach guten Leistungen gegen Ende der abgelaufenen Saison erstmals aufgeboten. Beide Akteurinnen gehörten zum 98+-Juniorinnen-Nationalteam, welches am Wevza Turnier von 2015 in Frankreich die Bronzemedaille gewonnen hat.

Kader 

Kompaktes Trainingsprogramm
Nach drei Trainingseinheiten, zweimal eine Woche in Magglingen und dazwischen vom 16. bis 21. Mai auch ein paar Tage in der BBC-Arena Schaffhausen, spielt das Schweizer A-Nationalteam in der Woche vom 24. bis 27. Mai Länderspiele gegen Schweden in Neuchâtel - Oron-la-Ville, bevor es nach Bulgarien zur WM-Qualifikation reist. In Sofia warten mit Bulgarien, Kosovo, Montenegro, Rumänien und der Türkei fünf starke Gegner. Interessant dürften die Partien gegen Bulgarien, Montenegro und Rumänien sein, haben die Schweizerinnen doch schon im letzten Jahr gegen diese Kontrahenten in der EM-Qualifikation gespielt, um zu sehen, ob das Team leistungsmässig zu diesen Gegnern aufgeschlossen hat.
2. WM Qualifikation Bulgarien Infos 

Zurück in der Schweiz geht es direkt nach Montreux zum Volley Masters. Die Teilnahme am Turnier vom 6.  bis 11. Juni vor heimischem Publikum ist sicherlich der Höhepunkt in dieser Saison. Den Organisatoren ist es wieder einmal gelungen, einige namhafte Nationalteams in die Schweiz zu holen. Für die Aesch- und Kanti-Spielerinnen im Team von Timo Lippuner gibt es am Genfersee Treffen mit ihren zukünftigen Clubtrainern Nicki Neubauer (VC Kanti Schaffhausen) und Andreas Vollmer (Aesch-Pfeffingen), beide sind in diesem Sommer beim deutschen Nationalteam als Assistenztrainer engagiert. Im Team Thailand steht die frühere Kanti-Zuspielerin Nootsara Tomkom, die mit Fenerbahce türkischer Meister geworden ist. Weiter sind China, Argentinien, Polen, Brasilien und Holland mit von der Partie.
Volley Masters Montreux Infos:

Der August steht dann für das Schweizer Nationalteam ganz im Zeichen der Universiade (vom 13. bis 31.  August) in Taipeh/Taiwan. (wschl)
Universiade Taipeh Infos

NATIONALTEAMS FRAUEN - PLANUNG AKTIVITÄTEN 2017

08.-14.05. Training Magglingen

16.-21.05. Training Schaffhausen

23.-24.05. Training Magglingen

24.-27.05. Matches vs. SWE Neuchâtel/Oron-la-Ville

30.05.-05.06. WM-Qualifikation / qualification au CHM  Sofia, BUL Pool C: BUL, KOS, MNE, ROU, SUI & TUR

05.-11.06. Montreux Volley Masters 6 14 Montreux

24.07.-02.08. Training Darfo Boario Terme, IT

04.08. Meeting Universiade Zürich

05.-12.08. Training Darfo Boario Terme, IT

13.-31.08. Universiade Taipei Jg / an. de naiss. 1989-1999

 
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Samstag, 22. April 2017 - Nach 1:3 in Köniz schliesst Kanti auf Rang acht ab


Nach 1:3 in Köniz schliesst Kanti auf Rang acht ab

Trotz einer lange ausgeglichenen Leistung konnte der VC Kanti in den Rangierungsspielen um Rang sieben gegen Köniz keine dritte Partie erzwingen.

 

Vivian Guyer zeigte in Köniz eine gute Leistung. Bild Werner Schläpfer

Gestern Abend ging für den VC Kanti mit einer 1:3 Niederlage bei Edelline Köniz die Saison 2016/2017 zu Ende. Die Bernerinnen entschieden die Best-of-3-Serie um NLA-Platz 7 mit dem Endstand von 2:0 für sich. Der VC Kanti musste somit mit Schlussrang acht vorliebnehmen, immerhin eine Position besser als zum Ende der letzten Saison.

Klein beigeben wollten die Schaffhauserinnen gestern allerdings nicht. Zunächst überraschte in der Berner Weissensteinhalle die Aufstellung beim VC Kanti, nahm doch die erste Passeuse Keylla Fabrino nur auf der Tribüne Platz. Der Grund dafür war gestern Abend zunächst nicht in Erfahrung zu bringen. Nicht im Liberoleibchen (sondern im Trikot einer normalen Feldspielerin) erschien Sandra Bacchi. Somit standen Vivian Guyer (Pass) und Lisa Leu (Libero) über die vier Sätze im Einsatz, dazu neben Holaskova, Cukseeva sowie Cao auch Rigon und Meier.

Kanti begann das Spiel mit gutem Service und wenigen Fehlern (8:2), fiel dann auf 16:20 zurück, gab den ersten Satz mit 24:26 ab. Mit einer kompakten Teamleistung erkämpften sich die Schaffhauserinnen dann mit 25:17 den Satzausgleich. Im dritten Abschnitt kamen die Gäste nach einem 5:12 Rückstand wieder heran, hatten jedoch nach dem 25:24 nicht die Nerven, um den Sack zuzumachen (26:28). Im vierten Satz war dann die Luft draussen. Trotz vielen ausgeglichenen Phasen im Spiel gelang Kanti der angestrebte zweite Saisonsieg gegen Köniz nicht, der eine dritte Partie am Sonntag bedeutet hätte. (wsch/R.Sta.)

Nationalliga A. Frauen. Play-offs. Klassierungsspiele. Rang 7 (Best of 3). 2. Runde: Köniz (7. der Qualifikation) - Kanti Schaffhausen (8.) 3:1 (26:24, 17:25, 28:26, 25:20); Endstand 2:0. - Weissenstein. - SR: Sanap/Enkerli. - VC Kanti: Guyer (Pass), Holaskova, Rigon, Cukseeva, Cao, Meier, Libero Leu; eingesetzt: Boillat, Quade, Schaber; nicht eingesetzt: Bacchi (normale Feldspielerin anstatt Libero); ohne Fabrino (auf Tribüne).

Bilder Werner Schläpfer

 
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Freitag, 21. April 2017 - Mentale Stärke ist der Unterschied


Mentale Stärke ist der Unterschied

Ein drittes Spiel gegen Volley Köniz erzwingen will der VC Kanti heute Abend in der zweiten Partie der Best-of-3-Runde um die NLA-Plätze 7 und 8. «Dies ist zumindest unser Plan», betont Kanti-Headcoach Teemu Oksanen. Die erste Begegnung hatten die Schaffhauserinnen am Ostersamstag daheim mit 0:3 verloren. «In den ersten und den dritten Satz sind wir gut gestartet, konnten es aber nicht durchziehen», so der Finne. «Am Ende gab es mental jeweils Aussetzer.» Dabei zieht sich die Problematik der mentalen Stabilität bei den Kanti-Spielerinnen bereits durch die ganze Saison. «Vom Level in den Trainings her sind wir stark genug, Köniz zu schlagen. Es hängt ­davon ab, ob die Spielerinnen kurz vor dem Saisonende mental eine starke Leistung abrufen können», sagt Coach Teemu Oksanen. Der einzige Sieg in den bislang vier Spielen dieser Saison 2016/17 war dem VC Kanti Anfang Fe­bruar daheim gelungen (3:1). Ob es am Sonntag ab 16.00 Uhr zu einer weiteren und entscheidenden Partie in der Berner Weissensteinhalle kommen wird, steht aber erst nach dem Ausgang des heutigen Spiels fest (19.30 Uhr).

Oksanens Zukunft ist noch offen

Zu seiner eigenen Zukunft in der Saison 2017/18 sagt der scheidende Coach Teemu Oksanen Folgendes: «Ich habe verschiedene Optionen bei Frauenclubs in der Schweiz, in Deutschland und sonst in Europa, aber es ist noch nichts fix.» Beim VC Kanti steht seit längerer Zeit schon fest, dass Nicki Neubauer (die letzten fünf Jahre bei Düdingen) Cheftrainer wird. Von 2009 bis 2012 war er beim VC Kanti schon Assistenztrainer. (R. Sta.)

 
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Dienstag, 18. April 2017 - Letztes Heimspiel ohne Happy End


Letztes Heimspiel ohne Happy End


Der VC Kanti 2016/17 verabschiedet sich mit einer Niederlage von seinem Publikum.

 

Monika Meier (links) und Elise Boillat denken beim Wechseln schon über den nächsten Spielzug der Gegnerinnen aus Köniz nach. Bild Werner Schläpfer

 

VON WERNER SCHLÄPFER

 

Wie schon oft in dieser zu Ende gehenden Saison zeigten die Schaffhauserinnen im ersten Spiel um Platz sieben gegen Edelline Köniz Höhen und Tiefen. Dabei begann das Team vom Teemu Oksanen stark. Gute Services setzten die Berner Kontrahentinnen unter Druck und brachten die verdiente 16:13-Führung im ersten Satz. In der zweiten technischen Auszeit fand Jean Charles Vergé-Dépré, der Interims-Headcoach der Könizerinnen, die richtigen Worte und brachte sein Team auf Erfolgskurs. Mit guten Serviceabnahmen kaufte sein Team dem Gegner den Schneid ab und kassierte nur noch drei Punkte bis zur 1:0-Führung (25:19). Der Satzverlust brachte die Einheimischen aus dem Tritt. Auch die Einwechslung von Vivian Guyer (Pass), Giulia Rigon, Elise Boillat und Natalia Cukseeva brachte im zweiten Abschnitt nicht die gewünschte Wende. Die Bernerinnen brachten den Satz sicher nach Hause.

 

Führung nicht heimgebracht

Wie ausgewechselt kamen die Schaffhauserinnen nach der Zehn-Minuten-Pause aufs Feld zurück. Gute Abnahmen ermöglichten es der jungen Zuspielerin Vivian Guyer, die Angreiferinnen ein ums andere Mal in Szene zu setzen. Es spielte zu dieser Zeit nur der VC Kanti, aber wie schon oft in dieser Spielzeit kam auch in diesem Satz das Break. Starke Aufschläge von Zoé Vergé-Dépré leiteten die Wende ein. Punkt für Punkt schmolz der Sechspunktevorsprung, bis bei 21:21 der Ausgleich Tatsache wurde. Nochmals legten die Munotstädterinnen vor, die letzten Punkte gelangen jedoch den Gästen zum 3:0-Sieg. Das zweite Spiel dieser Best-of-3-Serie folgt am nächsten Freitag in Bern, ein allfälliges drittes (bei 1:1) am Sonntag auch in Bern.

Bilder: Werner Schläpfer

VOLLEYBALL NLA. Frauen. Play-offs. Am Ostermontag. Final (Best of 5). 1. Runde: Aesch-Pfeffingen (2. der Qualifikation) - Volero Zürich (1.) 1:3 (17:25, 16:25, 25:20, 22:25); Stand 0:1. Löhrenacker. - 400 Zuschauer. - SR Enkerli/Rüegg. - Spieldauer: 81 (19, 19, 20, 23) Minuten. - Aesch: Von Piekartz (Passeuse), Vasileva, Garcia Duarte, Storck, Künzler, Smitalova, Deprati (Libero); Sulser, Wenger. - Volero: Zivkovic (Passeuse), Schottroff, Rychljuk, Mammadowa, Akinradewo, Unternährer, Popovic (Libero); Costa, Rabadzhieva. - Aesch-Pfeffingen ohne Ennok (verletzt), Volero Zürich ohne Fabiola (verletzt), Karadayi und Orlowa (beide überzählig). – 2. Runde. Mittwoch, 19. April: Volero Zürich - Aesch-Pfeffingen (19.30). Klassierungsspiele (Best of 3). 1. Runde. Rang 3: Düdingen (5.) - Franches-Montagnes (3.) 3:0 (25:15, 25:14, 25:20): Stand 1:0. – Rang 5: Cheseaux (6.) - Neuchâtel UC (4.) 1:3 (17:25, 27:25, 20:25, 15:25); Stand 0:1. – Rang 7 (Best of 3). 1. Runde: VC Kanti Schaffhausen (8. der Qualifikation) - Köniz (7.) 0:3 (19:25, 20:25, 23:25); Stand 0:1. - BBC Arena. - VC Kanti: Fabrino Ramos (Pass), Meier, Quade, Holaskova, Schaber, Cao, Libero Rojas Bacchi; eingewechselt Guyer, Rigon, Boillat. Cukseeva nicht eingesetzt.Leu - Köniz: Salkute, Schauss, Hronova, Guncheva, Vergé-Dépré, Schaus, Marolf, Eingewechselt Belloti nicht eingesetzt: Ackermann, Daramola, Maurer. - 2. Spiel am Freitag, 21. April, 19.30 Uhr (Weissenstein Bern). NLA. Männer. Play-off-Final (Best of 5). 1. Runde: Amriswil (1. der Qualifikation) - Näfels (3.) 3:1 (18:25, 25:17, 25:13, 25:22); Stand 1:0. Tellenfeld. - 1021 Zuschauer. - SR Wolf/Wiederkehr. - Spieldauer: 99 Minuten. - Amriswil: Howatson (Passeur), Fellay, Van Berkel, Steigmeier, Prével, Ljubicic, Daniel (Libero); Stiel, Baghdady, Brändli. - Näfels: Gygli (Passeur), Radomski, Ehrat, Martinez Roa, Fort, Walzer, Sutter (Libero); Vukasinovic, Giger, Wunderle. – Um Rang 3: Lausanne UC (4.) - Schönenwerd (2.) 1:3; Stand 0:1.


 

 
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Samstag, 15. April 2017 - Gratiseintritt zum Auftakt der Spiele um Rang sieben


Gratiseintritt zum Auftakt der Spiele um Rang sieben

Kämpften der VC Kanti und ­Köniz vor Jahren noch als Spitzenteams um die vorderen Ränge in der NLA, treffen die beiden Clubs ab heute in der Best-of-3-Serie um den 7./8. Rang der Saison 2016/17 aufeinander.

Die Schaffhauserinnen zogen als Verlierer der Ausmarchung 1 um die Ränge 5 bis 8 gegen Neuenburg UC in diese Runde ein. Die Bernerinnen unterlagen (mit einigen verletzten Spielerinnen als Handicap) mit 1:2 in der gleichen Runde gegen den VBC Cheseaux. So musste Coach Jean-Charles Vergé-Dépré, der Vater von Talent Zoé Vergé-Dépré und Beachvolleyballerin Anouk (neue Partnerin von Olympiateilnehmerin und Ex-Kantispielerin Joana Heidrich), auf Xenia Staffelbach, Céline Ackermann und Mirtha Correa verzichten. Trainer Vergé-Dépré war Ende März als Nachfolger für Luca Tarantini, der Presseberichten zufolge wegen Unstimmigkeiten um die Vertragsauflösung gebeten hatte, eingesprungen.

Letztes Heimspiel mit Oksanen

Der VC Kanti, der die vorherige Saison auf Rang 9 beendet hatte, wird die diesjährige Spielzeit leicht verbessert auf dem 7. oder dem 8. Rang abschliessen können. Der Auftakt der Rangierungsspiele findet mit Gratiseintritt (dank der Bauunternehmung Gloor AG) heute ab 15.30 Uhr in der BBC-Arena statt. Diese Partie ist gleichzeitig das letzte Heimspiel mit Coach Teemu Oksanen, der im Dezember nach dem Rückzug von Mélanie Pauli vom Assistenzposten auf den Chefsessel rückte. Unter dem zukünftigen Headcoach Nicki Neubauer wird der Finne nicht weiter bei Kanti tätig sein und war zuletzt in Kontakt mit einigen Clubs in Westeuropa. Die allenfalls zwei weiteren Spiele gegen Köniz finden in Bern statt: die zweite Begegnung am nächsten Freitag (21. April, 19.30 Uhr), in der Weissen­steinhalle und ein allfälliges drittes Spiel dann am Sonntag (23. April, 16 Uhr). (R. Sta.)

 
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Montag, 10. April 2017 - Wie gehabt:


Wie gehabt: Der VC Kanti kehrt mit Niederlage aus Neuenburg zurück

Trotz einer Leistungssteigerung und dem ersten Satzgewinn gegen Viteos NUC in dieser Saison kann der VC Kanti auch im fünften Aufeinandertreffen  keine Punkte holen.

Angriffslustig: Kanti-Spielerin Natalia Cukseeva (links) kämpft gegen den Neuenburgblock um die Spielerinnen Carole Trösch und Mandy Wigger. Bild Werner Schläpfer

VON WERNER SCHLÄPFER, NEUENBURG

In Neuenburg erwischten die Schaffhauserinnen keinen allzu guten Start. 4:7 hiess es, als mit Keylla Fabrino Ramos starken Services die Wende zum 13:7 gelang. Dank einer guten Teamleistung und starken Aufschlägen brachten die Gäste den Vorsprung zum unerwarteten Satzgewinn nach Hause. Die Hoffnung auf eine Überraschung in dieser Partie zerstörten die Neuenburgerinnen im zweiten Umgang umgehend. Gegen die Services von Elizabeth Campbell und Martina Halter offenbarte die Kanti-Annahme extreme Mühe. Etwas besser lief es nach der Pause, aber nach dem ersten technischen Time-out legten die Einheimischen zu. Der Sieben-Punkte- Vorsprung schmolz zwar nochmals auf drei Punkte zusammen. Im Endspurt liess Viteos jedoch nichts anbrennen.

Spiel an Ostern gegen Köniz

Bei 22:22 war in einem sehr intensiven und ausgeglichenen vierten Satz, in dem sich das Team von Trainer Teemu Oksanen nochmals von der kämpferischen Seite zeigte, noch jeder Ausgang möglich. Das bessere Ende behielt aber letztlich das Team von Neuenburg UC wiederum für sich. Noch ist die Saison nicht zu Ende, am Ostersamstag (15.30 Uhr, BBCArena) geht es in der Best-of-3-Serie gegen Köniz noch um den 7. Rang.

Bilder Werner Schläpfer

VOLLEYBALL Nationalliga A. Frauen. Play-off. Halbfinals (best of 3). 1. Runde: Volero Zürich (1. der Qualifikation) - Düdingen (5.) 3:0 (25:16, 25:13, 25:16); Stand 1:0. – 2. Runde: Aesch-Pfeffingen (2.) - Franches-Montagnes (3.) 3:1 (25:13, 25:20, 25:27, 25:15); Endstand 2:0. – Am Sonntag. 2. Runde: Düdingen - Volero Zürich 0:3 (12:25, 13:25, 12:25). Ränge 5-8 (Best of 3). 2. Runde: Neuchâtel UC (4.) - VC Kanti SH (8.) 3:1 (22:25, 25:16, 25:21, 25:22); Endstand 2:0. Halle des sports de la Riveraine. - 61 Spielminuten – VC Kanti: Fabrino Ramos (Pass), Holaskova, Boillat, Cukseeva, Schaber, Yiting Cao, Libero Rojas Bacchi; eingewechselt Leu, Meier, Rigon, Guyer. - NUC: Halter, Reesor, Dalliard, Wigger, Bugg, Troesch, Campbell, eingewechselt Bulliard, Gudenkauf, Chrtianska, Girard. – Cheseaux (6.) - Köniz (7.) 3:2 (25:23, 20:25, 26:24, 20:25, 27:25); Stand 1:1. – Am Sonntag (3. Runde): Cheseaux - Köniz 3:1 (14:25, 25:21, 25:18, 25:20). Das Programm. Final (Best of 5; 17., 19. und 26. sowie ev. 28. und 30. April): Volero Zürich - Aesch-Pfeffingen. – Klassierungsspiele (best of 3; 15./17. und 22. sowie ev. 23. 4.). Rang 3: Düdingen - Franches-Montagnes – Rang 5: Neuchâtel UC - Cheseaux. – Rang 7: Köniz - VC Kanti SH. NLA. Männer. Playoffs. Halbfinals (Best of 3). 2. Runde: Amriswil (1. der Qualifikation) - Lausanne UC (4.) 3:1 (25:20, 21:25, 25:21, 25:22); Endstand 2:0. Schönenwerd (2.) - Näfels (3.) 2:3 (26:24, 25:22, 16:25, 18:25, 12:15); Endstand 0:2. – Final (Best of 5): Amriswil - Näfels.

 
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Samstag, 8. April 2017 - Vor schwieriger Aufgabe in Neuenburg


Vor schwieriger Aufgabe in Neuenburg

Für den VC Kanti steht heute in Neuenburg die 2. Runde in den Halbfinals um die Plätze 5 bis 8 an. Nach dem erneuten 0:3 vom Mittwoch, der fünften Niederlage in dieser Saison gegen NUC, bräuchten die Schaffhauserinnen einen Sieg, um ein weiteres Spiel am Sonntag zu erzwingen (wieder­um um 17.30 Uhr in Neuenburg) und sich so die Teilnahme an der Best-of-3-Serie um die Ränge 5/6 zu offen zu halten. Eine weitere Niederlage brächte die Munotstädterinnen in eine Serie um Platz 7/8, die am Ostersamstag gegen den Verlierer der Serie zwischen Cheseaux und Köniz (Stand 0:1) losgeht. Zu Hause gegen NUC stand Kanti vor drei Tagen im dritten Satz noch nie so nahe vor einem Satzgewinn gegen diesen Gegner in dieser Saison. Doch durch die zu grosse Fehlerquote vergab das Team von Trainer Oksanen die Chance. Ob den Schaffhauserinnen nun heute auswärts vor der lautstarken Kulisse in Neuenburg ein Break gelingen kann, bleibt abzuwarten. (R.Sta.)

 
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Donnerstag, 6. April 2017 - Der VC Kanti vergibt im Heimspiel die Siegeschance gegen Neuenburg


Der VC Kanti vergibt im Heimspiel die Siegeschance gegen Neuenburg

Der VC Kanti startet mit einer Niederlage in die Play-off-Halbfinals der Rangierungsspiele um die Ränge 5 bis 8. 

Die Kanti-Spielerinnen (r.) verloren die Partie gegen NUC. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE
Zerknirscht sass Kanti-Cheftrainer Teemu Oksanen nach den 75 Spielminuten gegen Neuenburg UC auf der Teambank und starrte auf den Laptop, der die Statistik der drei soeben gespielten Sätze anzeigte. Sein Team hatte (unter den Augen des zukünftigen Chefcoachs Nicki Neubauer) eine weitere 0:3-Niederlage, die insgesamt fünfte in dieser Saison gegen Neuenburg UC, bezogen. «Wir haben Satz zwei und drei durch dumme Fehler abgegeben», klagte Oksanen zu Recht. Nun liegt der VC Kanti in der Best-of-3-Serie in den Play-off-Halb­finals der Rangierungsspiele um die Plätze 5 bis 8 im Hintertreffen.

Dennoch unterschied sich das gestrige Spiel von den vier vorhergehenden, dies ab Satz zwei. Im ersten Abschnitt agierten die Gäste im Angriff effizienter, in der Blockarbeit und der Verteidigung sicherer, machten aber wie Kanti einige Fehler. In den zweiten Satz startete Kanti kämpferischer und setzte die Defensive der Gäste unter Druck. Danach brachen die Schaffhauserinnen jedoch ein, kassierten zwei Serviceserien und fielen von 8:8 auf 10:19 zurück. Trainer Oksanen versuchte es mit vielen Wechseln (Leu für Cao, Quade für Boillat und Meier für Holaskova sowie Rigon für Schaber). Sein Team vermochte gegen die nun unkonzentrierten Neuenburger näher zu kommen, gab aber auch diesen Satz mit 20:25 ab.

So, als ob sie ihre Chance doch noch nutzen wollten, starteten die Munot­städterinnen in den dritten Satz und zeigten das Spiel, welches sich Trainer Oksanen vorgestellt hatte. Erfolgreich im Angriff, gut in Abnahme und Verteidigung, während Neuenburg nachliess. Und prompt führte das Heimteam mit 15:9. Danach fingen sich die Gäste, die Fehlerquote bei Kanti stieg. Nach dem 21:16 sorgten neben den Neuenburger Angriffen unter anderem auch drei Fehler von Yiting Cao (der ansonsten gestern erfolgreichsten Kanti-Angreiferin) dafür, dass mit 21:23 die Schaffhauser Chancen dahinschmolzen. Quade kam für Cao, Kanti konnte zwei Matchbälle abwehren und noch ausgleichen. Zwei Punkte der bei den Gästen besten Scorerinnen Campell und Reesor besiegten das Kanti-Schicksal (24:26). Nur wenn Kanti das konzentrierte Spiel vom dritten Satzbeginn am Samstag in Neuenburg über den gesamten Match abrufen kann, ist ein Ausgleich in der Serie und ein drittes Spiel am Sonntag möglich.

Bilder: Werner Schläpfer

In der zweiten Halbfinalbegegnung legte Köniz gegen Cheseaux mit 3:0 vor.

NLA, Play-off-Halbfinals Rangierungsspiele 5.-8. (best of 3), 1. Runde: NLA. Frauen. Play-offs/um Plätze 5 bis 8 (best of 3; 1. Runde). Kanti Schaffhausen (8. der Qualifikation) - Neuchâtel UC (4.) 0:3 (20:25, 20:25, 24:26); Stand 0:1. - BBC-Arena. - 360 Zuschauer. - SR: Wüthrich/Hefti. - Spieldauer: 23, 25, 27 = 75 Minuten. - VC Kanti: Fabrino (Pass1; Punkt, 0 Fehler), Holaskova (5/2), Boillat (3/1), Cukseeva (11/7), Schaber (1/2), Cao (16/11), Libero Bacchi (0/1); eingewechselt: Leu, Quade (3/1), Meier (0/2), Ragon (0/1); ohne: Guyer (erkrankt). - Neuenburg UC: Bugg (Pass, 7/4), Reesor (11/3), Wigger (3/3), Halter (5/4), C. Trösch (5/2), Campell (17/6), Libero Dalliard; eingewechselt: Chrtianska (0/1). - 2. Runde am Samstag, 8. April, 17.30 Uhr in Neuenburg. – Weiteres Spiel: Köniz - Cheseaux 3:0 (25:19, 25:12, 25:19); Stand 1:0. – Heute. Halbfinals (best of 3). 1. Runde: Franches-Montagnes (3.) - Aesch-Pfeffingen (2./20.00).

Europacup. Frauen. Champions League. Viertelfinals. Rückspiele: Vakifbank Istanbul - Volero Zürich 3:1 (22:25, 25:21, 25:16, 25:22); Hinspiel 3:1. - 2000 Zuschauer. - SR Nastase/Van Gompel (ROU/NED). - Spieldauer: 108 (29, 28, 25, 26) Minuten.- Volero Zürich: Zivkovic (Passeuse/8), Rabadzhieva (10), Rychljuk (18), Carcaces Opon (13), Orlowa (9), Akinradewo (6), Popovic (Libera); Mari Paraiba. - Bemerkungen: Volero Zürich ohne Fabiola (verletzt), Mammadowa, Malkowa, Karadayi und Unternährer (alle nicht eingesetzt). – Weiteres Resultat: Dynamo Moskau - Modena (ITA) 3:0 (25:20,25:19,25:21); 3:0. – Halbfinals (am 22. April in Treviso/ITA): Dynamo Moskau - Conegliano (ITA), Vakifbank Istanbul - Eczacibasi Istanbul.

 
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Mittwoch, 5. April 2017 - VC Kanti nimmt Herausforderung gegen NUC an


VC Kanti nimmt Herausforderung gegen NUC an

Play-off um Ränge 5 bis 8 

Im ersten Match der Playoffs um die Ränge 5 bis 8 trifft der VC Kanti heute Abend (19.30 Uhr, BBC Arena) auf Neuenburg UC. Der Sieger dieser Best-of-3-Serie spielt in der letzten Runde der Saison dann gegen Köniz oder Cheseaux um die Plätze 5 und 6, die Verlierer um die Ränge 7 und 8. 

In den bisherigen vier Spielen der Saison gegen Neuenburg war Kanti ­jeweils klar mit 0:3 unterlegen (dreimal in der NLA, dazu im Cup-Viertelfinal). Der letzte Sieg in der NLA über NUC liegt sogar über drei Jahre zurück (3:0 Heimsieg am 9. März 2014). «Bisher hatten wir gegen NUC in allen Belangen keine guten Spiele gezeigt, wir haben nicht auf unserem Level gespielt», so Kanti-Cheftrainer Teemu Oksanen. «Wir müssen im Block/Defensespiel Mittel gegen ihre Angriffe finden». Wenn Kanti eine starke Leistung abrufen könne, sieht Oksanen eine Chance für sein Team. Bei einem weiteren mittelmässigen Spiel bliebe das Ergebnis wie sonst schon in dieser Saison. Das zweite der Best-of-3-Spiele findet dann am kommenden Samstag um 17.30 Uhr in Neuenburg statt, sollten danach keine Sieger feststehen, käme es 24 Stunden später wiederum in Neuenburg zum Entscheidungsspiel. 

Im Kantiteam kränkelte Vivian Guyer am Dienstag leicht. Chrissi Quade ist nach ihrer Knieverletzung weiterhin nicht auf 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit, kann aber eingesetzt oder eingewechselt werden. Um möglicherweise zu Hause vorzulegen, hofft Trainer Oksanen auf grosse ­Zuschauerunterstützung. «Wie benötigen heute alle unsere Supporter», ruft er die Fans zum Besuch des vorletzten Heimspiels der Saison auf. 

Während die vorletzte Runde in der unteren Tabellenhälfte heute beginnt, finden die ersten Partien der Halbfinalspiele ab morgen statt: Franches-Montagnes gegen Aesch-Pfeffingen und ­Volero Zürich gegen Düdingen. (R. Sta

 
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Montag, 27. März 2017 - Eine erduldete Niederlage


Eine erduldete Niederlage
 

Kanti-Passeuse Vivian Guyer (Nummer 10) voll fokussiert auf den Ball. Bild W. Schläpfer

Das Spiel begann nicht gut für Kanti. Da ein Abnahmefehler, hier ein Angriffsfehler – und schon führte Volero mit 6:3. Die Zürcherinnen, die müde wirkten, zeigten sich im weiteren Verlauf etwas unkonzentriert, was Kanti beim ersten Time-out zum Ausgleich nutzte. Anschliessend legte der Ligakrösus wieder fünf Punkte vor. Beim Stand von 18:14 versuchte Teemu Oksanen mit Wechseln seinem Team neue Impulse zu verschaffe – ohne Erfolg. Die gut 200 Zuschauer im Birch erlebten im weiteren Verlauf eine Partie, bei der Kanti nicht mehr an einen Sieg glaubte und die Limmatstädterinnen gerade mal das Nötigste taten.

Nächster Gegner Viteos NUC

Neu-Kanti-Trainer Nicki Neubauer blieb mit Düdingen auch im zweiten Viertelfinalspiel gegen NUC mit 3:2 siegreich und qualifiziert sich damit für die Halbfinals gegen Volero Zürich. Die Neuenburgerinnen, bei denen Trainer Silvan Zindel bis 2018 verlängerte, spielen nun gegen Kanti Schaffhausen um Platz 5. (wsp)

NLA Frauen. Play-off-Viertelfinal (Best of 3). 2. Runde: Kanti - Volero 3:0 (25:20, 25:11, 25:9). Im Birch. - 61 Spielminuten – VC Kanti: Fabrino Ramos (Pass), Holaskova, Maier, Cukseeva, Schaber, Yiting Cao, Libero Rojas Bacchi; eingewechselt Leu, Boillat, Rigon, Guyer. - Volero: Zivkovic (Pass), Schottroff, Unternährer, Rykhliuk, Carcaces, Akinradewo, Libero Karadayi; eingewechselt Lengweiler.

Weitere Resultate. Viertelfinals: Volero - Kanti I 3:0 (25:20, 25:11, 25:9). Kanti - Volero 0:3 (25:27, 15:25, 11:25). Köniz - Aesch Pfeffingen 0:3. Pfeffingen - Köniz 3:1. Cheseaux - Hôtel Cristal 0:3. Hôtel Cristal - VBC Cheseaux 3:2. Viteos NUC - Düdingen I 2:3. Düdingen - Viteos NUC I 3:2. – Halb- finals: Volero - Düdingen. SM’Aesch Pfeffingen - Hôtel Cristal. – Spiel um Platz 5: Viteos NUC - Kanti. Cheseaux - Köniz.

Playout. 2. Runde: Lugano (9.) - Luzern (10.) 3:0 (25:12, 25:20, 25:23); Endstand 2:0. - Lugano bleibt in der NLA; Luzern zieht sich Ende Saison in die NLB zurück.

Bilder Werner Schläpfer

 
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Samstag, 25. März 2017 - Schon wieder gegen Volero Zürich


Schon wieder gegen Volero Zürich

Zum Rückspiel in den Play-off-Achtelfinals tritt der VC Kanti heute um 19 Uhr in Oerlikon gegen Volero Zürich an. Innerhalb von gut zwei Wochen treffen die beiden Teams somit zum dritten Mal aufeinander (die erste Begegnung noch in der Qualifikationsrunde). In den bisherigen Partien war dem VC Kanti jeweils ein guter Start gelungen, verlor aber jeweils. «Wir spielten gut und hatten die Chance zum Satzgewinn, wir haben diesen nicht aus der Hand gegeben, sondern Volero hat zum Schluss mehr gepunktet», erinnert sich Kantitrainer Teemu Oksanen, der vor dem dritten Spiel in Folge meint: «Wir müssen fokussiert bleiben.» Grosse Neuigkeiten gibt es beim VC Kanti nicht. Chrissi Quade macht nach ihrer Knieverletzung Fortschritte, möglicherweise kommt sie in Zürich wieder zu einem Teileinsatz. «Eine Prognose für den Verlauf des Spiels abzugeben, ist schwierig, dies hängt auch davon ab, mit welcher Aufstellung Volero antritt», so Oksanen. Denn Volero stand vorgestern in der Champions League im Einsatz. Dies unter den Augen des nächsten Gegners – des VC Kanti.

Wichtiger als der heutige Match ist für Trainer Oksanen dann der 5. April. Dann steht das Heimspiel in der nächsten Play-off-Runde, in der es um den Einzug in die Spiele um Rang 5/6 beziehungsweise 7/8 geht, an. Der Gegner wird Neuenburg oder Düdingen (mit dem künftigen Kanticoach Nicki Neubauer) sein.

Andi Vollmer verlässt Münster

Paukenschlag beim Frauen-Bundesligisten USC Münster: Nicht einmal 24 Stunden nach dem Ausscheiden im Play-off-Viertelfinale gegen Titelkandidat MTV Stuttgart gab der Club Mitte der Woche die Trennung von Cheftrainer Andreas Vollmer (früher VC Kanti) zum 30. Juni bekannt. Der 50-Jährige hatte sein Engagement in Münster vor zwei Jahren angetreten, sein Vertrag war ursprünglich bis zum Ende der Saison 2017/18 datiert. USC-Präsident Jörg Adler betonte, dass die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen worden sei. Über die Hintergründe der Trennung schwiegen sich der Vorstand und der Coach aus. Das Verhältnis zwischen Team und Trainer sei aber wohl nicht mehr das beste gewesen, war in den «Westfälischen Nachrichten» nachzulesen. (R. Sta./r.)

 
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Sonntag, 19. März 2017 - VC Kanti kommt Satzgewinn nahe


VC Kanti kommt Satzgewinn nahe

Im ersten Spiel der Play-off-Viertelfinalserie gegen Volero Zürich verlor der VC Kanti 0:3. 

Die Topskorerin des VC Kanti, Katerina Holaskova, erhielt von Brigita Turkalj (r.) von der Mobiliar-Generalagentur Schaffhausen (mit Tochter Ana, U-13-Juniorin bei Kanti) den Check über 5570 Franken; links Kanti-Vizepräsident Sandro Poles. Bild Werner Schläpfer

Obschon die Schaffhauserinnen am Schluss gegen die Serienmeisterinnen aus Zürich als klare ­Verliererinnen vom Platz gingen, hatten sie doch ein Erfolgserlebnis im ersten Satz nur knapp verpasst. Zuerst glichen sie gegen ein eher träges Volero-Team zum 20:20 aus und legten mit einem Blockpunkt von Katerina Holaskova zum 21:20 gleich nach. Alexandra Schaber trug dann mit zwei guten Services ihren Part zur 23:20-Führung bei. Die Zürcherinnen gaben den Startsatz jedoch nicht verloren und kamen ihrerseits zu vier Punkten in Folge. Bei 23:24, dem ersten Satzball für die Gäste, wechselte Kantitrainer Teemu Oksanen Lisa Leu für Natalia Cukseeva ein. Danach gelang das 24:24, und die brasilianische Zuspielerin Keylla Fabrino Ramos holte mit einem Servicewinner bei 25:24 den ersten (und einzigen) Satzball für den in dieser Phase sehr starken VC Kanti. Volero war kurz in Verlegenheit. In der Folge machten sie den Sack bis zum 25:27 zu. Im zweiten und dritten Satz (15:25, 11:25) liessen die Gäste dann nichts mehr anbrennen. (wschl/r.)

NLA Frauen. Play-off-Viertelfinal (best of 3), 1. Runde: VC Kanti Schaffhausen - Volero Zürich 0:3 (25:27, 15:25, 11:25). BBC-Arena. - 286 Zuschauer. - SR Sieber Marcel/Rüegg Laura. - Spieldauer: 70 Minuten. - VC Kanti: Fabrino Ramos (Pass), Holaskova, Boillat, Cukseeva, Schaber, Yiting Cao, Libero Rojas Bacchi; eingewechselt Leu (2. und 3. Satz). - Volero: Almeida de Souza (Pass), Schottroff, Unternährer, Rykhliuk, Carcaces, Akinradewo, Libero Popovic; eingewechselt Zivkovic. – 2. Spiel: Samstag, 25.3., 19.00 Uhr im Birch.

Mobiliar-Topskorerin Katerina Holaskova geehrt

Katerina Holaskova ist die Mobiliar-Topskorerin des VC Kanti Schaffhausen der Saison 2016/17. Die Tschechin hat sich nach Abschluss der NLA-Qualifikation mit 333 Punkten den Titel der Topskorerin innerhalb des Kantiteams gesichert. Anlässlich des gestrigen ersten Play-off-Heimspiels gegen Volero durfte sie von der Repräsentantin der Mobiliar-Generalagentur Schaffhausen einen Check im Wert von 5570 Franken für die Nachwuchsförderung in ihrem Club entgegennehmen.

Seit vier Jahren vergibt die Mobiliar in den vier Hallensportarten Basketball, Handball, Unihockey und Volleyball die Auszeichnung des Mobiliar-Topskorers. Wer am Ende der Qualifikationsphase an der Spitze liegt, wird Topskorer des jeweiligen Teams. Die Punktezahlen bestimmen, wie viel die entsprechenden Clubs von den 400 000 Franken erhalten, welche die Mobiliar pro Saison im Rahmen ihres Engagements für die Nachwuchsförderung im Hallensport zur Verfügung stellt. (pd.)

Bilder Werner Schläpfer 
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Freitag, 17. März 2017 - Die vom VC Kanti ersehnten Play-off-Spiele beginnen


Die vom VC Kanti ersehnten Play-off-Spiele beginnen

Im ersten Spiel der Best-of-3- Play-off-Viertelfinals empfängt der VC Kanti heute Volero Zürich. 

Die Zürcher Diagonalangreiferin Olesia Rykhliuk bei einem Angriff gegen den Kantiblock mit Holaskova/Cao (16). Bild R. Sta.

VON REINHARD STANDKE

Lange, lange hat der VC Kanti um die als Saisonziel gesetzte Teilnahme an den Play-offs zittern müssen. Nach dem Sieg zu Saisonbeginn folgten neun Niederlage in Serie.

Der zweite Saisonsieg sollte erst Anfang Dezember, der dritte Anfang Januar dann unter dem neuen Cheftrainer Teemu Oksanen folgen. Danach sammelte Kanti mehr und mehr Punkte, konnte sich Anfang Februar auf Rang acht festsetzen und sich noch die Teilnahme an den Spielen der Top-8-Teams sichern.

Hier treffen die Schaffhauserinnen in den Viertelfinals bereits wieder auf den Serienmeister und Pokalsieger Volero Zürich, bei dem sie erst am letzten Sonntag hatten antreten müssen. Das erste Spiel heute Abend (19.30 Uhr) wird in der BBC-Arena ausgetragen, die Fortsetzung der Best-of-3-Serie findet in Oerlikon statt. Der zweite Durchgang ist für den folgenden Samstag (25. März) angesetzt. Zur dritten Partie einen Tag später wird es wohl kaum kommen.

Gab Kantitrainer Oksanen vor fünf Tagen einigen Spielerinnen, die sonst nicht so viel zum Einsatz kommen, viel Spielzeit, kann er nun die Begegnungen gegen Volero Zürich zum Einspielen für die anschliessenden Partien nutzen. Denn auch nach dem zu erwartenden Aus gegen die Zürcherinnen ist für den VC Kanti die Saison 2016/2017 noch nicht zu Ende. Die Verlierer der Viertelfinals spielen bis nach Ostern in zwei weiteren Best-of-3-Runden die Ränge 5 bis 8 der NLA-Schweizer-Meisterschaft untereinander aus.

 
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Montag, 13. März 2017 - VC Kanti hatte gegen Neuenburg keine Chance und bleibt Achter


VC Kanti hatte gegen Neuenburg keine Chance und bleibt Achter

Im letzten Heimspiel der Qualifikationsrunde resultierte für die Schaffhauserinnen gegen ein starkes Neuenburg UC ein klares 0:3.

 

Mit Sorge beobachtet der Kanti-Trainer Teemu Oksanen (hinten) seine Abwehr – hier nimmt Libera Sandra Rojas Bacchi (7) einen Neuenburger Ball ab. Bild Werner Schläpfer

Einen kleinen Funken Hoffnung, von Platz 8 wegzukommen, hatten der VC Kanti und seine 324 Zuschauer in der BBC-Arena noch gehabt, als er am Samstag gegen Neuenburg antrat. Die Gäste gaben sich weniger als 48 Stunden nach ihrem Europacupspiel in Schwerin (0:3) indes keine Blösse. Vom ersten Ball an präsentierte sich das Team von Silvan Zindel hoch motiviert. Die Schaffhauserinnen hatten im ersten Satz Mühe, ins Spiel zu finden. Bei 6:11 nahm Trainer Teemu Oksanen sein erstes Time-out, doch das brachte wie auch jenes bei 12:19 keine Wende. Die zwei starken NUC-Skorerinnen, die Kanadierin Michaela Reesor (total 15 Punkte) und Elizabeth Campbelll (USA/14), waren kaum zu bremsen. Und auf Kanti-Seite brauchte die Chinesin Yiting Cao einen Satz lang – und den Wechsel durch Chrissie Quade, die aber bald wieder verletzt hin­ausmusste –, um die Bälle auf den Boden zu bringen. Auch Topskorerin Holaskova und Cukseeva kamen spät auf Touren, sodass die Sätze 1 und 2 mit 18:25 und 16:25 im Nu weg waren. Im dritten Abschnitt lief es bis zum 17:17 etwas besser, aber NUC steigerte sich im entscheidenden Moment und brachte mit seinem Tempospiel die drei Punkte sicher nach Hause. (hcs.)   Bilder Werner Schläpfer

Gegen Volero 0:3-Niederlage nach gutem Start

Beim letzten Spiel der NLA-Qualifikationsrunde überraschte der VC Kanti den Gegner Volero zunächst mit der Aufstellung und mit gutem Spiel. Trainer Oksanen gönnte Passeuse Fabrino, aber auch Schaber, Meier und Libero Bacchi nach dem Samstagseinsatz eine Pause. Dafür erhielten Vivian Guyer, Giulia Rigon, Elise Boillat und Lisa Leu drei Sätze Einsatzzeit. Kanti begann mit starkem Service, gutem Block, guter Verteidigung und lag mit 9:5 und 15:14 in Führung. Gegen einen Satzerfolg von Kanti sprach dann aber die Fehlerquote, die mit 6:12 zugunsten der Gastgeberinnen ausfiel. Nach dem 25:22 vermochte sich Volero in den weiteren Sätzen zu steigern und kam mit 25:13 und 25:17 zu einem klaren Sieg. «Ich hoffe, wir konnten aus dem Spiel etwas lernen, was wir in den Play-off-Spielen nutzen können», so Trainer Teemu Oksaenen. Im Play-off-Achtelfinals (Best of 3) trifft Kanti nun wiederum auf Volero. Das erste Spiel findet am nächsten Freitag, 17. März, (19.30 Uhr, BBC Arena) statt, die Fortsetzung folgt auswärts am 25./26. März. Für den VC Kanti dürfte es anschliessend in zwei Platzierungsrunden um die Plätze 5 bis 8 weitergehen. (R.Sta.)

Bilder Werner Schläpfer

 
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Freitag, 10. März 2017 - VC Kanti will seine Chance gegen Neuenburg nutzen


VC Kanti will seine Chance gegen Neuenburg nutzen

Mit einer Doppelrunde wird am Wochenende die NLA-Qualifikationsphase abgeschlossen.

Nach 25 Spieltagen liegt der VC Kanti punktgleich hinter Köniz und Cheseaux auf Rang acht. Die Bernerinnen haben mit den beiden Auswärtsspielen in Lugano (Samstag) und Cheseaux (Sonntag) das vermeintlich leichteste Programm. Morgen müssen die Westschweizerinnen gegen den Zweiten Aesch antreten. Kanti empfängt morgen (17.30 Uhr, BBC-Arena) Neuenburg (4.) und spielt am Sonntag auswärts beim Leader Volero.

In den bisherigen drei Begegnungen gegen Neuenburg (zuletzt Ende Januar im Cup-Viertelfinal) zeigten die Schaffhauserinnen nicht wirklich überzeugenden Leistungen, konnten sich aber seitdem (bis auf den Ausrutscher in Luzern) steigern und stellten unter Trainer Teemu Oksanen die Teilnahme am Play-off sicher. Nachdem letzte Woche einige Spielerinnen und der Trainer erkrankt waren, erwischte es nun andere. Dennoch sollte Kanti morgen vollständig antreten können. «Wir steigern uns von Spiel zu Spiel und haben durchaus die Chance, das Spiel zu gewinnen», zeigt sich Oksanen positiv. Zumal Neuenburg, das gestern im europäischen Challenge Cup in Schwerin (GER) anzutreten hatten, die Belastung von drei Spielen innerhalb von vier Tagen wegstecken muss.

Die kurzfristige NUC-Initiative, das Spiel in Schaffhausen zu verlegen, führte nicht mehr zum Erfolg. Der von den beiden Clubs vorgeschlagene Dienstag, 14. März (zwei Tage nach Qualifikationsende), lehnte Swiss Volley letzte Woche ab und schlug ihrerseits den Montag, 6. März, als Ersatzdatum vor. Auf diesen Termin, nur einen Werktag nach der Entscheidung, ging Kanti aufgrund der Kurzfristigkeit nicht ein. Neuenburg verzichtete auf einen Rekurs und entschied sich stattdessen, die Energie in die Unterstützung des eigenen Teams zu stecken.

Ob die Schaffhauserinnen daraus einen Vorteil ziehen und sich mit einem Sieg noch Chancen auf Rang 7 erarbeiten können? Um sich vor Cheseaux zu setzen, müsste das Team aus der Romandie beide Spiele verlieren. Auch vor die Bernerinnen kann sich Kanti nur setzen, wenn diese keinen weiteren Sieg mehr landen. Denn am Sonntag gegen hohen Favoriten Volero in Zürich ist kaum etwas zu holen. (R. Sta.)

 
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Montag, 6. März 2017 - VC Kanti sichert sich die Play-off-Teilnahme


VC Kanti sichert sich die Play-off-Teilnahme

Nach dem 3:0-Sieg über Cheseaux kann der VC Kanti nicht mehr aus den Top acht nach der Qualifikation verdrängt werden. 

Voller Einsatz für den Erfolg: Leistungsträgerin Yiting Cao war auch beim Heimsieg über Cheseaux eine der prägenden Figuren im Kanti-Spiel. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

VOLLEYBALL Mit einer Woche Verzögerung sicherte sich der VC Kanti die definitive Teilnahme an den Play-offs. Mit den drei Punkten aus dem Sieg gegen VBC Cheseaux können die Schaffhauserinnen vom ersten Verfolger Lugano nicht mehr aus den Top acht verdrängt werden. Auf den Rängen sechs (Köniz), sieben (Cheseaux) und acht (Kanti) kam es zwei Runden vor dem Ende der Qualifikationsspiele zum Zusammenschluss. Die drei Teams weisen allesamt 25 Punkte auf, den Schaffhauserinnen steht allerdings in der für das kommende Wochenende angesetzten Doppelrunde mit Neuenburg (Samstag, 17.30 Uhr, BBC Arena) und Volero (Sonntag, auswärts) wohl das schwerste Programm des Trios bevor.

Umkämpfte Partie

Vor dem Spiel gegen Cheseaux hatten die Schaffhauserinnen keine einfache Woche durchgemacht. Zwar waren der Montag und Dienstag trainingsfrei, aber es galt, die unnötige 2:3-Niederlage beim Tabellenletzten Luzern zu verdauen. Zum Anderen erkrankte ein Drittel der Spielerinnen und dazu Trainer Oksanen: «So konnten wir in den letzten Tagen nicht gut trainieren». Giulia Rigon war nach Fieber und ­Erbrechen auch gestern noch nicht wieder einsatzbereit. Oksanen konnte aber dennoch mit der üblichen Stammformation (mit Meier) beginnen.

Die beiden Teams sollten den 386 Zuschauern drei umkämpfte Sätze bieten, die jeweils erst in der Schlussphase entschieden wurden. Vor allem die Gastgeberinnen konnten sich ­immer wieder um einige Punkte absetzen, mussten aber das Gastteam dann wieder schnell herankommen lassen. Insgesamt wirkten die Munotstädterinnen im Angriff und im Service als das leicht stärkere Team. So zeigten Holaskova, Cukseeva und Cao, der gestern die meisten Punkte gelangen, phasenweise starke Angriffe. Zwischendurch fiel Kanti jedoch immer wieder in ein Loch, kassierte Servicewinner, die im Hinterfeld landeten, oder Angriffe vor allem von Renata Schmutz oder Sarah Van Rooij. Zum Satzende zeigten sich die Schaffhauserinnen jedoch konzentriert und wussten unter den Augen des zukünftigen Headcoachs Nicki Neubauer jeweils den ersten Satzball zu nutzen. Zu Ende ging das Spiel mit zwei Fehlern von Sarah Van Rooij.

Die geringere Anzahl der Fehler war für den Kantitrainer matchentscheidend, die Bilanz fiel hier mit 15:25 Fehlern zugunsten der Schaffhauserinnen aus . «Dies hatten wir uns im Vorfeld auch als Ziel gesetzt», so Teemu Oksanen, der jedoch bedauerte, dass das konzentrierte Spiel von Kanti zwischendurch so manches Mal einen Unterbruch gefunden hatte.

Video

Bilder Reinhard Standke Werner Schläpfer

 
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Samstag, 4. März 2017 - Kanti – Cheseaux: Zweiter Sieg gefragt

Kanti – Cheseaux: Zweiter Sieg gefragt

Im drittletzten Spiel der NLA-Qualifikation muss der VC Kanti im Heimspiel gegen Cheseaux (Sonntag, 15 Uhr, BBC-Arena) an die Leistung beim Sieg gegen Franches-Montagnes vom vorletzten Freitag anknüpfen. Nach dem Drei-Punkte-Erfolg über VFM fiel der VC Kanti nur zwei Tage später in Luzern in ein Leistungsloch. Die Innerschweizerinnen werden sich jedoch, wie vorgestern bekannt wurde, aus finanziellen Gründen nach Ende der Saison aus der NLA zurückziehen.

Wegen des 2:3 vom Sonntag haben sich die Schaffhauserinnen die Möglichkeiten, den 8. Rang vor dem Play-off noch zu verbessern, deutlich erschwert. Kanti ist punktgleich mit Köniz (22), Cheseaux liegt drei Zähler davor. Dass Lugano und Luzern (beide 14 Punkte), die in der letzten Runde aufeinandertreffen, den Rückstand im Restprogramm gegen Franches-Montagnes und Köniz beziehungsweise gegen Köniz und Düdingen wettmachen und Kanti aus dem Play-off werfen, ist eher unwahrscheinlich. Köniz trifft noch auf die weiteren genannten Teams (ausser auf Kanti) und hat wohl das leichteste Restprogramm. Cheseaux spielt nach Kanti und Köniz noch gegen Aesch. Kanti hat zum Schluss der Qualifikation noch Neuenburg (daheim/11. 3.) und Volero (auswärts/12. 3.) als Gegner.

Kann das Team von Teemu Oksanen vor einer grossartigen Kulisse wie vor einer Woche eine erneut starke Leistung abrufen, ist wie Anfang Januar ein Heimsieg gegen Cheseaux (3:1) möglich. Das Auswärtsspiel im November hatten die Munotstädterinnen mit 1:3 abgegeben. «Das Spiel vom Sonntag ist für beide Teams extrem wichtig, daher sind meine Erwartungen sehr hoch», sagte der Kantitrainer gegenüber Swiss Volley, das den Match als Spiel der Woche klassifiziert hat. «Wir werden uns sehr fokussieren müssen, um an die Leistungen im Spiel gegen VFM anzuknüpfen. Die Partie wird sicherlich sehr schwierig und ausgeglichen, eventuell können wir aber vom Heimvorteil profitieren.» (R. Sta.)

 
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Montag, 27. Februar 2017 - VC Kanti vergibt Sieg und grosse Chance


VC Kanti vergibt Sieg und grosse Chance

Bei der 2:3-Niederlage beim NLA-Tabellenletzten Luzern zeigt sich der VC Kanti nicht parat und vergab die vor­zeitige Play-off-Qualifikation.

Die Luzernerin Korina Perkovac, Tochter des Handballtrainers Goran Perkovac (l.), überwindet den Kanti-Block von Monika Meier (5) und Katerina Holaskova. Bild R. Standke

VON REINHARD STANDKE, LUZERN

VOLLEYBALL Am Vormittag beim Sponsorenlauf in der BBC-Arena – am Abend am NLA-Spiel in Luzern: Für die Spielerinnen des VC Kanti war es gestern ein langer Tag. Enden sollte er (leider) nicht mit dem erhofften Pflichtsieg beim Tabellenletzten, mit dem Kanti Köniz von Rang 7 verdrängt und punktemässig zum Gegner vom nächsten Sonntag (Cheseaux) aufgeschlossen hätte, sondern mit einer langwierigen 2:3-Niederlage. «Wir haben heute nicht mehr als einen Punkt verdient», kritisierte Trainer Oksanen das Spiel seines Teams, dem gemäss der Kanti-Statistik nicht weniger als 41 Fehler unterliefen. «Wir haben nicht gut gespielt, die Defensive war schlecht, im Angriff waren wir nicht fokussiert.»

Schon beim Auflaufen aufs Feld machte das Kanti-Team auf die Schaffhauser Fans und Beobachter einen übermütigen Eindruck. Danach sollte sich von beiden Seiten kein gutes Spiel entwickeln, wie Kanti zeigte auch Luzern viele Fehler. Allein beim Service ergab sich eine Bilanz von 12:16 zuungunsten der Munotstädterinnen. Diese lagen zwar im ersten Satz mit 14:11 vorn, kamen aber anschliessend mit dem Service von Korina Perkovc (Tochter des früheren Kadetten- und Nationaltrainers Goran Perkovac) überhaupt nicht zurecht (14:23). Im zweiten Abschnitt war bis zum 22:21 nichts entschieden, Kanti verbuchte mit dem vierten Satzball das 27:25.

Ein Auf und Ab beider Seiten gab es im dritten Satz. Servierten Keylla Fabrino und Natalia Cukseeva vom 7:7 bis zum 15:8, kassierten die Schaffhauserinnen vom 19:16 bis zum 19:24 eine weitere Serviceserie. Die Abnahme funktionierte weit weniger gut als am Freitag beim 3:1 gegen Franches-Montagnes. Im vierten Satz erkämpfte Elise Boillat, die vom 20:23 bis 25:23 servierte, das Tiebreak. Hier lag Kanti mit 4:11 zurück, Cukseeva führte ihr Team indes auf 10:11 heran. Bei 14:13 kam es zum Matchball für das Heimteam. Der letzte Angriff flog zwar ins Aus, entschieden wurde das Spiel jedoch durch eine Netzberührung von Boillat. KantiTrainer Teemu Oksanen erhielt nach lautstarker Reklamation bei Schiedsrichter Fonio die Rote Karte. Oksanen hatte zu Beginn des Tiebreaks bereits Gelb gesehen, nachdem der Tessiner Fonio einen Punkt, den er für Kanti gegeben hatte, zurücknahm und sich der Meinung des zweiten Schiedsrichters Loretan anschloss.

Am nächsten Sonntag empfängt der VC Kanti (Beginn bereits um 15 Uhr) den VBC Cheseaux, der heute Abend bei Volley Düdingen antritt.

Bilder Reinhard Standke Werner Schläpfer

 
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Samstag, 25. Februar 2017 - Der VC Kanti begeistert

Der VC Kanti begeistert


Mit dem 3:1 über FranchesMontagnes gelang dem überzeugenden VC Kanti gestern der erste Sieg in dieser Saison gegen ein Top-Five-Team in der Frauen-NLA.

Ein Service-Ass der kurz vor Schluss eingewechselten Elise Boillat (13) liess beim VC Kanti alle Dämme brechen. Bild Werner Schläpfer

Nur wenig hatte auf diesen tollen Erfolg der Schaffhauserinnen hingedeutet: Einzig gegen das vor dieser Runde fünftklassierte Düdingen war ihnen zweimal mit 2:3 ein Punktgewinn gelungen, doch sonst gingen sie gegen die Top-Five-Teams bis gestern leer aus. Und dann das. Auch nach dem mit 16:25 verlorenen ersten Satz hatte wenig für den VC Kanti gesprochen. Trainer Teemu Oksanen hielt jedoch an seinem fixen Gameplan fest und nahm keine Änderung an der Anfangsformation mit Passeuse Ramos, den Blockerinnen Holaskova und Schaber sowie den Angreiferinnen Cukseeva, Yiting Cao und Monika Meier vor. «Wir
wollten es durchziehen und brauchten nach dem ersten Satz vor allem eine Steigerung im Block-Defense-Bereich», erklärte der kühle Analytiker seine Taktik nach dem Spiel. Das gab den Spielerinnen jenes Selbstvertrauen, das sie in vielen Saisonmatches bisher oft irgendwann verloren. «Und Sandra spielte heute einen wirklich guten Match», lobte der Finne die herausragende spanische Libera Sandra Rojas Bacchi. Mit ihr steigerte sich die ganze Kanti-Defensive. Sie kratzten in der Folge miteinander fast jeden Ball. Block-Defense wurde zu einem Schlüsselelement in einem Spiel, das im zweiten Satz nach 14:17-, 15:19- und 18:21-Rückstand zugunsten der spielerisch starken Jurassierinnen zu kippen drohte. In der Folge steigerte indes der VC Kanti auch seine Service- und Angriffseffizienz. Und plötzlich lagen die Schaffhauserinnen nach einer Serviceserie von Natalia Cukseeva und zwei Punkten der über sich hinauswachsenden Moni Meier (das 21:21 am Block und das 23:21 mittels Finte) mit zwei
Punkten voran. Darauf hatten die Gäste nur das 23:22 als Antwort, unter den Anfeuerungsrufen der erwachten Kanti-Fans schlug zuerst Aude Buchwalder einen Service ins Netz, ehe die Kanti-Topskorerin Katerina Holaskova mit einem Service-Ass das 25:22 buchte. Dieser Satzgewinn war der Knackpunkt in dieser Partie. Denn fortan dominierten die Schaffhauserinnen, im dritten Satz zogen sie zuerst auf 16:10 davon, ehe sie zum Schluss bei 21:19 aber nochmals kurz bangen mussten. Cukseeva (21 Punkte) und die Chinesin Yiting Cao (20) spielten wie das ganze Team befreit auf und brachten den VC Kanti bis zum 25:21 in einen Fluss, der von den verdutzten Jurassierinnen nicht mehr zu kontern war. Bei ihnen war die Luft draussen, und die in dieser Saison oft gescholtenen Kanti-Spielerinnen brachten ihre rund 300 Fans im vierten Abschnitt (25:12) fast in Ekstase. Das war die beste Saisonleistung, die Hoffnung macht für das sehr wichtige Spiel von morgen (18 Uhr) beim NLASchlusslicht Volley Top Luzern. (hcs.)

Bilder Werner Schläpfer

 
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Freitag, 24. Februar 2017 - VC Kanti muss Formsteigerung ausnützen


VC Kanti muss Formsteigerung ausnützen

Mit zwei Spielen an diesem Wochenende – heute zu Hause gegen Franches-Montagnes und am Sonntag in Luzern – steht der VC Kanti vor ­wegweisenden Aufgaben.

Kantispielerinnen mit letztem Einsatz am Block gegen Kaylin Squyres (9) von Franches-Montagnes: Keylla Fabrino Ramos (l.) und Katerina Holaskova. Bild Reinhard Standke

Der mit einem Punkt honorierte gute Auftritt am letzten Samstag in Düdingen (2:3) brachte die achtplatzierten Schaffhauserinnen vorerst zwei Punkte an Volley Köniz, ihren Rivalen auf Platz 7, heran. Die Bernerinnen landeten indes am Mittwochabend mit einem überraschenden 3:2 bei Aesch-Pfeffingen (2.) einen Coup und haben den Vorsprung auf Kanti wieder auf vier Längen erhöht. Platz 7 dürfte für das Team von Teemu Oksanen nicht einfach zu holen sein, aber mit Punkten an diesem Wochenende könnten sie sich eine Ausgangslage schaffen, die vor den ­letzten drei Runden Hoffnung zulässt. ­Cheseaux (am 5. März, neu um 15 Uhr), Neuenburg UC (11. März) und Volero (12. März) sind da die Gegner.

Zuerst gastiert heute Abend (19.30 Uhr) mit Franches-Montagnes ein Team in der BBC-Arena, gegen das die Schaffhauserinnen zwar zweimal mit 1:3 verloren, aber leistungsmässig doch nicht so weit entfernt waren. Genau das muss Trainer Oksanen und seinem Team die Zuversicht geben, dass es heute klappt mit einem Punktgewinn. Am Sonntag im Spiel beim Letzten Volley Top Luzern ist dann ein Sieg fast schon ein Muss, sonst gerät der Play-off-Platz nochmals arg in Gefahr. (hcs.)

 
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Mittwoch, 22. Februar 2017 - Nicki Neubauer als Cheftrainer zurück zum VC Kanti Schaffhausen


Nicki Neubauer als Cheftrainer zurück zum VC Kanti Schaffhausen

 

Nach fünfjähriger erfolgreicher Tätigkeit beim NLA-Konkurrenten TS Volley Düdingen kehrt Nicki Neubauer zum VC Kanti zurück.

 

Nicki Neubauer war in den letzten fünf Jahren massgeblich für die Entwicklung beim TS Volley Düdingen mitverantwortlich. Neubauer war bei Düdingen nicht nur Baumeister des NLA-Teams, sondern er hat mit seinem Einsatz und seiner Kompetenz auch im Nachwuchs- und Ausbildungsbereich erfolgreiche Arbeit geleistet.

 

Alle diese Eigenschaften haben die Verantwortlichen angeführt von VC-Kanti-Präsident Heinz Looser dazu bewogen Nicki Neubauer nach Schaffhausen zurückzuholen. Er passt mit seinen Qualitäten ausgezeichnet zum fünf Jahres-Ausbildungsplan des VC Kanti, bei dem Nicki Neubauer auch mitarbeiten wird.

 

Neubauer war schon von 2009 – 2012 als Co-Trainer unter Andi Vollmer beim VC Kanti tätig und kennt somit den Verein und die Strukturen in Schaffhausen. Der 40-jährige Deutsche Neubauer unterzeichnet beim VC Kanti einen Zweijahresvertrag mit Option auf ein drittes Jahr.

 

Gegen Ende der Saison gilt es nun das Team für die Zukunft zusammenzustellen. Nicki Neubauer hat bereits klare orstellungen, wie dieses aussehen wird. Die Absenz während der Frauen-WM, bei der Neubauer als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft tätig ist, muss noch geklärt werden.

Auch da liegen bereits Optionen vor.

 

Der VC Kanti freut sich, dass sich Nicki Neubauer trotz einigen anderen Angeboten für Schaffhausen

entschieden hat.

Bericht der Schaffhauser Nachrichten

 
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Montag, 20. Februar 2017 - Wichtigen Punkt in Düdingen geholt


Wichtigen Punkt in Düdingen geholt

Der VC Kanti knüpfte beim 2:3 in Düdingen an die gute Leistung gegen Köniz an.

Wohin fliegt er wohl, der Ball: Elise Boillat (13) und Libera Sandra Rojas Bacchi beim 2:3 des VC Kanti in Düdingen. Bild W. Schläpfer

Der VC Kanti bleibt auf Play-off-Kurs. Fünf Spieltage vor dem Ende der drei Qualifikationsrunden vergrösserten die Schaffhauserinnen als Tabellenachter dank den beiden gewonnenen Sätzen beim 2:3 in Düdingen den Abstand auf Lugano auf vier Punkte. Volley Köniz liegt nur noch zwei Punkte entfernt.

Auch im Freiburgerland musste der VC Kanti ohne die am Knie verletzte Angreiferin Chrissi Quade antreten, zudem war die zweite Passeuse Vivian Guyer durch Fieber geschwächt. Seinem geschwächten Team bescheinigte Oksanen jedoch eine starke Leistung: «Ich bin stolz auf das Team, es war mental stark und hat gekämpft von Beginn bis zum Ende.» Kanti begann zwar schlecht, nach dem 2:7-Rückstand fing sich das Team jedoch, kam mit gutem Service sowie verbesserter Annahme zurück und verbuchte nach dem 18:18 das bessere Satzende (25:19) für sich. In den beiden nächsten Abschnitten zeigten die Gäste den besseren Start (10:8 bzw. 4:10), am Ende lag jedoch das Heimteam jeweils mit 25:21 vorne. «Düdingen war besser im Umschalten von Annahme auf Angriff, den ersten Angriff konnten wir zwar gut blocken, aber in langen Ballwechseln machten sie die Punkte.»

Nicht jedoch im vierten Satz, diesen gewann Kanti klar mit 25:15. Düdingen-Trainer Nicki Neubauer hatte nach den fünf Sätzen insgesamt 40 Fehler notiert. Im Tiebreak machten die Schaffhauserinnen zwar nach dem mit 2:5 schlechten Start noch auf 6:7 heran, konnten aber das 9:15 nicht abwenden. «Insgesamt haben die meisten Spielerinnen eine solide Leistung gezeigt; um drei Tabellenpunkte zu holen, hätten wir im Angriff noch mehr punkten müssen», so Teemu Oksanen. «Der eine Punkt war für die Tabelle sehr wichtig, natürlich trauern wir noch etwas den beiden verpassten Punkten nach.»

Spiele am Freitag und am Sonntag
Ende der kommenden Woche stehen nun zwei weitere wichtige Partien auf dem Programm. Am Freitag (19.30 Uhr, BBC-Arena) empfängt Kanti VFM Franches-Montagnes, am Sonntag geht es dann zum NLA-Schlusslicht Volley Top Luzern. Franches-Monta­gnes sei zwar der Favorit, wenn sich Kanti aber an den Game-Plan halte und die Hauptspielerinnen ihre Punkte machten, habe sein Team eine Chance, betont Trainer Oksanen. Bei Schlusslicht Luzern (Bahnhofhalle, 18.00 Uhr) ist dagegen ein Sieg Pflicht.

Volero: 150. NLA-Sieg in Folge
Volero Zürich kam am Samstag beim 3:0-Heimerfolg gegen Aufsteiger Lugano zum 150. Meisterschaftssieg in Folge. Letztmals mussten sich die Zürcherinnen am 29. Januar 2012, also vor gut fünf Jahren, in Neuenburg mit 2:3 geschlagen geben. Bei Volero rief dieser Jubiläums-sieg in der Oerliker Sporthalle im Birch allerdings keine grosse Euphorie hervor. Und der Aufsteiger konnte das Champions-League-Team erwartungsgemäss nie ernsthaft herausfordern. Die Zürcherinnen zogen allerdings bloss im zweiten Satz, in dem sie den Gästen gerade mal acht Punkte zugestanden, voll durch. Im ersten und dritten lagen die Tessinerinnen sogar jeweils 5:4 in Führung, doch schaffte Volero jeweils rasch einmal die Wende zum 25:15 und 25:17.

Keine Blösse gab sich auch das drittplatzierte Franches-Montagnes, es war gegen Cheseaux vor allem in den beiden ersten Sätzen klar überlegen, beim 3:0 (25:16, 25:21, 25:21) am Sonntag hatte es Lugano schwer. (rsta/sda)

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Bilder Werner Schläpfer

 
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Samstag, 18. Februar 2017 - VC Kanti: Quade kann noch nicht wieder spielen


VC Kanti: Quade kann noch nicht wieder spielen

Das Gastspiel in Düdingen wird heute Samstag (16.30 Uhr, Leimacker) wohl kein einfaches. Einerseits ist Düdingen ein ­starkes Team, zum anderen hat der VC Kanti mit Verletzungs­sorgen zu kämpfen.

Die Düdinger Mittelblockerin aus den USA, Sabel Moffet (17), spielt den Ball kompromisslos am Kantiblock mit Katerina Holaskova (11) und Elise Boillat (13) vorbei. Bild R.Sta.

Nachdem sie das Auswärtsspiel des VC Kanti in Aesch verpasst hat, wird Angreiferin Chrissi Quade auch heute in Düdingen noch nicht wieder auf dem Feld stehen können. Bei der 25-Jährigen ist eine Knorpelverletzung am Knie wieder aufgebrochen. «Chrissi sollte in der nächsten Woche wieder zurückkommen können», hofft Kantitrainer Teemu Oksanen. «Dennoch wird später eine Operation mit einer Reinigung am Knie erforderlich sein.»

Beim Spiel vor einer Woche im Baselbiet sei seinem Team nach den knapp verlorenen ersten beiden Sätzen mental das «Benzin» ausgegangen, so der Kantitrainer. «Wir haben nicht gut gespielt, nach den zwei starken Partien in Lugano und gegen Köniz war es wohl etwas viel.» Der Gegner habe Kanti mit vielen Fehler im Spiel gehalten. «Wir müssen nun wieder zu unserer Form der vorangegangenen beiden Spiele finden», fordert Oksanen. ­«Düdingen ist der Favorit, wir müssen aber besser spielen als Anfang Dezember.» Hatte Kanti den Freiburgerinnen im ersten Heimspiel der Saison noch ein Tiebreak abgefordert (2:3), gab es im Dezember eine schnelle 0:3-Auswärtsniederlage. «Wenn wir Düdingen herausfordern wollen, müssen unsere Keyplayer eben wie gegen Köniz die Punkte machen.»

Auch bei einer Niederlage in Düdingen wird der VC Kanti Rang 8 und damit den letzten Play-off-Platz behalten, tritt doch der erste Verfolger Lugano am Samstag bei Leader Volero Zürich und am Sonntag bei Franches-Montagnes an. Verbleibt Kanti auf den Play-off-Plätzen, kommt es in den Klassierungsspielen wohl zu weiteren Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Kanti-Assistenztrainer Nicki Neubauer, der bei Düdingen seinen Ende Saison auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Sein neuer Arbeitsort ist jedoch noch nicht bekannt. Er war bis zum Ende der Saison 2011/12 Assistenztrainer beim VC Kanti, zuerst bei Andreas Vollmer und zuletzt noch ein Jahr lang bei Carole Crittin. (R. Sta.)

 
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Montag, 13. Februar 2017 - Klare Niederlage für den VC Kanti


Klare Niederlage für den VC Kanti

Im 21. Spiel der Saison zog der VC Kanti die zu erwartende 0:3- Niederlage bei Tabellenführer Aesch-Pfeffingen ein. Schwerwiegender für den weiteren Saisonverlauf könnte jedoch die Tatsache sein, dass Angreiferin Chrissi Quade wegen einer Verletzung nicht spielen konnte. Ärztliche Abklärungen Anfang dieser Woche sollen Klarheit über die Verletzung und den Ausfall bringen.

In Aesch hatte Kanti nicht an das gute Spiel gegen Köniz anknüpfen können. Beim Heimteam wurden vor dem gestrigen Cuphalbfinal zunächst einige Spielerinnen geschont, Kanti übernahm im ersten Satz mit 6:2 die Führung, beiden Teams unterliefen ungewöhnlich viele Fehler in Angriff und Service. Die Baselbieterinnen hatten das bessere Satzende (25:21) auf ihrer Seite. Mit 5:2 startete Kanti auch in den zweiten Durchgang gut. Nach Einwechselungen ging Aesch-Pfeffingen in Führung, die Schaffhauserinnen konnten noch ausgleichen, vergaben aber die Chance auf einen Satzgewinn (22:25). Ein konzentriertes Heimteam sicherte sich mit 25:15 auch den dritten Abschnitt. (R. Sta.)

NLA, Qualifikation: Aesch-Pfeffingen - Kanti 3:0 (25:21, 25:22, 25:15). – Aesch Pfeffingen: von Piekartz (Pass), Deprati (Libera), Vasileva, Storck, Künzler, Smitalova, Matter, Libero Deprati; eingewechselt: Wenger, Ennok, Sulser, Duarte, Lorenz (Libera). – Kanti: Ramos (Pass), Meier, Holaskova, Cukseeva, Schaber, Cao, Libero Bacchi; eingewechselt: Boillat, Rigon; nicht eingesetzt: Guyer, Leu: ohne Quade (verletzt).


Bilder Werner Schläpfer

 
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Samstag, 11. Februar 2017 - Der VC Kanti will erneut ein gutes Spiel zeigen


Der VC Kanti will erneut ein gutes Spiel zeigen

Bei Aesch-Pfeffingen

Mit den fünf Punkten aus den letzten beiden Spielen hat sich der VC Kanti in der Tabelle etwas Luft verschafft. Auf den ersten Verfolger, Volley Lugano, haben die Schaffhauserinnen nun drei Punkte Vorsprung. Die Tessinerinnen haben zwar ein Spiel weniger ausgetragen, sind aber in den verbleibenden acht Partien wohl nur zum Abschluss der Qualifikation bei Volley Top Luzern in der Favoritenrolle.

Heute muss der VC Kanti beim Leader Aesch-Pfeffingen antreten, der allerdings nur einen Punkt vor dem sich mit gleich zwei Begegnungen im Rückstand befindlichen Meisterschaftsfavoriten Volero Zürich liegt. Im bisherigen Saisonverlauf konnten die Munotstädterinnen vor allem im letzten Spiel vor Weihnachten überzeugen. Die Satzresultate von 21:25, 20:25 und 22:25 waren für das Team von Teemu Oksanen sehr viel besser, als es der damalige Tabellenstand (9.) aussagte.

«Es war super eng», erinnert der Finne. «Ich hoffe, wir haben unser Spielsystem gefunden und müssen versuchen, nun so weiterzumachen. Unser grösstes Ziel für heute ist, ein gutes Spiel zu zeigen», so der Kanti-Trainer weiter. «Wenn wir den Spielstand bis 20 Punkte eng halten können, ist alles möglich.» Während der VC Kanti sich auf sein einziges Spiel an diesem Wochenende fokussieren kann, steht für Aesch-Pfeffingen am Sonntag noch der Cuphalbfinal gegen Franches-Monta­gnes auf dem Programm.(R. Sta.)

 

 
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Donnerstag, 9. Februar 2017 - Der nächste wichtige Sieg


Der nächste wichtige Sieg

Gegen den alten Rivalen aus Köniz gewann der VC Kanti im dritten Aufeinander-treffen in dieser Saison mit 3:1 zum ersten Mal.

Gut gespielt haben die Kanti-Spielerinnen um Chrissi Quade (8) im Heimspiel gegen Köniz. Die Schaffhauserinnen siegten am Ende mit 3:1 und konnten ihre Situation in der Tabelle verbessern. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

Erleichterung pur nach dem fünften Sieg aus 20 Spielen war die Freude beim VC Kanti gross. Mit dem 3:1 über Edelline Köniz konnte sich das Team von Teemu Oksanen mit drei Punkten von Lugano absetzen (das allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat). Mit dem achten Rang erfüllt Kanti aktuell gerade das Saisonziel Play-off-Teilnahme. Diese Position gilt es nun in den verbleiben sieben Spielen der Saison zu verteidigen und auszubauen.

Vor der schönen Kulisse von 356 Zuschauern, der Eintritt war dank des Sponsorenclubs Pallavolo gratis, schickte Trainer Teemu Oksanen wiederum die Startformation wie in Lugano (mit Monika Meier) aufs Feld. Kanti zeigte jedoch einen ganz miserablen Start 1:8 lautete der Rückstand beim ersten Technical Time-out, nach dem man einen Service nach dem anderen kassierte. Köniz blockte dafür gut und punktete im Angriff.

Coach Oksanen gelang dann mit seinem ersten Wechsel ein Glücksgriff für den weiteren Spielverlauf: Er brachte Angreiferin Yiting Cao für Natalia Cukseeva. Die Chinesin avancierte bei der Serviceserie von Keylla Fabrino zur Hauptskorerin, Kanti kam mit 7:8 wieder heran. In der Folge sollte sich ein Spiel mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten entwickeln. Die Bernerinnen zogen zunächst auf 16:13 davon, dann lag Kanti mit 23:21 in Führung, kassierte jedoch drei Angriffspunkte und gab den ersten Satz mit 23:25 ab.

Für die folgenden drei Sätze war dann ausschlaggebend, dass die Fehlerqoute bei den Bernerinnen weiter zunahm, Kanti jedoch überwiegend gut servierte, vor allem mit Katerina Holaskova stark blockte. So zogen die Schaffhauserinnen im zweiten Durchgang vom 8:8 mit Alexandra Schaber am Block auf 17:8 und glichen mit 25.15 aus. Im dritten Satz setzte sich das Heimteam nach dem 16:15 bis zum 24:19 ab und holte mit dem 25:22 den ersten Punkt. Mit 7:1 (Service Schaber und Fabrino) gelang Kanti ein starker Start in den vierten Satz. Mit der stärksten Angreiferin Zoé Vergé-Dépré kämpfte sich Köniz zwar noch auf 22:19 heran, aber Kanti liess sich Satz (25:20) und Match nicht mehr nehmen. Der Chinesin Cao gelang nach der Einwechslung wohl ihr bislang stärkstes Spiel der Saison, Trainer Oksanen lobte aber insbesondere auch Chrissi Quade für ihre Angriffsquote.

«Wir fangen an, an uns zu glauben», bescheinigte der Trainer seinem Team mentale Stärke. Und: Die im Game-Plan gesetzen Ziele wurden mit dem 3:1-Erfolg erreicht. «Ein wichtiger Sieg ist erreicht», so Oksanen erleichtet. «Ich habe vor dem Spiel gesagt, wir gewinnen 3:1», sagte Monika Meier nach den 97 Spielminuten. Man muss wohl nur daran glauben.

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Bilder Reinhard Standke    Werner Schläpfer

 
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Mittwoch, 8. Februar 2017 - Gegen Köniz den Game-Plan umsetzen


Gegen Köniz den Game-Plan umsetzen

In einer englischen Woche muss der VC Kanti heute im Heimspiel gegen Edelline Köniz antreten. Noch müde vom Fünf-Satz-Sieg in Lugano vom Samstag seien seine Spielerinnen Anfang dieser Woche gewesen, berichtet Kantitrainer Teemu Oksanen vor der dritten Saisonbegegnung gegen Edelline Köniz (7.). Ende November hatten die Schaffhauserinnen in der BBC-Arena stark begonnen und gingen 2:0 in Führung, gerieten aber dann gegen die nach der 10-Minuten-Pause mit der jungen Anouk Vergé-Dépré auftrumpfenden Bernerinnen noch auf die Verliererstrasse und verloren im Tiebreak (13:15).

Im Januar setzte dann der VC Kanti auswärts in den ersten beiden Sätzen zu Beginn die Akzente gegen Köniz, konnte aber den 0:2-Rückstand mit einem 23:25 nicht mehr wettmachen. «Wir hatten unsere Ziele nicht erreicht», erinnert sich Oksanen. Dies betraf die direkten Fehler sowie den Service, aber auch die Annahme. «Der Game-Plan ist auch für heute noch derselbe, es gibt ja keine Veränderungen», meint der Finne.

Heute mit Gratiseintritt

Vor dem Start des heutigen Matches liegen die Munotstädterinnen punktgleich hinter Volley Lugano auf Rang neun in der Nationalliga A. «Noch haben wir es selbst in der Hand, Rang acht und damit die Play-offs zu erreichen», hält der Kanti-Headcoach weiter fest. In den verbleibenden vier Heimspielen müsse sein Team aber weiterhin Punkte holen.

«Auch das Spiel in Luzern ist eine grosse Chance für uns», sagt darum Trainer Oksanen. Dank dem heutigen Gratiseintritt, den der Club Pallavolo offeriert, hofft auch Teemu Oksanen, dass seine Spielerinnen vor grosser Kulisse ab 19.30 Uhr zeigen können, auf welch hohem Level sie gegen Lugano begonnen hatten. Schenken die Kanti-Girls sich und ihren Fans ein weiteres Erfolgserlebnis? (R. Sta.)

 
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Montag, 6. Februar 2017 - Der Ermüdung einen Sieg abgetrotz


Der Ermüdung einen Sieg abgetrotzt

Mit einem 3:2-Sieg in Lugano verhinderte der VC Kanti den Fall ans Tabellenende, gab aber einen Punkt ab.

Jubel in Lugano: Die Spielerinnen des VC Kanti durften in Lugano sich freuen. Sie gewannen mit 3:2.  Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE, LUGANO

Die Partie in Lugano war ein Spiel, das der VC Kanti nicht verlieren durfte. Dies sollte nach 115 Spielminuten auch gelingen. Allerdings wären nach der 2:0-Führung ein früheres Ende und ein Punkt mehr drin gelegen. Kanti-Trainer Teemo Oksanen begann im Betonbau der Lambertenghi-Halle mit Monika Meier (neben Alexandra Schaber) als zweiter Schweizerin und setzte dazu seine drei stärksten Angreiferinnen Cukseeva, Holaskova und Quade ein. Und dies mit Erfolg. Das Kanti-Team liess keine Nervosität aufkommen, servierte gut, hatte die Annahme unter Kontrolle und griff effizient an. Das Heimteam war dagegen anfälliger für Fehler, Kanti führte schnell mit 8:3 und legte mit einem 25:16-Satzgewinn vor. Nach einem ausgeglichenen Beginn im zweiten Durchgang (3:3) zog Kanti mit gutem Spiel wieder davon, zeigte sich auch stark im Block (Holaskova) und entschied auch den zweiten Satz für sich. Damit hatten die Schaffhauserinnen einen Punkt auf sicher und den möglichen Fall ans Tabellenende abgewendet.

Nicht parat zeigten sich die Gäste jedoch zu Beginn des dritten Durchgangs. Zwei Bälle im Aus, zweimal nicht effizient am Block: Lugano zog auf 4:0 davon, und Kanti konnte den Rückstand erst beim 7:7 wettmachen. Jetzt lag auch die Fehlerquote bei Kanti höher, die Abnahme und Verteidigung waren nicht mehr so sicher. Kanti fing sich aber und lag über 13:9 auch beim 19:18 immer vorne. Ein vermeintlicher gegnerischer Ball im Aus brachte Aufregung ins Team, der folgende Netzroller den Gegner mit 20:19 in Führung. Davon erholte sich Kanti nicht, Lugano sicherte sich mit 25:22 den Satzgewinn. Ausgeglichen verliefen dann die folgenden Ballwechsel zum 7:7, dann wurde die Abnahme bei Kanti schwächer, der Service von Lugano stärker. Teemu Oksanen versuchte diverse Wechsel (Cao für Quade, Guyer für Fabrino, Rigon für Schaber, Boillat für Cukseeva), vermochte jedoch auch damit den klaren Satzverlust (14:25) nicht zu verhindern. Wie bereits Ende November musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. Dies verlief bis zum 7:7 ausgeglichen, beim 7:9 reklamierte  Keylla Favrino erneut heftig wegen eines umstrittenen Balls (Aus oder nicht) und handelte sich die gelbe Karte ein. Mit dem guten Service von Quade, der eingewechselten Boillat und Fabrino sowie den Angriffs- und Blockpunkten der drei Hauptakteurinnen sicherte sich der VC Kanti unter den Augen von Präsident Looser und gut 15 Fans Satz und Sieg.

«Zum Glück war das Team am Ende mental stark genug», zeigte sich Headcoach Oksanen erleichtert. Nach zweieinhalb guten Sätzen waren die Spielerinnen mental und physisch müde, die Fehlerquote stieg. Durch den Zweipunkte-Erfolg im Tessin vermied der VC Kanti den Fall ans Tabellenende, der beim gleichzeitigen 3:2 Sieg von Schlusslicht Luzern über Cheseaux (7.) durchaus möglich war. Nach Abschluss der gestrigen NLA-Spiele verbleibt Kanti auf Rang neun, da Lugano nach der 1:3-Niederlage in Cheseaux den leicht besseren Satzquotienten aufweist. In dieser Woche bleibt den Kanti Spielerinnen keine Zeit zum Durchatmen: Am Mittwoch ist Köniz (6.) in der BBC-Arena zu Gast (19.30 Uhr, Gratiseintritt), am Samstag geht es zum Leader Aesch-Pfeffingen.

Bilder Reinhard Standke  Werner Schläpfer

 
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Freitag, 3. Februar 2017 - VC Kanti in Lugano


VC Kanti in Lugano

Brisanter Spieltag – Kanti in Lugano unter Zugzwang.

Ein Spieltag mit einer gewissen Brisanz steht dem VC Kanti am morgigen Samstag bevor. Je nach Ausgang der Spiele zwischen den Teams auf den Rängen 7 bis 10 ist der Sprung auf Rang 8, der Verbleib auf Platz 9 oder aber die Übernahme der roten Schlusslaterne möglich. Die Affiche der 19. Runde sieht wie folgt aus: Der VC Kanti (9.) muss um 15.00 Uhr bei Volley Lugano (8.) antreten, Volley Top Luzern (10.) trifft zeitgleich wie in der Vorwoche auf Cheseaux (7.). Die Innerschweizerinnen gewannen dort mit 3:0. Gewinnt Luzern erneut 3:0 oder 3:1 und verliert gleichzeitig Kanti im Tessin, tauschen die beiden Teams die Plätze. Setzen sich jedoch die Schaffhauserinnen in Lugano mit 3:0 oder 3:1 durch, rückt das Team von Teemu Oksanen auf Rang 8 vor. Bei allen anderen Konstellationen bleibt in der Region am Tabellenende alles so, wie es ist. In der Vorbereitung auf die Partie von morgen bestritt Kanti am Mittwoch ein Trainingsspiel gegen VBC Aadorf, Leader der NLB-Ostgruppe nach der Qualifikation. «Es war mehr ein Training als ein Spiel», so Kantitrainer Oksanen. «Aber wir haben die Punkte gezählt und die vier Sätze gewonnen.» Dennoch gebe es noch viel zu tun, meint der Chefcoach, insbesondere in der Annahme und im Spiel am Netz. «Unsere Aussichten in Lugano werden davon abhängen, wie unsere Leistungsträger mental mit dem Druck umgehen», sagt Oksanen. Das erste Saisonspiel gegen Lugano verlor Kanti (mit Mélanie Pauli als Libero) auswärts im Tiebreak nach einer 12:11-Führung mit 13:15. «Dabei hatten auch wir unsere Chancen», erinnert Teemu Oksanen. Die zweite Begegnung nur eine Woche später gewann Kanti dann mit 3:0. Lugano habe aber schlecht gespielt und das Spiel aus der Hand gegeben. Kanti bleibt also weiterhin unter Druck. Und um diversen Eventualitäten auf der Gotthardstrassenroute aus dem Weg zu gehen, wurde die Abfahrt des Teambusses auf 7.30 Uhr am Samstagmorgen festgesetzt.

 
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Montag, 30. Januar 2017 - Der VC Kanti scheidet im Cup aus


Der VC Kanti scheidet im Cup aus

Im Viertelfinal, das er 0:3 gegen Neuenburg verlor, war für den VC Kanti Schluss

Enttäuschung beim VC Kanti nach dem 0:3 im Cup gegen NUC: Chrissi Quade (8) und Natalia Cukseeva (14). Bild R. Standke

Nach über 20 Jahren in der BBC­Arena musste der VC Kanti für den Cupviertelfinal gegen Neuenburg am Sonntagabend für einmal in die Breitehalle ausweichen. In der gestern kühlen und eher düsteren Dreifachhalle hatte der VC Kanti in den Neunzigerjahren bereits diverse NLA­ und Europacupspiele ausgetragen.

Im zweiten Cupauftritt der Saison 2016/17 fand der VC Kanti allerdings nur phasenweise zu einem erfolgreichen Spiel. Insgesamt zogen die Gäste mit der besseren Leistung im Service und im Angriff in den Halbfinal ein, während die Munotstädterinnen nur zeitweise mit dem Service Druck zu machen vermochten, in der Defensive aber häufig in Schwierigkeiten gerieten und im Angriff die Punkte nicht buchten. Der VC Kanti, bei dem überwiegend die junge Schweizerin Vivian Guyer (anstelle der Brasilianerin  Keylla Fabrino) die Bälle am Pass verteilte, hielt im ersten Satz zu Beginn mit, fiel dann aber auf 12:22 zurück, bis dann Cukseeva, Schaber und Quade am Service ihr Team bis zum 23:24 heranführten. Neuenburg sollte wie im zweiten Durchgang erst den fünften Satzball nutzen.

Die Schaffhauserinnen verpassten im zweiten Durchgang den Start (0:5), kamen dann aber bis auf 13:13 heran, kassierten danach aber sieben Punkte in Folge. Auch hier kämpfte sich das Heimteam durch den Service von Holaskova noch auf 21:24 heran. Den besseren Start erwischte der VC Kanti zwar im dritten Satz (4:2), kassierte dann aber Service und Punkte bis zum 8:16 und gab den Satz mit 15:25 klar ab. Trainer Teemu Oksanen kritisierte vor allem die Profispielerinnen und deren inkonstanten Auftritt: «Wenn wir gewinnen wollen, müssen vor allem sie ihre Leistung bringen, der Service war heute unser bestes Element.»

Nun Kampf um Platz 8/9 in Lugano
Nach dem Ausscheiden aus dem Cup kann und muss sich der VC Kanti nun auf die folgenden NLA­Spiele konzentrieren. In der Liga rückte nämlich das Schlusslicht Luzern durch den Sieg am Samstag über Cheseaux bis auf zwei Punkte an die Schaffhauserinnen heran. Diese müssen am nächsten Samstag in Lugano antreten, das aktuell auf Platz 8 einen Zähler Vorsprung auf den VC Kanti aufweist. Will der VC Kanti noch auf Rang 8 nach der Qualifikation vorrücken beziehungsweise Rang 9 nach hinten absichern, ist ein Sieg in diesem kapitalen Auswärtsspiel Pflicht. Wie bereits beim ersten Auftritt im Tessin werden zahlreiche Fans im Teambus mitfahren. Die wohl frühe Abfahrtszeit stand aber am Sonntag noch nicht genau fest.

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Bilder Reinhard Standke

Im Cup­Viertelfinal haben sich neben NUC auch die anderen NLASpitzenteams Aesch­Pfeffingen (Leader), Volero Zürich (2.) und FranchesMontagnes (5.) durchgesetzt. Gescheitert ist Niki Neubauers Düdingen (4.) am übermächtigen Volero.

 
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Samstag, 28. Januar 2017 - Lisa Leu gibt wieder Vollgas beim VC Kanti


Lisa Leu gibt wieder Vollgas beim VC Kanti

Im morgigen Cupspiel gegen Neuenburg UC (17.30 Uhr, Sporthalle Breite) bestreitet das Kanti-Eigengewächs Lisa Leu nach seiner Rückkehr das zweite Spiel mit seinem Stammverein. Leu kehrte kürzlich aus dem schwedischen Engelholm zurück nach Schaffhausen.


Kaum zurück aus Schweden, spielt Lisa Leu wieder für den VC Kanti. Bild Werner Schläpfer


VON REINHARD STANDKE

Bereits in den zwei NLA-Saisons 2013/2014 und 2014/2015 stand die Neuhauserin Lisa Leu als zweite Liberospielerin im Team des VC Kanti. Gleichzeitig schloss sie an der United School of Sports in Zürich ihre KV-Ausbildung ab. Für die Spielzeit 2015/2016 schaffte die heute 20-Jährige den Sprung zum NLA-Ligakonkurrenten Aesch-Pfeffingen. «Es war eine super Saison, wir wurden in der NLA Zweite, im Team hat alles gepasst, ich konnte teilweise in der Autogarage des Club-Präsidenten arbeiten», erinnert sich Lisa Leu, die auch als zweite Liberospielerin immer wieder ihre Chance bekommen hatte.

Als Au-pair nach Schweden

Dennoch entschied sich Leu im Sommer spontan, etwas anderes zu probieren. Ab Oktober 2016 arbeitete sie im schwedischen Engelholm als Aupair. Auch Volleyball trainieren konnte sie dort, allerdings passte es beim schwedischen Meister, gegen den der VC Kanti 2011 im CEV-Challenge-Cup angetreten war, nur einmal in der Woche. Auch zum Spielen kam sie nur ein einziges Mal und erst noch in der zweiten Liga. Geplant war der Aufenthalt bis in diesem Sommer, doch im Dezember erhielt Lisa Leu eine Anfrage des VC Kanti, der für die dauerverletzte Dahlia Schreiber Ersatz suchte. «Es hat eine gewisse Zeit gebraucht, bis ich mich entschieden hatte», so Leu. Obwohl eine Kündigungsfrist von 14 Tagen bestand, hatte sie zunächst das Gefühl, der Verpflichtung in der Familie nachgehen zu müssen.

«Die Rückkehr zum VC Kanti ist aber eine Chance für mich, ich kann mich zeigen und Vollgas geben», erklärt Lisa Leu. «Mein Ziel war es immer, bei VC Kanti in der NLA zu spielen und mich durchzusetzen.» Begonnen hatte sie mit dem Volleyballsport im Alter von elf Jahren bei den Volley-Kids unter Mélanie Pauli, später spielte sie bei den Juniorinnen und in der 1. Liga. Auch dem Jugend- und Juniorinnen-Nationalteam gehörte sie mehrere Jahre an.


Cup-Viertelfinal gegen Neuenburg

Nachdem sie am Montag vor einer Woche wieder zurück in Schaffhausen war, stand sie beim VC Kanti in Köniz in der zweiten Häfte der Partie bereits wieder auf dem Feld. «Ich hatte mit einem Einsatz dort gar nicht gerechnet», gestand Lisa Leu. «Es ist aber überraschend gut gelaufen.» In ihrem zweiten Spiel mit ihrem Stammverein trifft sie morgen Sonntag ab 17.30 Uhr in der Breitehalle – die BBC-Arena ist besetzt – im Cup-Viertelfinal auf Neuenburg UC. «NUC ist nicht der einfachste Gegner, sondern ein emotionales Team, es wird ein harter Kampf werden.» In den beiden NLA-Spielen dieser Saison hatten die Neuenburgerinnen klar gewonnen, servierten stark, was die Schaffhauserinnen aus dem Konzept brachte. «Unser Potenzial ist aber da», meint Lisa Leu. «Wenn jede von uns eine Topleistung zeigt, haben wir eine Chance. Es liegt an uns, ob wir es schaffen oder nicht.»

Schönenwerd Ein neues nationales Trainingszentrum

VOLLEYBALL Die geplante Sport- und Eventhalle Mittelland in Schönenwerd SO wird zum neuen nationalen Volleyball-Leistungszentrum der Schweiz und dient den Nationalteams ab 2018 als Basis. Swiss Volley und die Hallenbetreiber sowie das Bundesamt für Sport (Baspo) haben die entsprechenden Verträge unterzeichnet. «Das ist ein Meilenstein für den Schweizer Volleyballsport», freut sich Nora Willi, Präsidentin von Swiss Volley. Im März soll der Spatenstich erfolgen. Die Aufnahme des Trainings- und Spielbetriebs in der neuen Dreifachhalle, in der bis zu 2000 Zuschauer Platz finden, ist für Ende des Jahres geplant. (sda)

 
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Montag, 23. Januar 2017 - Kanti verharrt auf Rang 9


Kanti verharrt auf Rang 9

Bei der 0:3-Niederlage in Köniz kam Libera Lisa Leu zum Comeback beim VC Kanti.

Vielversprechendes Comeback: Lisa Leu (Mitte, Nummer 2) ist wieder zurück bei Kanti und deutete sogleich ihr Potenzial als Liberospielerin an. Bild Werner Schläpfer

Nach absolvierten 18 der 27 Vorrundenspiele liegt der VC Kanti in der NLA-Tabelle weiterhin auf Rang neun, einen Punkt hinter Volley Lugano. Die Ticinesi müssen Mitte Fe-bruar noch die Partie in Franches-Montagnes nachholen und wären als Achte gerade noch für die Teilnahme an den Play-offs berechtigt.

In der Weissensteinhalle konnten sich die Schaffhauserinnen nicht wirklich eine Chance auf den Sieg erarbeiten. Mit der üblichen Startformation begann Kanti zunächst erfolgreich (7:4), danach vergaben die Munotstädterinnen aber (18:25) wie auch im zweiten Satz ihre Chancen klar (17:25). Anschliessend übernahmen die Schaffhauserinnen nach dem 4:5 über das 9:5 bis zum 13:11 zwischenzeitlich die Führung. «Wir konnten die gesetzten Ziele nicht erreichen», erläutert Kantitrainer Teemu Oksanen. «Bezüglich der direkten Fehler haben wir mit 15:26 dann 11 Punkte verloren. Im Bereich Service und Annahme weist die Statistik 2:6 Asse zu unseren Ungunsten aus», kritisierte der Finne. «In der Verteidigung zeigten wir nicht immer die notwendige Qualität. War sie aber mal gut, dann war der Angriff nicht effizient.»

Leu wieder im Kader

Zurück als Liberospielerin beim VC Kanti ist die Schaffhauserin Lisa Leu. Die eigene Juniorin war 2013 bis 2015 für zwei Saisons im NLA-Team und wechselte dann zu Aesch-Pfeffingen. Nach der Spielzeit 2015/2016 ging sie als Au-pair nach Schweden und wurde, nachdem klar war, dass Dahlia Schreiber wegen einer Rückenverletzung nicht mehr eingesetzt werden konnte, von Kanti angefragt. Gegen Köniz spielte Lisa Leu ab Mitte des zweiten Satzes. «Sie hat gut gespielt», betont Oksanen, der nun beim Einsatz der zwei obligatorischen Schweizerinnen eine weitere Option hat. (R. Sta.)

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Bilder: Werner Schläpfer

NLA, Qualifikation, 17. Runde: Köniz - VC Kanti 3:0 (25:18, 25:17, 25:23). - Weissenstein. - SR: Fayé/Sanapo. - Volley Köniz: u.a. mit Simona Belotti (eingewechselt). - VC Kanti: Fabrino (Pass), Schaber, Boillat, Cukseeva, Holaskova, Libero Bacchi; eingewechselt; Quade, Meier, Guyer, Leu (ab 19:12 im 2. Satz für Bacchi), Rigon. – Weitere Resultate: Lugano - Aesch-Pfeffingen 0:3 (23:25, 21:25, 20:25). Düdingen - Luzern 3:0 (25:21, 25:22, 25:17). Franches-Montagnes - Neuchâtel 3:2 (25:17, 25:27, 15:25, 25:21, 15:11). - Am 15. Fe-bruar: Cheseaux - Volero Zürich.– Rangliste: 1. Aesch-Pfeffingen 16/45 (47:9). 2. Volero 14/41 (42:3). 3. Neuchâtel 17/33 (38:24). 4. Düdingen 16/29 (37:26). 5. Franches-Montagnes 16/29 (33:25). 6. Köniz 17/20 (27:38). 7. Cheseaux 16/17 (21:35). 8. Lugano 17/13 (21:45). 9. Kanti Schaffhausen 18/12 (20:47). 10. Luzern 17/7 (12:46). - Aesch-Pfeffingen und Volero Zürich für die Play-offs qualifiziert.

 
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Freitag, 20. Januar 2017 - Wichtiges Spiel im Kampf um Plätze sechs bis acht


Wichtiges Spiel im Kampf um Plätze sechs bis acht

VC Kanti in Köniz

Das waren noch Zeiten, als sich der VC Kanti und Köniz zwischen 2000 und 2009 oft ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Vorherrschaft im Schweizer Frauenvolleyball lieferten. Meistens mit Köniz (vor allem mit Trainer Marc Gerson) als Meister (sechs Titel) und dem VC Kanti als zweifacher Cupsieger (2000/2009). Bis dann Volero mit Mäzen Stav Jacobi auf den Plan trat und die Dominanz von Bern nach Zürich (elf Meistertitel) wechselte.

Bild Reinhard Standke

Seit dieser Saison geht es in den umstrittenen Duellen zwischen Köniz und dem VC Kanti aber um die Existenz in der NLA. Der Berner Verein backt, seit die Volleyball Betriebs-AG im Sommer in Konkurs ging, noch kleinere Brötchen als zuletzt. Prompt wirkt sich das in der Tabelle aus: Die Bernerinnen kämpfen in den hinteren Tabellenregionen (Platz 6) und verlieren mehr, als sie gewinnen. Im ersten Spiel gegen den VC Kanti setzten sie sich in der BBC-Arena zwar 3:2 durch, das Team hätte den Sack damals jedoch nach einer 2:0-Führung zumachen müssen, sagt der neue Kantitrainer Teemu Oksanen. Was im November nicht gelang, soll morgen Samstag in der Sporthalle Weissenstein aufgehen. «Wir werden langsam besser und besser», stellt der Finne Oksanen fest, der das Traineramt von Mélanie Pauli vor Weihnachten übernahm. «Das Spiel in Köniz gegen einen direkten Konkurrenten um die Play-off-Plätze ist für uns enorm wichtig. Der 6. Platz ist gar nicht so weit weg», strahlt Teemu Oksanen Optimismus aus. Dass die Schaffhauserinnen in Köniz komplett antreten, ist gewiss ein Plus. (hcs.)

NLA Frauen: (…) 6. Köniz 16/17 (24:38). 7. Cheseaux 16/17 (21:35). 8. Lugano 16/13 (21:42). 9. VC Kanti SH 17/12 (20:44). 10. Volley Top Luzern 16/7 (12:43). – 17. Runde. Samstag: Lugano - Aesch Pf., Cheseaux - Volero Zürich, Köniz - VC Kanti SH (18.00, Sporthalle Weissenstein, Bern). – Sonntag: Düdingen - Luzern, Franches-Montagnes - Neuenburg UC.

 

 
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Montag, 16. Januar 2017 - VC Kanti kann Serienmeister Volero nicht Paroli bieten


VC Kanti kann Serienmeister Volero nicht Paroli bieten

Auch gegen die zweite Garde von Volero Zürich hatte der VC Kanti keine Chance und unterlag diskussionslos mit 0:3.

Der Block des VC Kanti (Katerina Holaskova und Yiting Cao, 16) kam gegen die Volero-Angreiferinnen oft zu spät. Bild rsta.

Gleich 15 Namen umfasste die Liste der Spielerinnen von Volero Zürich, die im Matchprogramm des VC Kanti für die Partie vom Samstag ab-gedruckt war (beim Heimteam waren elf Spielerinnen einsatzbereit). Von der «Starting Six» der Champions-League- Begegnung gegen Dynamo Moskau vom letzten Donnerstag stand jedoch einzig Olesia Rykhliuk in der Startformation in der BBC-Arena. Geschont wurden u.a. die Topscorerin vom Donnerstag Natalya Mammadova sowie Ekaterina Orlova, Fabiola (erste Pas­seuse) und Silvija Popovic (erster Libero).

Aber auch so dominierten die Zürcherinnen die 63 Spielminuten, ohne das Kanti sie in Gefahr bringen konnte. Dabei musste Volero zu keiner Glanzleistung greifen, tat nicht viel mehr als das Minimum. Zu Beginn des ersten und zweiten Satzes blieben die Schaffhauserinnen dran (5:6 bzw. 10:11). Dann zog das Gastteam davon, dies durch Serviceserien von Irina Malkova und Bojana Zivkovic, die Volero zum 18:7 bzw. 21:10 führten. Kanti bekundete Mühe in der Serviceabnahme, diverse Angriffe landeten im gegnerischen Block und dann im eigenen Feld. Und die (Service-)Fehler machte erst noch das Team des Serienmeisters, dessen Angreiferinnen Olesia Rykhliuk und Kenia Carcaces (je 14 Punkte) dafür immer für Punkte gut waren. Kanti-Coach Oksanen versuchte es zwischenzeitlich mit diversen Wechseln (Guyer für Fabrino am Pass, Cukseeva und Meier für Boillat bzw. Quade sowie Rigon für Schaber), am Spiel seines Teams sollte sich jedoch nicht viel ändern. Nach den mit 12:25 und 15:25 abgegebenen ersten Sätzen stand es im dritten Durchgang schnell 3:10 und dann 9:19. Zum Schluss kam der VC Kanti noch auf 16 Punkte. Die meisten Punkte erzielten Katerina Holaskova (7) und Yiting Cao (6).

Abnahmequote nur bei 30 Prozent

Zufrieden zeigte sich Teemu Oksanen zwar mit dem kämpferischen und mentalen Einsatz seines Teams, nicht jedoch damit, dass seine Vorgaben im Angriffsspiel nicht umgesetzt werden konnten, sowie mit der Leistung in Service und Abnahme: «Bei den Service-Assen lautet die Bilanz 0:10, in der Annahme erzielte Volero eine Quote von 50 Prozent, wir nur 30 Prozent», entnahm Oksanen der vom Gegner erstellten Statistik. Kanti-Scout Matthias Lerch weilte mit dem U-18-Juniorinnen-Nationalteam an der EM-Qualifikation in Bulgarien.

Ähnlich wie vor einer Woche, als Natalia Cukseeva in Les Breuleux nach einem Zusammenprall ausgewechselt wurde und am Tag danach im Cup-Achtelfinal nicht spielen konnte, blieb am Samstag Yiting Cao nach einem Zusammenstoss mit Vivian Guyer benommen eine knappe Minute am Boden liegen. Nach dem sie von einem Vertreter von Volero und den Kanti-Spielerinnen kurz betreut wurde, konnte die Chinesin jedoch weiterspielen.

Nach der Auswärtsbegegnung vom kommenden Samstag in Köniz folgt das nächste Heimspiel vom 29. Januar mit dem Cupviertelfinal gegen Neuenburg, das ausnahmsweise in der Breitehalle ausgetragen wird. (R. Sta.)

Bilder:  Werner Schläpfer   Reinhard Stanke

 
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Freitag, 13. Januar 2017 - Cukseeva gegen Volero Zürich wieder im Team


Cukseeva gegen Volero Zürich wieder im Team

Natalia Cukseeva kehrt nach ihrer Verletzung ins Kantiteam zurück. Bild R. Standke

Mit zwei Siegen aus drei Spielen innerhalb von fünf Tagen gelang dem VC Kanti ein guter Jahresbeginn. Durch den NLA-Erfolg gegen Cheseaux und mit dem Erreichen der Cup-Viertelfinals sollte das Selbstbewusstsein des Teams von Teemu Oksanen weiter gestiegen sein. Mit der Auslosung von Neuenburg UC als nächstem Gegner gingen die zwei Wünsche des Trainers in Erfüllung, die «Heimspiel» und «nicht Volero Zürich» gelautet hatten. Die Zürcherinnen sind jedoch morgen der nächste Heimgegner in der NLA. Dies zwei Tage nach deren Partie in der Champions League gegen Dynamo Moskau (2:3). «Volero hat eine kurze Vorbereitung, für ist es interessant, die Aufstellung zu analysieren», sieht Teemu Oksanen hier einen Vorteil für sein Team. Der Schweizer Serienmeister Volero ist seit insgesamt 161 nationalen Spielen ungeschlagen. Der VC Kanti konnte die Zürcherinnen zuletzt im Oktober 2011 unter Trainerin Carole Crittin und mit der zweiten Passeuse Zora Widmer daheim mit 3:0 bezwingen. Sechs Wochen später verpassten die Schaffhauserinnen knapp einen zweiten Satzgewinn (1:3). Aus dieser Zeit stehen Bojana Zivkovic und Laura Unternährer wieder beziehungsweise noch im grossen Volero-Kader.

«Auch Volero hat Schwächen», erinnert sich Kantitrainer Oksanen an die erste Partie in der Saison, bei der sich sein Team im Rahmen der Uster Games achtbar geschlagen hatte. Einige Spielerinnen seien nicht so stark in der Abnahme gewesen, Kanti müsse kompakt spielen, mit dem Service Druck machen, hoch blocken und schnell spielen. «In einem von zehn Spielen haben wir eine Chance», meint Teemu Oksanen.

Wieder mit von der Partie ist beim VC Kanti morgen (17.30 Uhr, BBC-Arena) Stammspielerin Natalia Cukseeva, die am letzten Wochenende nach einer Prellung pausieren musste, nun aber wieder normal trainieren konnte. (R. Sta.)

Volero verliert das Tiebreak mit 11:15

VOLLEYBALL Die Frauen von Volero Zürich haben in der Champions League ihr zweites Gruppenspiel verloren. Der Schweizer Meister unterlag Dynamo Moskau nach fast zweieinhalb Stunden mit 2:3 (17:25, 25:20, 25:22, 18:25, 11:15). Wie erwartet stand Volero mit dem Team aus der russischen Hauptstadt ein klar stärker Widersacher gegenüber als im Auftaktspiel, das Volero auswärts gegen Dynamo Krasnodar 3:1 gewonnen hatte. Die beiden Teams lieferten den 1550 Zuschauern in der Saalsporthalle eine hochklassige Partie, in der Moskau eine Spur abgeklärter agierte als Volero. Zur Dynamo-Matchwinnerin avancierte die russische Nationalspielerin Natalja Gontscharowa, die nicht nur den Matchball im Tiebreak verwertete, sondern mit 32 Punkten auch die klar erfolgreichste Skorerin ihres Teams war. (sda)

 
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Montag, 9. Januar 2017 - Kanti gewinnt den Cup-Krimi in Luzern


Kanti gewinnt den Cup-Krimi in Luzern

Mit einem 3:2-Sieg über Volley Top Luzern erreichte der VC Kanti den Cup-Viertelfinal.

Kanti-Spielerin Chrissi Quade (rechts) überwindet den Luzerner Block. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE, LUZERN

Nichts für schwache Nerven waren die gestrigen insgesamt 123 Spielminuten beim Cup-Achtelfinal zwischen Volley Top Luzern und dem VC Kanti, das Duell der beiden Tabellenletzten. Nach dem ernüchternden Spiel vom Samstag (siehe unten) hatten sich dennoch rund 20 Schaffhauser Fans nach Luzern aufgemacht, um das Schicksal ihres Clubs zu verfolgen.

Kanti-Trainer Teemu Oksanen hatte mit der Stammformation begonnen, beim Stand von 5:7 musste jedoch Natalia Cukseeva, die sich am Vortag bei einem Zusammenstoss mit Sandra Bacchi das Knie geprellt hatte, gegen Yiting Cao ausgewechselt werden. In der Folge sollte sich ein Spiel mit Höhen und Tiefen auf beiden Seiten entwickeln.

Im ersten Satz konnte sich keines der beiden Teams um mehr als zwei Punkte absetzen, Kanti hatte mit einer 22:21-Führung den Satzgewinn vor ­Augen, konnte jedoch vier Angriffspunkte der Innerschweizerinnen in Folge nicht verhindern. Mit mehr Kampf und Druck am Service gingen die Schaffhauserinnen in den zweiten Spieldurchgang, erarbeiteten sich bis acht Punkte Vorsprung und glichen aus. Nach der Zehn-Minuten-Pause war dieser Schwung jedoch nicht mehr vorhanden. Die Munotstädterinnen bekundeten Mühe in der Serviceabnahme, agierten mit mehr Fehlern und gestanden dem Heimteam wieder die Führung zu (15:25). Diese Kräfteverhältnisse hielten im vierten Spielabschnitt an, in dem Trainer Oksanen die in der Mitte des vorherigen Satzes eingewechselten Spielerinnen Vivian Guyer (Pass) und Giulia Rigon (für ­Keylla Fabrino und Alex Schaber) auf dem Feld beliess.

Beim Stand von 9:15 reagierte Oksanen, bei den drei Wechseln ohne Ballbewegung unterlief ihm jedoch ein Fehler: Zwischenzeitlich stand nur eine statt der geforderten zwei Schweizerinnen auf dem Feld. Die Schiedsrichter liessen in der Folge alle Wechsel annullieren, ehe dann weitergespielt wurde. Nach einem Luzerner Service, der ins Aus ging, kam Katerina Holaskova zu sieben Aufschlägen (zwei Asse) und führte die Schaffhauserinnen zum 16:15. In der Folge nutzte Kanti den vierten Satzball zum 27:25. Im Tiebreak (mit Fabrino und Schaber) ging das Heimteam allerdings mit 8:5 und 12:9 in Führung. Die eingewechselte Elise ­Boillat behielt dann die Nerven: Sie servierte (nach u. a. drei Assen) bis zum ersten von drei Matchbällen für Kanti, den dritten verwandelte Chrissi Quade.

«Ich musste bei den Wechseln tief in die Trickkiste greifen, alle eingesetzten Spielerinnen haben zum Erfolg beigetragen», freute sich Trainer Oksanen für sein Team. Im Viertelfinal vom 29. Januar trifft der VC Kanti auf eines der weiteren sieben qualifizierten NLA-Teams, ausgeschieden ist neben Luzern auch Cheseaux (gegen Volero). Die Auslosung ist heute um 12.30 Uhr.

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Bilder Reinhard Standke | Werner Schläpfer

NLA Rückschlag mit 1:3 bei Franches-Montagnes

Nach zwei guten NLA-Spielen zeigte der VC Kanti am Samstag im Jura einen schlechten Auftritt und verlor 1:3. Damit verbleiben die Schaffhauserinnen auf Rang neun, einen Punkt hinter Lugano. Wie schon im Heimspiel im November zeigte Kanti Schwächen in der Serviceabnahme. Die Jurassierinnen servierten erneut stark, kämpften erfolgreich um jeden Ball und spielten nahezu fehlerlos. Die Gäste hatten einen veritablen Fehlstart, nach 10 Minuten stand es bereits 3:11, am Schluss gaben sie den Startsatz mit 15:25 ab. Noch einseitiger verlief der zweite Durchgang, nach elf Minuten lautete der Spielstand bereits 7:16.

Nach der Zehn-Minuten-Pause liess Franches-Montagnes nach und machte mehr Fehler. Kanti servierte stärker, kam zu Angriffspunkten und blockte besser. Nie in Rückstand liegend, holten sich die Schaffhauserinnen den dritten Satz mit 25:20.

Doch es sollte nicht so weiter- gehen. Nach dem Ausscheiden von Natalia Cukseeva, die nach einem Zusammenstoss mit Libero Rojas Bacchi durch Yiting Cao ersetzt werden musste, zog das Team aus dem Jura auf 12:4 davon. Die Gäste kamen zwar auf 12:17 heran, konnten aber den Satzverlust (16:25) und die 1:3-Niederlage nicht verhindern. «Wir machten 33 direkte Fehler und liessen 14 Asse zu, Franches-Montagnes war im Service und in der Annahme stärker», bilanzierte Trainer Oksanen. (R. Sta.)

Bilder Werner Schläpfer

 
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Samstag, 7. Januar 2017 - VC Kanti vor Doppelrunde in der NLA und im Cup


VC Kanti vor Doppelrunde in der NLA und im Cup

Das neue Jahr beginnt für den VC Kanti mit drei Spielen innerhalb von fünf Tagen.

Nachdem der VC Kanti mit dem 3:1-Heimsieg vom Mittwoch über VBC Cheseaux neues Selbstvertrauen tanken konnte, stehen am Wochenende gleich zwei Aufgaben auf dem Programm: Heute tritt das Team von Teemu Oksanen in der NLA bei Franches-Montagnes an (17.30 Uhr in Les Breuleux JU). Morgen geht es für die Schaffhauserinnen in den Cupachtelfinal nach Luzern. Volley Top Luzern gegen VC Kanti (15.00 Uhr, Bahnhofhalle) lautet eine der beiden ausgelosten NLA-internen Partien.

Welche ist nun die wichtigere der beiden Begegnungen für den Munot­städter Club? Er wisse, sagt Trainer Oksanen, dass aus der Geschichte des VC Kanti heraus der Cup immer eine grosse Bedeutung für den Verein habe, schliesslich konnte der Wettbewerb zweimal (2000 und 2009) gewonnen werden. Wenn er jedoch wählen könnte, würde sich der Kanti-Trainer für einen Sieg im NLA-Spiel im Jura entscheiden, damit sein Team in der Tabelle Fortschritte machen könne. «Nach dem Erfolg vom Mittwoch ist es für uns einfacher», meint der Finne Oksanen. «Wir können in beiden Spielen um den Sieg kämpfen.»

Im Heimspiel gegen Franches-Montagnes von Mitte November hatten die Schaffhauserinnen jedoch grosse Probleme mit der Serviceabnahme: Nicht weniger als 17 Asse habe man in den Sätzen eins, drei und vier kassiert, erinnert sich Teemu Oksanen. Einzig im zweiten Durchgang, den Kanti mit 25:17 gewann, liessen die Schaffhauserinnen kein Ass zu. Abgesehen von der Annahme sprachen die anderen Zahlen der Statistik jedoch für Kanti. Kanti-Fans, die das heutige Spiel in Les Breuleux mitverfolgen wollen, können mit dem Mannschaftsbus mitfahren, die Abfahrt an der BBC-Arena erfolgt um 12.45 Uhr (Fahrtkosten 40 Franken).

Der Cup-Achtelfinal vom Sonntag ist auch für Volley Top Luzern das dritte Spiel in fünf Tagen. Im dritten Duell der beiden Clubs in dieser Saison werde sich das Team durchsetzen, dass die Spannung am besten aufrechterhalten könne, so der Kanti-Trainer, der zudem fordert: «Wir müssen weiterhin mental Fortschritte machen, für uns ist es ein Test, ob wir nach dem Sieg vom Mittwoch auch auswärts gut auftreten ­können.» Zum Saisonbeginn hatte der VC Kanti in Luzern mit 3:1 gewonnen, Anfang Dezember unterlag man jedoch daheim mit ebenfalls 1:3. (R. Sta.) 
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Donnerstag, 5. Januar 2017 - Ein Sieg, der dem VC Kanti guttut


Ein Sieg, der dem VC Kanti guttut

Dem VC Kanti gelingt mit einem 3:1-Erfolg gegen VBC Cheseaux der erste Sieg unter dem neuen Cheftrainer Teemu Oksanen.

Gewonnen: Die Kanti-Spielerinnen, der Trainer und die Fans jubeln über den 3:1-Sieg gegen Chesaux. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

Endlich platzte beim VC Kanti der Knoten: Das Team des neuen Cheftrainers Teemu Oksanen zeigte gestern in der BBC-Arena gegen VBC Cheseaux wie schon Ende Dezember eine gute Mannschaftsleistung und fuhr den dritten Saisonsieg ein. Dieser war gleichzeitig der erste Vollerfolg unter Oksanen, der das Team nun im dritten Match betreute. In der Tabelle konnten sich die Schaffhauserinnen jedoch nicht vom neunten Rang verbessern, da sich der Tabellendritte Neuenburg UC eine 1:3-Niederlage beim achtplatzierten Volley Lugano leistete. Mit nun 12 Punkten bleibt Kanti jedoch einen Zähler hinter den Tessinerinnen und konnte den Rückstand auf Che­seaux auf zwei Punkte reduzieren.

Oksanen hatte in der Startaufstellung auf die zuletzt am Finger verletzte Stammschweizerin Elise Boillat verzichtet, neben Alex Schaber stand so die zweite Passeuse Vivian Guyer (anstelle von Keylla Fabrino) als zweite obligatorische Schweizerin zu Beginn auf dem Feld. Das Kanti-Team begann jedoch nervös. Nachdem drei Angriffe von den Lausannerinnen erfolgreich geblockt worden waren, stand es 1:3. Die Schaffhauserinnen kamen zwar auf 7:9 heran, konnten anschliessend aber den Service von Cheseaux-Pas­seuse Oriane Haemmerli nicht kontrollieren und fielen auf 7:15 zurück. Der erste Satz ging mit 14:25 deutlich an das Team aus der Romandie.

Unverändert schickte Teemu Oksanen sein Team in den zweiten Spielabschnitt, das nun eine Reaktion zeigte. Mit mehr Druck am Service und effizienter im Angriff kam es zum Erfolg, zumal den Gegnerinnen mehr Fehler in Angriff und Service unterliefen. Nach dem klaren 25:15 zog Cheseaux im dritten Satz auf 7:4 davon, der Kanti-Trainer wechselte Passeuse Fabrino und Angreiferin Boillat ein. Der Satz war bis 17:17 offen, Boillat servierte dann bis zum 22:17. Mit dem 25:22-Satzgewinn sicherte sich der VC Kanti einen Tabellenpunkt, der vierte Durchgang verlief letztlich klar zugunsten der Munotstädterinnen.

Geringe Fehlerquote

Nachdem Chrissi Quade unter den Augen der vorherigen Trainerin Mélanie Pauli mit einer Finte den ersten Matchball zum 25:15 hatte verwandeln können, war der Jubel bei Spielerinnen, Trainer Oksanen und den Fans natürlich gross. «In den entscheiden Momenten haben wir die Punkte gemacht», fasste Natalia Cukseeva zusammen. «Wir haben den ersten Satz als Anlauf gebraucht, danach sicherer aufgeschlagen. Der Sieg tut uns gut.» – «Wir haben eine sehr gute Teamleistung gezeigt, unsere Fehlerquote war gering», betonte Trainer Teemu Oksanen. «Besonders Chrissi Quade und ­Katerina Holaskova haben eine gute Bilanz in der Statistik. Cheseaux hat frustriert viele Fehler gemacht. Im ersten Satz waren bei uns Passspiel und Abnahme schlecht, die Angriffe landeten häufig im Block. Danach zeigte das Team jedoch ein Comeback.» Viel Zeit, den Erfolg zu geniessen, bleibt dem VC Kanti nicht. Bereits übermorgen führt die 15. NLA-Runde das Team nach Les Breuleux zu Franches-Montagnes. Für dieses Spiel besteht eine Mitfahrgelegenheit mit dem Teambus, der um 12.45 Uhr an der BBC-Arena abfährt (Kosten 40 Fr., ohne Eintritt, Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch). Am Sonntag treten die Munotstädterinnen im Cupspiel bei Volley Top Luzern an.

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Bilder Werner Schläpfer     Reinhard Standke

 
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Mittwoch, 4. Januar 2017 - Ein Ruck geht durch das Kanti-Team


Ein Ruck geht durch das Kanti-Team

Elise Boillat (18) ist Stammspielerin beim VC Kanti und beschreibt die Situation beim VC Kanti zu Jahresbeginn.

Elise Boillat (links) ist zu einer Fixgrösse beim VC Kanti herangewachsen: Sie möchte mit dem Team wachsen und Erfolge feiern. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

Mit drei Spielen innerhalb von fünf Tagen beginnt das neue Jahr für den VC Kanti gleich mit einem heftigen Programm. Bevor es in der NLA am Samstag zu Franches-Montagnes, dem Stammverein der auf Anfang der Saison zu den Schaffhauserinnen ­gewechselten Angriffsspielerin Elise Boillat geht, ist heute Abend der VBC Cheseaux in der BBC-Arena (19.30 Uhr) zu Gast. Am Sonntag müssen die ­Munotstädterinnen im Cup in Luzern antreten.

Dass die heute 18 Jahre alte Boillat einmal Volleyballspielen würde, lag nahe: Ihre Mutter, die selbst spielte, nahm sie zu NLA-Spielen im Heimatdorf Les Breuleux mit, zudem waren es zu Fuss nur knapp zehn Minuten bis zur Halle La Pépinière. Nachdem sie als Schülerin zunächst in Chaux-de-Fonds Tanzunterricht und Klavierstunden nahm, ging sie mit neun Jahren ins Volleyball. «Ich hatte immer gesagt, dass ich auch spielen will», erinnert sich Elise Boillat, die im neu begonnenen Sport ihren Weg machte. Mit 14 wurde sie Mitglied des Jugendnationalteams, zwei Jahre später wurde sie zu den Juniorinnen berufen. Mit dem U-19-Team von Franches-Montagnes holte sie 2015 SM-Silber, ein Jahr später den Titel. Ebenfalls 2016 spielte Boillat mit dem Elite-Nationalteam am Volley-Masters-Turnier in Montreux. Für die EM-Qualifikation im September musste sie jedoch aufgrund des in St. Gallen begonnenen Wirtschaftsstudiums an der HSG passen.

Bereits Anfang April letzten Jahres wurde die Verpflichtung beim VC Kanti bekannt, bei dem sie einen Zweijahresvertrag unterschrieb. «Wirtschaft interessiert mich mega, das war im Gymnasium mein Hauptfach», begründet Elise Boillat, die bereits mit 15 Jahren in der NLA spielte, ihre Studienwahl. Als Romande könne sie das erste Studienjahr auf zwei Jahre aufteilen, was dem Volleyballspielen in Schaffhausen entgegenkomme. An den Studienort pendelt die 18-Jährige an vier Tagen in der Woche mit dem Zug.

Sportlich lief es dem VC Kanti in den ersten Monaten nicht ganz wie erhofft. Mitte Dezember verletzte sich die Schweizer Stammspielerin Boillat im Training am kleinen Finger. Zwar musste eine Wunde genäht werden, der Finger war jedoch nicht gebrochen. Im letzten Spiel des Jahres 2016 bei Aesch-Pfeffingen musste sie allerdings pausieren, dennoch zeigte Kanti in der zweiten Partie unter Cheftrainer Teemu Oksanen eine deutlich stärkere Leistung. «Wir haben vor allem gegen die Aussenangreiferinnen besser verteidigt», schildert Boillat. «Dadurch hatten wir im eigenen Angriff mehr Chancen, selbst Punkte zu machen. Zum verbesserten Auftritt trug auch eine Aussprache unter den Spielerinnen bei. «Wir haben gemerkt, dass es so nicht mehr weitergeht, dass auch wir nach den vielen Niederlagen etwas ändern müssen», so Boillat. «Das hat einen Kick ausgelöst, wir geben auch im Training mehr.»

Seit Montag kann Elise Boillat wie auch die zuletzt am Fuss verletzte Mittelblockerin Giulia Rigon wieder voll trainieren. Wer von den beiden nach dem Trainingsunterbruch heute gegen Cheseaux wieder eingesetzt wird, ist für Trainer Teemu Oksanen noch offen. Im Spiel von Anfang November in Cheseux sei das insgesamt stärkere Spiel der Lausannerinnen im Angriff entscheidend gewesen, erinnert sich der Finne. Kanti hatte damals nur den dritten Satz klar mit 25:11 für sich entschieden. «Wir wollen gegen Cheseaux gewinnen, damit unser Selbstvertrauen weiter steigt», betont Elise Boillat. «Wenn wir unsere Leistung abrufen können, ist alles möglich», sagt die Kanti-Spielerin.

Persönlich Elise Boillat, VC Kanti

Geburtstag : 30. April 1998. – Grösse: 178 cm. – Position: Aussen/ Diagonal.

Volleyball: Seit 2007

Vereine: Franches-Montagnes (bis 2016), VC Kanti (seit 2016)

Erfolge: Mit Franches-Montagnes 2016: 1. Schweizer Meisterschaft U 19. – 2015: 2. SM U 19.

Hobbys: Familie, Freunde, Lesen, Klavierspielen

 
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Donnerstag, 22. Dezember 2016 - Kanti zeigt bestes Spiel der Saison in Aesch-Pfeffingen


Kanti zeigt bestes Spiel der Saison in Aesch-Pfeffingen

Starke Teamleistung

Gewinnen konnte der VC Kanti gestern Abend die zweite Partie unter dem neuen Trainer Teemu Oksanen bei Aesch-Pfeffingen zwar nicht. Der starke Auftritt des gesamten Teams im Baselbiet gibt aber Anlass zur Hoffnung. Schon die Satzresultate von 21:25, 20:25, 22:25 deuten auf ein ganz anderes Spiel hin als die beiden ersten verlorenen Sätze (15:25, 13:25) vom letzten Samstag gegen Neuenburg UC. Im Kader hatte Kanti mit einigen Einschränkungen antreten müssen, sassen doch Elise Boillat, Giulia Rigon und Dahlia Schreiber verletzungsbedingt nur auf der Bank. Vivian Guyer litt zuletzt unter Fieber. Anstelle von Boillat stand Monika Meier in der Startaufstellung, Oksanen hatte aus der 2. Liga Libero Sara Pavlovic (die ein Aufgebot für Trainings mit dem Jugendnationalteam erhalten hat) und Manuela Kunz (Pass) mitgenommen.

«Wir haben das beste Spiel der Saison gezeigt, mental einen Schritt nach vorn gemacht», lobte Teemu Oksanen seine Spielerinnen. «Wir haben vom Anfang bis zum Ende gekämpft und konsequent gespielt, ich bin stolz auf das Team», so der Kanti-Trainer weiter.
«Wir haben eine Reaktion gezeigt, die Stimmung war sehr gut, dass Team hat gut zusammengearbeitet.» Aesch-Pfeffingen habe jedoch in den entscheidenden Momenten besser von Verteidigung auf Angriff umschalten können.

«Alle haben gut gespielt»
 Oksanen nannte speziell die Aussenangreiferinnen Cukseeva und Quade, Passeuse Fabrino, Meier und Libero Bacchi. Nach der Weihnachtspause beginnt der VC Kanti am 29. Dezember wieder mit dem Training, zum Jahreswechsel folgt erneut ein Unterbruch. Am Berchtoldstag beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel vom 4. Januar. Dann treten die Schaffhauserinnen gegen VBC Cheseaux (7.) an. (R. Sta.)

Nationalliga A Frauen: Aesch-Pfeffingen - VC Kanti Schaffhausen 3:0 (25:21, 25:20, 25.22). - Löhrenacker. - SR: Rüegg/Witter. - VC Kanti: Fabrino (Pass), Quade, Cukseeva, Meier, Holaskova, Schaber, Libero Bacchi; eingewechselt: Guyer, Cao; nicht eingesetzt: Pavlovic, Kunz; verletzt: Schreiber, Rigon, ­Boillat. – Weiteres Spiel: Volley Top Luzern - Volero Zürich 0:3 (12:25, 22:25, 13:25). – Rangliste: 1. Volero Zürich 13/38 (39:3). 2. Aesch-Pfeffingen 13/36 (38:9). 3. Neuchâtel UC 13/26 (29:18). 4. Franches-Montagnes 12/21 (23:19). 5. Düdingen 13/20 (28:25). 6. Köniz 13/14 (21:31). 7. Cheseaux 13/14 (17:28). 8. Volley Lugano 13/10 (17:35). 9. Kanti Schaffhausen 14/9 (16:37). 10. Volley Top Luzern 13/7 (11:34).Fabrino (Pass), Quade, Cukseeva, Meier, Holaskova, Schaber, Libero Bacchi; eingewechselt: Guyer, Cao; nicht eingesetzt: Pavlovic, Kunz; verletzt: Schreiber, Rigon, ­Boillat. – Weiteres Spiel: Volley Top Luzern - Volero Zürich 0:3 (12:25, 22:25, 13:25). – Rangliste: 1. Volero Zürich 13/38 (39:3). 2. Aesch-Pfeffingen 13/36 (38:9). 3. Neuchâtel UC 13/26 (29:18). 4. Franches-Montagnes 12/21 (23:19). 5. Düdingen 13/20 (28:25). 6. Köniz 13/14 (21:31). 7. Cheseaux 13/14 (17:28). 8. Volley Lugano 13/10 (17:35). 9. Kanti Schaffhausen 14/9 (16:37). 10. Volley Top Luzern 13/7 (11:34).

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Bilder Werner Schläpfer

 

 
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Mittwoch, 21. Dezember 2016 - Mit nur noch neun Spielerinnen nach Aesch-Pfeffingen

Mit nur noch neun Spielerinnen nach Aesch-Pfeffingen

Die Pechsträhne beim VC Kanti scheint nicht abzureissen. Im letzten Spiel des Jahres heute Abend beim Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen werden dem neuen Kantitrainer Teemu Oksanen nur 9 von 12 Kaderspielerinnen zur Verfügung stehen. Weil Dahlia Schreiber wegen einer Rückenverletzung wohl bis Ende Saison ausfällt, Mittelblockerin Giulia Rigon aufgrund des übertretenen Fusses weiter pausiert, verstauchte sich Angreiferin Elise Boillat beim Blocktraining am Montagabend einen Finger. Die 18-jährige Stammspielerin wird gemäss Oksanen heute nicht eingesetzt werden können. Somit stehen mit Alexandra Schaber, Vivian Guyer und Monika Meier nur drei Schweizerinnen aus dem Kader zur Verfügung, von denen zwei eingesetzt werden müssen. Ob eine Spielerin aus der 2. Liga mit ins Baselbiet reist, war gestern noch offen.

«Jeder weiss, dass Aesch-Pfeffingen der Favorit ist», betont Oksanen, der aber auch darauf hinweist, dass Kanti im Heimspiel Ende Oktober einen Satz gewinnen konnte. Gegen Neuenburg, das der Kantitrainer auf vergleichbarem Niveau wie Pfeffingen sieht, habe sein Team zwei Drittel des Satzes auf bestem Level gespielt. «Allerdings müssen wir dies über den ganzen Satz und sogar über mehrere Sätze tun. Unsere Leader müssen unsere besten Player sein und konsequent spielen, sodass wir Erfolg haben können», erklärt Oksanen. (R. Sta.)

 
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Dienstag, 20. Dezember 2016 - VC Kanti U15 ist Regionalmeister


VC Kanti U15 ist Regionalmeister
 
Das Team von Matthias Lerch und Chrissi Quade machte sich früh auf den Weg nach St. Gallen zum Qualifikationsturnier für die Nachwuchs-Schweizer-Meisterschaften. Der erste Gegner hiess Amriswil. Die Vorgabe der Trainer lautete: «einen Sieg erringen», was das Team prompt umsetzte. Beim gleichzeitig ausgetragenem Spiel STV St. Gallen gegen Volley Toggenburg hatte das favorisierte Team aus Wattwil beim 2:1-Sieg mehr Mühe als vermutet. Die Kantigirls waren gewarnt und mussten gegen die St. Gallerinnen hart arbeiten. Teilweise lagen die Schaffhauserinnen mit vier Punkten im Rückstand. Aber mit einer geschlossenen Teamleistung kämpften sie sich zurück, behielten in den entscheidenden Phasen der Sätze (22:22 und 23:23) die Nerven und machten die Big Points. Was die mitgereisten Kantifans im Finalspiel gegen Toggenburg von ihrem Team dann zu sehen bekamen, war erstklassig. Mit starken und platzierten Services sowie Angriffen aus allen Positionen drückten sie den Gegner in die Defensive und liessen ihn gar nie ins Spiel kommen. Überlegen holte sich der VC Kanti den Sieg im Finalspiel und qualifizierte sich ohne Satzverlust für die nächste Runde der Schweizer Meisterschaft am 19. Februar 2017. (pd)
Bilder Werner Schläpfer

 
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Montag, 19. Dezember 2016 - VC Kanti: Neuer Trainer, alte Probleme


VC Kanti: Neuer Trainer, alte Probleme

Im ersten Spiel unter dem neuen Cheftrainer Teemu Oksanen bezieht der VC Kanti bereits die elfte Niederlage in dieser Saison.

Kanti-Spielerin Keylla Fabrino (vorn) bei einer Rettungsaktion. Beobachtet wird sie dabei von Mandy Wigger, Martina Halter und Michaela Reesor (v. l.). Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

Ein sofortiges Wunder hatte der Finne Oksanen, seit Donnerstag beim VC Kanti Nachfolger der zurückgetretenen Mélanie Pauli, nicht versprochen. Nach zwei klaren Satzverlusten brachten seine Spielerinnen im dritten Abschnitt eine 20:11-Führung nicht über die Runden.

Nachdem vor einer Woche Alexandra Schaber nach einer Gehirnerschütterung pausiert hatte, sass am Samstag mit Giulia Rigon wieder eine Mittelblockerin neben der dauerverletzten Dahlia Schreiber auf der Bank, auf der ansonsten kein weiterer Betreuer Platz genommen hatte.

Neuenburg setzte das druckvolle Spiel im Service und Angriff fort, das bereits im Heimspiel vom Oktober zum Erfolg geführt hatte. Kanti startete nervös und hatte die gegnerischen Angreiferinnen, von denen insbesondere Diagonalangreiferin Mandy Wigger (14 Punkte) und Saison-Topscorerin Elizabeth Campbell (13) punkteten, nicht im Griff. In den ersten beiden Sätzen lagen die Schaffhauserinnen mit 2:11 beziehungsweise 1:9 zurück. Das von Oksanen angesprochene Duell von Service und Abnahme konnten die Schaffhauserinnen nicht für sich entscheiden.

Abgerutscht in der Tabelle

Nach den mit 15:25 und 13:25 verlorenen Sätzen startete Kanti stärker in den dritten Durchgang, machte mehr Druck am Service und griff effizienter an, die Gäste machten nun die Fehler. Unter dem Service von Natalia Cukseeva, mit 14 Punkten auch beste Angreiferin und Spielerin des Heimteams, kam Kanti von einer 12:8- zu einer 17:8-Führung. Doch auch das 20:11 sollte nicht zum Satzgewinn reichen: Neuenburg brachte die beiden zuvor ausgewechselten stärksten Angreiferinnen wieder aufs Feld und hatte plötzlich wieder Druck am Service und Effizienz im Angriff. Anders Kanti: Angriffe in den Block, Passfehler und ein Service ins Aus machten die Sache für den Gegner leichter, der mit 25:21 zuschlug. «Neuenburg hat wie erwartet stark serviert, damit konnten wir in der Abnahme nicht umgehen. Zudem waren sie am Block stärker», fasste Coach Oksanen zusammen.

Nach einer weiteren klaren Niederlage fällt der VC Kanti auf den neunten Rang zurück, da sich im Duell der vorherigen beiden Tabellenletzten Lugano gegen Luzern durchsetzte und aktuell den letzten Play-off-Rang einnimmt. Gegen die beiden Kontrahenten um die Ränge am Tabellenende spielt Kanti erst im Februar wieder. Am kommenden Mittwoch treten die Munotstädterinnen im letzten Spiel des Jahres beim Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen an.

Video

Bilder Reinhard Standke Werner Schläpfer

 
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Samstag, 17. Dezember 2016 - «Wir können auch Siege gegen bessere Teams feiern»


«Wir können auch Siege gegen bessere Teams feiern»

Zwei Tage nach der Berufung zum Chefcoach des VC Kanti steht für den Finnen Teemu Oksanen mit seinem Team der nächste Ernstfall an: Der Gegner heisst heute Neuenburg UC.

Teemu Oksanen ist heute erstmals der Chef auf der Kanti-Bank. Bild Reinhard Standke

Während sich die beiden hinter dem VC Kanti platzierten Teams aus Lugano und Luzern beim direkten Aufeinandertreffen im Tessin gegenseitig die Punkte wegnehmen können, treffen die Schaffhauserinnen im ersten Spiel unter dem neuen Cheftrainer Teemu Oksanen heute bereits ab 14.30 Uhr in der BBC-Arena auf Neuenburg UC. Der Blick auf die Tabelle zeigt, dass sich Lugano oder Luzern vor Kanti setzen, sofern die Schaffhauserinnen heute gegen NUC nicht mindestens einen Punkt holen.

«Das Team hat in dieser Woche mit grossem Einsatz trainiert und freut sich auf das Spiel», berichtet Oksanen. «Aber jede Spielerin weiss auch genau, dass der Erfolg nicht durch ein Fingerschnippen kommt. Dies braucht Zeit, wir müssen Geduld haben.» Natürlich seien jetzt nach dem Trainerwechsel keine Wunder zu erwarten. Aber das Team weise genügend Können auf, um auch Siege gegen bessere Teams zu feiern, ist Oksanen überzeugt von der Qualität im Kader. «Mental müssen wir daran glauben, und alle Spielerinnen müssen zur selben Zeit gut spielen.»

Der kommende Gegner Neuenburg UC muss zwar die Reisestrapazen zum CEV-Cup-Spiel am Mittwoch nach Belgien verdauen, dürfte beim 3:0 in Oudegem aber einiges an Selbstvertrauen getankt haben. «NUC weist eine kompakte Stammformation auf, die stark angreift und wenig Fehler macht, ihre Bank ist nicht so stark besetzt», erinnert sich der neue Cheftrainer an das Hinspiel, in dem Kanti sich nicht besonders gut präsentierte. «Wir müssen sie unter Druck setzen und dann die Antwort abwarten.» Insbesondere müsse das Kanti-Team den Kampf um den besseren Service und die bessere Abnahme gewinnen, erklärte Teemu Oksanen, der fortfährt: «Wir müssen unsere Stärken ausspielen und die Schwächen vom Gegner ausnutzen. Meine Aufgabe ist es, den entsprechenden Game-Plan auszuarbeiten, den die Spielerinnen auf dem Feld umzusetzen haben.»

Wieder mit von der Partie sein wird gegen Neuenburg UC Mittelblockerin Alexandra Schaber, die vor einer Woche nach einer Gehirnerschütterung Forfait geben musste, nun aber wieder mit trainieren konnte. «Das Team hat in dieser Woche hart gearbeitet, vor zwei Wochen habe sich die Trainingsleistung mit dem Heimsieg gegen Lugano ausgezahlt», erinnerte der neue Kanti-Cheftrainer. Egal, wie die Begegnung gegen NUC ausgehen wird, die Munot­städterinnen müssen ihre konzentrierte Arbeit in den nächsten Wochen fortsetzen. Vor Weihnachten steht am nächsten Mittwoch noch das Auswärtsspiel beim klaren Tabellenzweiten Aesch-Pfeffingen an. (R. Sta.)

2.-Liga-Derby KJS gegen den VC Kanti 2

VOLLEYBALL Noch vor dem NLA-Spiel des VC Kanti trägt die zweite Mannschaft in der 2. Liga heute um 12 Uhr in der Buchthaler Sporthalle Zündelgut das Derby gegen KJS Schaffhausen aus. Beide Teams sind in der Tabelle nur durch drei Punkte getrennt: KJS liegt auf Platz 3, Kanti 2 auf Rang 4. (r.)

 
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Donnerstag, 15. Dezember 2016 - Medienmitteilung - Mélanie Pauli legt ihr Amt nieder



Mélanie Pauli legt ihr Amt nieder

Im Gespräch mit VC Kanti Präsident Heinz Looser hat Mélanie Pauli im gegenseitigen Einvernehmen ihr
Amt als Cheftrainerin per sofort zur Verfügung gestellt. Teemu Oksanen, bisheriger Assistenztrainer,
übernimmt das Amt.

Analysen und Gespräche nach dem verlorenen Spiel in Düdingen haben ergeben, dass die Vereinsleitung
weiterhin hinter Mélanie Pauli steht, ein Teil des VC Kanti NLA Teams aber das Vertrauen in die Trainerin
verloren hat. Diese Spielerinnen glauben nicht mehr, unter ihrer Leitung das Saisonziel Play Offs zu
erreichen.

Mélanie Pauli hat gegenüber der Vereinsleitung stets betont, dass sie zum Wohle des Clubs das
Cheftraineramt abgebe, wenn sie das Vertrauen der Spielerinnen nicht mehr habe. Dies hat sie nun nach
den Gesprächen mit dem Präsidenten Heinz Looser im gegenseitigen Einvernehmen konsequenterweise
durchgezogen.

Mélanie Pauli wird aber weiterhin das Juniorinnenprojekt betreuen, welches für die Zukunft des Vereins
immens wichtig ist. Sie wird den jungen Talenten weiterhin Athletik- und Techniktrainingseinheiten
anbieten.

Teemu Oksanen bringt bereits Erfahrung als Cheftrainer aus der finnischen Superliga mit. Es gilt nun, in den
zwei schweren Spielen vor Jahresende das Team so weiter zu führen, dass ein erfolgreicher Start im neuen
Jahr möglich ist.

Die Vereinsleitung dankt Mélanie Pauli für Ihren grossen Einsatz und freut sich auf die weitere
Zusammenarbeit in einer anderen Funktion.

VC KANTI SCHAFFHAUSEN

 
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Montag, 12. Dezember 2016 - Weiteres ernüchterndes Kanti-Spiel: 0:3 in Düdingen


Weiteres ernüchterndes Kanti-Spiel: 0:3 in Düdingen

Bei der klaren Niederlage in Düdingen musste der VC Kanti zwei überdeutliche Satzverluste wegstecken – 13:25 und 8:25.

Die stark aufspielende Düdingerin Sabel Moffett (rechts) lässt dem Kantiblock mit ­Katerina Holaskova und Elise Boillat keine Chance. Bild Werner Schläpfer

Hatte der VC Kanti am letzten Sonntag mit dem 3:0 gegen Lugano eine Reaktion auf die 1:3-Heimniederlage vom Vortag gegen Luzern zeigen können, fiel der Auftritt der Schaffhauserinnen bei Volley Düdingen insgesamt ernüchternd aus. Dabei hatte die Vorbereitung letzte Woche, was die Schweizer Spielerinnen angeht, unter keinem guten Stern gestanden. Während Alexandra Schaber eine Gehirnerschütterung erlitt und nicht eingesetzt werden konnte, zog sich Elise ­Boillat am Freitag eine Magenerkrankung zu, war aber in Düdingen dabei. Anstelle von Schaber wurde kurzfristig aus der 2. Liga die Schaffhauserin Lea Moser ins Aufgebot geholt. Bei der 17-jährigen Dahlia Schreiber stellte sich heraus, dass sie wegen einer Rückenverletzung möglicherweise in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann.

Pauli begann in Düdingen mit Boillat und der zweiten Passeuse Vivian Guyer als den beiden geforderten Schweizerinnen. Später wechselte sie Keylla Fabrino (Pass) und Moser ein. Während sich Kanti in der ersten Saisonpartie gegen Düdingen im Oktober daheim erst im Tiebreak (13:15) geschlagen gegeben hatte, waren die Freiburgerinnen nun in den 66 Spielminuten das klar bessere Team, dies vor allem im Angriff. Die Resultate des ersten und des dritten Satzes (13:25 und 8:25) sprechen eine deutliche Sprache. Im dritten Spieldurchgang zeigte sich Kanti lange (1:6, 2:17) hilflos und kassierte mit Schwächen in der Abnahme und im Angriff einige Serviceserien und Punkt um Punkt. Die Gäste hatten nach einem schlechten Spielbeginn im ersten Satz bis zum 8:9 und im zweiten Teil des zweiten Satzes annähernd mithalten können. «Wir wollten den Schwung aus dem zweiten Satz mitnehmen, ich habe keine Erklärung», sagte Mélanie Pauli am Sonntag, ratlos, warum es im dritten Satz gar nicht lief. «Ich muss das in dieser Woche mit dem Team anschauen.»

Von den drei Punkten aus dem vorgezogenen Spiel gegen Lugano zehrend, liegt Kanti nach elf Spielrunden weiterhin auf Platz 8. Drei Punkte aus den drei Spielen bis zum Jahresende hatte Präsident Heinz Looser im SN-Interview am Samstag gefordert. Gegen Düdingen klappte es nicht. Die nächste Aufgabe folgt am Samstag (14.30 Uhr) zu Hause gegen Neuenburg UC. Am 21. Dezember geht es noch zum Tabellenzweiten nach Aesch. (R. Sta.)


Video 
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Samstag, 10. Dezember 2016 - «Das Ziel ist immer noch erreichbar»

«Das Ziel ist immer noch erreichbar»

Nach der letzten schwierigen NLA-Saison hatte sich der VC Kanti mit einer veränderten Equipe eine klare Steigerung für 2016/17 erhofft. Die ist bisher, rangmässig zumindest, ausgeblieben. Präsident Heinz Looser erklärt, warum.

 

Präsident Heinz Looser hat trotz der schwierigen Phase, die der VC Kanti momentan durchmacht, seinen Optimismus nicht verloren. Bild H. C. Steinemann

Interview Heinz Looser, Präsident des VC Kanti

VON HANS CHRISTOPH STEINEMANN

Nach dem ersten Drittel der Saison lag der VC Kanti mit einem Sieg und acht Niederlagen auf Platz 9, also hinter den angestrebten Play-off-Plätzen. Nach dem 1:3 gegen Luzern und dem 3:0 gegen Lugano liegt der VC just auf Platz 8. Wo sehen Sie die Gründe für die ungenügenden Resultate?

Heinz Looser: Unser grosses Problem hat sich nach der Einführung der zweiten LAS-Spielerin (vgl. Kasten) auf die Saison 2015/16 ergeben. Zuvor galt die Regelung mit einer Schweizerin auf dem Platz, und damit wurden wir unter Trainer Dirk Gross 2014/15 noch Vizemeister. Jetzt aber müssen immer zwei Schweizerinnen (oder eben LAS-Spielerinnen) auf dem Feld stehen, das heisst auch, dass wir vier, fünf Schweizerinnen im Kader haben müssen. Ging das im ersten Jahr noch einigermassen gut, ist es uns nachher nicht mehr gelungen, bestandene Schweizer Spielerinnen mit mehrjähriger NLA-Erfahrung nach Schaffhausen zu holen. Dies aus verschiedenen Gründen, seien es schulische, berufliche oder andere.

Und wie steht es um den Nachwuchs?

Looser: Zurück zu den Wurzeln, so ­haben wir vor zwei Jahren unser neues Fünfjahresprojekt genannt, dies mit dem klaren Ziel, in Zukunft junge eigene Kräfte oder aus der grösseren Region Nordostschweiz ins NLA-Team einzubauen. Dabei bieten wir mehr Trainingseinheiten an, verbunden mit spezifischem Athletik- und Techniktraining. In diesem Zusammenhang ­haben wir sofort mehr talentierte Juniorinnen in die Ligateams eingebaut, sei das in der 5. Liga – dieses Team stieg dann auch sofort auf – oder aber im 2.-Liga-Team, welches mittelfristig in die 1. Liga aufsteigen sollte. Nach Absprache mit den Lehrbetrieben und Schulen können zwei Spielerinnen bei uns auch Morgentrainings bestreiten.

Den Nachwuchs einzubauen, ist zwar ein vielversprechendes Projekt, aber das kann nicht auf Kommando funktionieren. Wie viel Geduld haben Sie?

Looser: Klar, dieses Projekt braucht Zeit, deshalb ist es auf fünf Jahre ausgelegt. Unser Problem ist, dass wir nach Norden an die deutsche Grenze stossen und im angrenzenden Schweizer Gebiet im Süden ausser Volero ­Zürich kein Club mehr ist, der Volleyball auf hohem Niveau spielt. Das hat Toggenburg zu spüren bekommen, das sich ent­schieden hat, in der NLB einen Neuaufbau zu starten, um dann wieder einen neuen Anlauf nach oben zu nehmen.

Mit einer Mischung aus Profis und jungen Schweizerinnen gehen Sie mit dem VC Kanti einen anderen Weg.

Looser: Ja, wir versuchen das momentan so. Aber wirtschaftliche Gründe zwingen uns wohl dazu, in drei Jahren mit vielleicht drei bis vier Ausländerinnen und vor allem Spielerinnen aus dem eigenen Verein und aus der ganzen Nordostschweiz aufzutreten. Daher sind wir jetzt schon sehr bestrebt, eigene Spielerinnen aus dem 2.-Liga-Team, wie Monika Meier oder Alexandra Schaber, oder von auswärts, wie Vivian Guyer oder Dahlia Schreiber, einzubauen. Elise Boillat ist auch erst 18. Sie können nicht von einem Tag auf den anderen NLA-­Niveau haben.

Aber den kurzfristigen Erfolg braucht der VC Kanti gleichwohl. Wie reagieren denn das Umfeld, die Sponsoren und die Fans auf die lange Nieder­lagenserie?

Looser: Das ist der Punkt. Trotz unseres Fünfjahresprojektes verlangen unser Umfeld und die Öffentlichkeit auch den kurzfristigen Erfolg. Das ist im Volleyball nicht anders als in anderen Sportarten. Aber für uns ist dieser Spagat sehr schwer zu meistern.

Sie sehen die bisherigen Leistungen?

Looser: Mir fehlt es an Konstanz im Ganzen gesehen. Zwei Schlüsselpositionen, Pass und Libero, haben wir neu besetzt. Auch da hatten wir mehr erwartet. Es fehlt teilweise auch an Ausstrahlung, wobei die Aufgabe für die Zuspielerin sicher keine einfache ist.

Nach Niederlagenserien wie jener des VC Kanti steht gewiss auch die Trainerin im Fokus. War eine Ablösung von Mélanie Pauli nie ein Thema bisher?

Looser: Klar ist das auch in unseren Führungsgremien besprochen worden, und es wurden gewisse Zielsetzungen formuliert. Das Soll haben wir nach dem ersten Drittel knapp verfehlt, aber unser Ziel, Platz 5 bis 8, ist im Moment immer noch erreichbar. Und Druck aus dem Umfeld ist da, aber solange das Team funktioniert und nun aus dem zuletzt ­gewonnenen Selbstvertrauen ein weiterer Aufwärtstrend folgt, machen wir mit Mélanie Pauli weiter.

Was wäre die Alter­native zu Pauli?

Looser: Diese Frage stellt sich zurzeit nicht.

Mit Düdingen heute, Neuenburg und Aesch folgt vor Weihnachten ein happiges Programm für den VC Kanti …

Looser: Ja, das sind drei «heisse» Gegner für uns. Drei Punkte müssten wir daraus holen, um weiter­zukommen. Aber das wird schwierig ­werden – und alle drei spielen mit sehr starken Schweizerinnen.

«Die jungen Schweizerinnen können nicht von einem Tag auf den anderen NLA-­Niveau haben.»

HEINZ LOOSER

Präsident des VC Kanti

Stichwort «LAS» oder Schweizer Spielerin

Zwei LAS-Spielerinnen Auf die Spielzeit 2015/2016 hin wurde die Anzahl «lokal ausgebildeter Spielerinnen» im Volleyball auf zwei erhöht. Dies, um jungen Schweizerinnen im Hinblick auf die Nationalteams mehr Spielpraxis zu geben. Ab dem Sommer 2015 müssen in den höchsten Schweizer Ligen demnach zu jedem Zeitpunkt pro Team mindestens zwei sogenannte LAS-Spielerinnen auf dem Spielfeld stehen.

Begriff LAS Als LAS-Spieler oder -Spielerin gelten alle Akteure, die im Alter von 13 bis 23 Jahren während dreier Jahre in Folge – unabhängig von der Nationalität – von einem Schweizer Club ausgebildet werden.

 
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Montag, 5. Dezember 2016 - Auch Luzern stärker als der VC Kanti


Auch Luzern stärker als der VC Kanti

Der VC Kanti dümpelt in der NLA weiterhin am Schluss der Tabelle herum. Das 1:3 gegen Volley Top Luzern war der Tiefpunkt dieser Saison. Am Sonntag folgte gegen ­Lugano mit einem 3:0-Sieg immerhin eine starke Reaktion.


Kanti-Cheftrainerin Mélanie Pauli (2) stand wieder als Libero im Einsatz und hatte mit Coach Temu Oksanen (hier beim 1:3 gegen Luzern) einiges zu besprechen; links die deutsche Natalia Cukseeva. Bild Michael Kessler

VOLLEYBALL Nach einer acht Spiele lang anhaltenden Niederlagenserie sollte das samstägliche Heimspiel gegen Luzern endlich die Wende einleiten. Schliesslich hatten die Schaffhauserinnen zum Saisonstart in der Innerschweiz mit 3:1 ihren bis dahin ein­zigen Sieg gefeiert. Aus einer Wiederholung desselben wurde aber nichts. Die Luzernerinnen erwiesen sich diesmal als das bessere Team, das sich in der BBC-Arena verdient 3:1 durchsetzte. Wieder startete der VC Kanti mit der Cheftrainerin auf der Liberoposition. Mélanie Pauli teilte sich die Aufgabe mit der wieder genesenen Sandra Rojas Bacchi, die zuletzt in Lugano wegen Rückenbeschwerden pausiert hatte. Und die Arbeitsteilung funktionierte gut, die wie immer engagierte Pauli stand in der Serviceabnahme auf dem Feld, Rojas Bacchi bei eigenem Service.

Mit Mélanie Pauli kam phasenweise eine Schweizerin mehr zum ­Einsatz, und dank ihr hätte die zweite ausländische Mittelblockerin, Giulia Rigon, vermehrt spielen sollen. Schon den ersten Versuch beim Stand von 13:15 im ersten Satz stoppten indes die Schiedsrichter: Das sei ein Verstoss gegen das Reglement, das fix zwei Schweizerinnen (im Detail LAS-Spielerinnen) auf dem Feld vorsieht. Der zweite Libero müsse ebenso eine Schweizerin sein, sagt das Reglement im Detail, welches Kanti nicht beachtet hatte. Denn Rojas Bacchi ist Spanierin. Somit ging auch diese (kleine) Rechnung nicht auf. Das war gewiss nicht der Hauptgrund für die Niederlage. Wie meist war es die Summe von Schwächen, die der VC Kanti an diesem Abend nicht verdecken konnte.

So hatte die brasilianische Pas­seuse Keylla Fabrino Ramos keinen ­guten Start und wurde im zweiten Satz durch die junge Vivian Guyer ersetzt, welche ihren Job gut machte. Sie führte Kanti nach zwei verlorenen Sätzen (21:25, 19:25) zum Erfolgserlebnis im dritten Satz (25:21). Danach vermochte Luzern seine Matchwinnerin, die Linkshänderin Taylor Milton, auf der Diagonalposition (mit 23 Punkten die Topskorerin) wieder vermehrt zu lancieren. Und der Kantiblock hatte bis zum 19:25 gegen das einstige Schlusslicht zu selten eine Antwort darauf. Ernüchterung machte sich breit. Doch es bot sich auch die Chance, im Sonntagsspiel gegen Lugano sofort zu reagieren. Was mit 3:0 eindrücklich gelang. (hcs.)

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Sieg über Lugano Kanti gelingt gestern endlich das lang ersehnte Break

Am Wochenende der Wahrheit gelang dem VC Kanti mit dem 3:0-Sieg gegen Volley Lugano im 11. Saisonspiel endlich der zweite Sieg. Durch den Vollerfolg in der vom 28. Januar vorge­zogenen Begegnung liegen die Schaffhauserinnen in der Tabelle nun wieder vor Luzern und Lugano auf Rang acht. Im Gegensatz zur Partie vom Vortrag stand Trainerin Mélanie Pauli nicht als eine von zwei Liberospielerinnen auf dem Spielfeld, sondern überliess die Aufgabe Sandra Bacchi, die diese dann auch gut löste.

Hatten die Schaffhauserinnen vor einer Woche in Lugano vor allem aufgrund der höheren Fehlerquote (u. a. im Service) verloren, waren es diesmal die Tessinerinnen, denen mehr Fehler (auch im Anspiel) unterliefen. Auch im Angriff agierten sie gestern weniger erfolgreich als daheim vor acht Tagen. Kanti geriet zwar in allen drei Sätzen mit drei bis vier Punkten in Rückstand, konnte diesen jedoch jeweils wieder gutmachen. Die Schaffhauserinnen schafften es im gestrigen Spiel auch, sich nicht nur Satzbälle zu erkämpfen, sondern diese auch zu nutzen. Mit Natalia Cukseeva (15 Punkte) und Katerina Holaskova (12) als beste Angreiferinnen stand bereits nach drei Sätzen der erste Sieg seit Ende Oktober fest. «Ich wusste gar nicht mehr, wie sich das anfühlt», zeigte sich Libero Sandra Bacchi erleichtert.

«Der Sieg ist wichtig für den Kopf», meinte auch Kantitrainerin Mélanie Pauli. «Wir haben unsere Leistung durchgezogen und gezeigt, dass wir ­fähig sind, auch mal mit 3:0 zu gewinnen. Es ist zwar schade, dass wir nur drei statt sechs Punkte geholt haben. Die drei Punkte sind aber mehr wert, als man zunächst glauben mag», so die Cheftrainerin weiter. «Wir dürfen nun aber nicht überheblich werden, sondern müssen konzentriert wie in den vergangenen beiden Wochen trainieren», warnt Pauli. Am kommenden Samstag muss Kanti auswärts in Düdingen (5.) antreten. Im Hinspiel Ende Oktober hatten die Schaffhauserinnen nach 0:2 Rückstand ausgeglichen, mussten sich dann aber im Tiebreak eines packenden Spieles mit 13:15 geschlagen geben. (R. Sta.)

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Bilder Reinhard Standke  Werner Schläpfer

 
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Freitag, 2. Dezember 2016 - Das Wochenende der Wahrheit für den VC Kanti


Das Wochenende der Wahrheit für den VC Kanti

Zwei Heimspiele

VON REINHARD STANDKE

Morgen Samstag gegen Luzern (10. Rang) und dann gleich am Sonntag gegen Lugano (8.): Für den VC Kanti (9.) stehen innerhalb von 24 Stunden gleich zwei wichtige Aufgaben in der unteren Tabellenregion der Nationalliga an. «Wir wollen zwei Siege erreichen», gibt Kanti-Trainerin Mélanie Pauli die Zielsetzung dezidiert vor. Ob sie selber wie bereits am letzten Samstag in Lugano auf der Liberoposition im Einsatz stehen werde, sei noch nicht entschieden. «Sandra Bacchi hat wieder mit dem Training begonnen», so Pauli zum Gesundheitszustand der Spanierin, die nach einer Blockade im Rücken für den Match im Tessin hatte Forfait geben müssen. Die Entscheidung über einen Einsatz hänge davon ab, ob der Rücken halte, und natürlich auch davon, was für das Team das Richtige sei, so Pauli. In Lugano konnte sie auf dem Feld stehend ebenso auf das Team einwirken wie der Kanti-Assistenzcoach Teemu Oksanen von der Coachingzone aus.

Fokus liegt auf dem Samstagsspiel

«Wir müssen konzentriert und fokussiert trainieren und dürfen den Spass am Volleyball nicht verlieren», stellt Pauli fest. «Am Dienstag und am Mittwoch haben wir gut gearbeitet, das müssen wir bis heute durchziehen.» Das Team müsse den Service stabilisieren, gut blocken und unnötige Fehler in wichtigen Momenten vermeiden. «Wir müssen probieren, die Konstanz zu halten. Gegen Luzern haben die Schaffhauserinnen zum Saisonstart auswärts gewonnen. «Es gibt keinen Grund, warum uns dies nicht wieder gelingen sollte», so die Cheftrainerin. «Der Fokus liegt auf dem Spiel vom Samstag, aus einem Spiel können wir den Schwung mitnehmen.»

Vor der Doppelrunde des VC Kanti – die Heimpartie gegen Lugano wird dabei vorgezogen, da die BBC-Arena am 28. Januar besetzt ist sind die Tessinerinnen und die Munotstädterinnen punkt- und satzgleich. Ausschlaggebend für die Rangierung ist allerdings, dass Volley Lugano zwei Spiele (im Tiebreak) gewonnen hat und der VC Kanti nur eines (3:1 gegen Luzern). Schlusslicht Luzern könnte am Samstag in Schaffhausen nur mit einem 3:0 oder 3:1 am Heimteam vorbeiziehen. Mit zwei Siegen könnte sich das Team von Mélanie Pauli jedoch ein schönes Polster nach hinten verschaffen. Es ist also das Wochenende der Wahrheit.

 
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Montag, 28. November 2016 - Der VC Kanti holt bei der knappen Niederlage in Lugano einen Punkt


Der VC Kanti holt bei der knappen Niederlage in Lugano einen Punkt

Nach der 2:3-Niederlage in Lugano schliesst der VC Kanti die erste Qualifikationsrunde auf Rang neun ab.

Kanti-Trainerin Mélanie Pauli (r.) im Einsatz vor Natalia Cukseeva (14). Bild R. Standke

VON REINHARD STANDKE, LUGANO

Mit rund einem Dutzend Fans waren beim ersten Auftritt des VC Kanti in Lugano deutlich mehr Anhänger dabei als bei den bisherigen Auswärtsspielen in dieser Saison. Und diesen bot sich bereits beim Einspielen eine Überraschung: Wie bereits in früheren Spielzeiten sprang Trainer Mélanie Pauli als Libero ein. Der Grund: Stammspielerin Sandra Bacchi hatte nach dem Spiel gegen Köniz eine Blockade im Rücken erlitten und verspürte selbst auf der Bank sitzend noch Schmerzen. Während Pauli, für die kurzfristig die Lizenz gelöst werden musste, auf dem Feld das Team zusätzlich noch motivieren konnte, amtierte deren Assistent Teemu Oksanen am Spielfeld als Coach. Solange Pauli für Mittelblockerin Holaskova (als zweite Schweizerin neben Elise Boilat) auf dem Feld stand, konnte sie Giulia ­Rigon anstelle von Alexandra Schaber in der Mitte einwechseln.

Knapp sollte die Partie im Tessin ausgehen: In der Endabrechnung waren es 108:109 Punkte, Kanti gab die Sätze 1, 3 und 5 mit zwei bzw. drei Punkten Unterschied ab, konnte aber den zweiten und vierten Durchgang mit drei Punkten Vorsprung für sich entscheiden. Ausschlaggebend für das Schlussresultat war die höhere Fehlerquote von Kanti. Insbesondere in den verlorenen Sätzen unterliefen ungewöhnlich viele Service- und Angriffsfehler. Im Tiebreak machten die Schaffhauserinnen sechs direkte Fehler. Hatte das Pauli-Team vor einer Woche den Vorsprung von 13:12 im Tiebreak nicht zum Sieg nutzen können, folgten auf die 12:11-Führung in Lugano zwei Bälle, die im Aus landeten (Service und Angriff). Trainerin Pauli sprach daher von der Angst der Spielerinnen, bloss keinen Fehler zu machen, anstatt auf Sieg zu spielen. Wie schon gegen Köniz konnte Pauli die Annahmeleistung ihres Teams als «korrekt» einstufen. Ihr bislang bestes Spiel im Trikot des VC Kanti zeigte die 18-jährige Angreiferin Elise Boillat, die mit 18 Punkten hinter Natalia Cukseeva (22 Punkte) zur zweitstärksten Angreiferin avancierte und auch im Service und in der Annahme gut agierte. Dafür erhielt sie nach dem Spiel ein Lob der Trainerin.

Nach dem knappen Spielausgang ergibt sich auch in der Tabelle fast ein Gleichstand zwischen Kanti und den Tessinerinnen. Durch den 3:2-Sieg konnte Lugano punktemässig mit Kanti gleichziehen, auch das Satzverhältnis ist mit 12:25 gleich. Nur dank des besseren Ballquotienten von 0.88 zu 0.91 verdrängte Lugano den VC Kanti auf Rang neun. Bereits am kommenden Sonntag treffen die beiden Teams wieder aufeinander, wenn die Tessinerinnen in der BBC-Arena zu Gast sind (Spiel vorgezogen vom 28. Januar). Am Tag zuvor kommt es an gleicher Stelle zur Partie Kanti gegen Schlusslicht Top Volley Luzern.

NLA. Volley Lugano - VC Kanti 3:2 (25:22, 22:25, 25:23, 22:25, 15:13). Lambertenghi. - 80 Zuschauer. - SR: Nellen/Fonio. - Spieldauer: 28, 29, 29, 30, 18 = 124 Minuten. - Vidal (Pass, 7 Punkte/2 Fehler), Werfeli (0/5), Pulcini (21/7), Rutarova (19/5), Palgutova (21/4), Gonzales (2/3), Libero Zini; eingewechselt: Dietrich, Ablondi (0/1), Fanelli (1/0). - VC Kanti: Fabrino (Pass, 4/7), Holaskova (16/5), Boillat (18/7), Cukseeva (22/7), Schaber (1/5), Cao (15/5), Libero Pauli (0/1); eingewechselt: Quade, Rigon (5/1); nicht eingesetzt: Schreiber, Guyer, Meier; nicht im Aufgebot: Rojas Bacchi (verletzt).

Bilder Werner Schläpfer    Reinhard Standke

 
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Freitag, 25. November 2016 - Die frühe Abfahrt zum wichtigen Match im Tessin


Die frühe Abfahrt zum wichtigen Match im Tessin

Frühes Aufstehen und Ausdauer sind morgen beim VC Kanti gefragt. Zwar beginnt das neunte Saisonspiel in der NLA in Lugano am Nachmittag erst um 16.00 Uhr. Um allen Eventualitäten auf der Gotthardroute aus dem Weg zu gehen und auch noch eine Pause einlegen zu können, startet der Teambus an der BBC-Arena bereits um 8 Uhr.

Wie am letzten Samstag trifft Kanti auf einen Tabellennachbarn – Aufsteiger Lugano (9.). «Wir waren nahe dran am Sieg», erinnert die Schaffhauser Trainerin Mélanie Pauli an die 13:12-Führung im Tiebreak. Nach der 2:3-Niederlage verblieb ihr Team auf Rang acht und ist, gemessen am Saisonziel Play-off-Teilnahme, noch auf Kurs. Noch einer «Woche der Refokussierung» (so Pauli) verbleiben Kanti noch 19 Spiele, um das Saisonziel zu erreichen oder gar zu übertreffen. «Jetzt ist nicht der Moment, um zu verzweifeln.» Kanti müsse jedoch den Fokus auf die Konstanz legen und mehr Qualität und Anstrengung im Training zeigen.

«Wir wissen, dass Lugano daheim stark ist», warnt Mélanie Pauli. Schliesslich gewannen die Tessinerinnen in jedem der bisherigen Heimspiele mindestens einen Satz und bezwangen sogar Franches-Montagnes. Die Stimmung in der Halle Lambertenghi ist wohl ähnlich laut wie in Cheseaux oder Wattwil. «Wir müssen konsequent blocken und unser gutes Service wiederfinden», so die Kanti-Trainerin, die die Annahmeleistung ihres Teams vor einer Woche als OK einstufte. Kanti erwartet in Lugano ein wichtiges Spiel, ein Punkteerfolg würde den weiteren Saisonverlauf sicher einfacher gestalten. «Wir gehen mit dem Fokus zu gewinnen, nehmen jedoch auch zwei Punkte», sagte Trainerin Pauli. Mittelblockerin Giulia Rigon, die noch in der letzten Saison bei Lugano spielte, konnte nach der Schulterverletzung, wegen der sie zuletzt geschont wurde, wieder mit dem Angriffstraining beginnen. (R. Sta.)

Bild Patrick Stoll

 
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Montag, 21. November 2016 - Der VC Kanti kommt nicht vom Fleck


Der VC Kanti kommt nicht vom Fleck

Nach gutem Start und 2:0-Satzführung geriet der VC Kanti (9.) auch gegen Köniz (7.) noch auf die Verliererstrasse und musste die Partie letztlich mit 2:3 abgeben. 

Konsternation bei den Kanti-Spielerinnen nach dem 15:13 im Tiebreak für Köniz.Bilder Reinhard Standke

VON HANS CHRISTOPH STEINEMANN

Ein Sieg für die bislang mit nur vier Punkten dastehenden Schaffhauserinnen wäre so wichtig gewesen für den weiteren Verlauf der Saison, für die Moral und nicht zuletzt für Trainerin Mélanie Pauli, die mit jeder Niederlage mehr unter Druck gerät. «Heute müssten wir mit 3:0 gewinnen», haderte die gebürtige Bern- Jurassierin mit dem Schicksal ihres Teams, das vor 428 treuen Zuschauern gut in die Partie gestartet war. «Oft führen wir mit fünf Punkten, und dann bringen wir uns mit Fehlern wieder selbst aus dem Konzept. Und verlieren dabei einfach zu viel Energie.» Das (einzig) Positive an diesem Abend sei der Punktgewinn, meinte Mélanie Pauli, freuen konnte sie sich aber nicht darüber. Denn in der Tabellensituation, in welcher sich der VC Kanti mit fünf Punkten befindet (Platz 8), müsste ein Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe wie Köniz gewonnen werden.

Zumal alles so gut begann. Die Schaffhauserinnen legten einen starken ersten Satz hin, griffen über viele Positionen an – Topskorerin Katerina Holaskova gelangen sechs und Yiting Cao vier Punkte –, servierten effizient und hatten die Serviceabnahme für einmal unter Kontrolle. Und sie zeigten sich nervenstark, indem sie gleich den ersten Satzball dank einem perfekt gespielten Ball der Chinesin Cao zum 25:23 verwerteten. Der zweite Abschnitt deutete dann an, dass sich Köniz mit seiner neuen bulgarischen Zuspielerin Guncheva nicht kampflos aufgeben würde. Als Trainerin Pauli bei 9:12 ein erstes Time-out nahm, drohte Köniz bereits wegzuziehen. Bei 12:16 schien die Lage noch bedrohlicher, aber dank gutem Service- und Angriffsspiel – und auch Könizer Fehlern – schaffte der VC Kanti nochmals den Turnaround. Die in dieser Phase überragende Chinesin Yiting Cao buchte vom 21:21 bis zum 25:21 drei Punkte, total waren es in diesem Satz sechs (24 im ganzen Match).

Es folgte die Zehnminutenpause. Und diese ist leider oft Gift für den VC Kanti. Zwar glückte der Start wieder optimal, aber nach dem 4:2 spielte praktisch nur noch eine Equipe: Köniz. Und das fortan praktisch ohne Fehler. Die Angriffe waren breiter verteilt, und gegen die 18-jährige Zoé Vergé-Dépré auf der Position 4 war kein Kraut gewachsen. Ein ums andere Mal schlug die jüngere Schwester der Beachvolleyballerin Anouk Vergé-Dépré den Kantiblock aussen an und buchte den Punkt. Mit 21 Punkten war sie beste Skorerin.Und der VC Kanti: Bei 4:10 wechselte Mél Pauli Ann-Christin Quade für Natalia Cukseeva ein, und Quade brachte neben positiven Emotionen auch Punkte. Doch nach dem 10:20 war der Satzverlust trotz toller Aufholjagd (bis zum 21:23) nicht mehr abzuwenden. Noch lagen drei Punkte drin, und der vierte Satz ging bis um 8:3 gut los. Doch leider nicht für lange. «Es fehlt uns an Konstanz», stellte Trainerin Pauli richtig fest, das ständige Auf und Ab in den Sätzen verunmöglicht es, die Gegner zu dominieren. Kam hinzu, dass sich die brasilanische Zuspielerin Keylla Fabrino Ramos zu viele Fehler (11) erlaubte – und sich dabei auf eine Art «Kleinkrieg» mit Schiedsrichter Sikanjic einliess, der Gefallen daran fand, der 30-Jährigen angeblich geführte Bälle abzupfeifen. Das konnte nicht gut gehen. Der dritte Satz war weg – 22:25.

Die Spannung in diesem aufreibenden zweieinhalbstündigen Match zog sich ins Tiebreak hinein. Erneut hatte der VC Kanti zuerst die besseren Karten (6:3, 10:8, 13:12). Aber wieder war es Zoé Vérgé-Dépré, die mit einem Block-out-Ball (zum 13:13) und mit einem guten Service das 14:13 einleitete. Es war aus Kantisicht fast tragisch, dass gleich der erste Matchball «sass». Die Ernüchterung danach war riesengross: Denn der eine Punkt war diesmal kein genügender Lohn.

Bilder Reinhard Standke

 
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Freitag, 18. November 2016 - Die Stammspielerin aus Stetten


Die Stammspielerin aus Stetten

Mit Alexandra Schaber steht seit dieser Saison beim VC Kanti ein Eigengewächs in der Startformation.

 

Alexandra Schaber ist voll konzentriert auf den nächsten Block. Bild rsta.

VON REINHARD STANDKE

In ihrer zweiten Saison im NLA-Team des VC Kanti hat sich die 20-jährige Alexandra Schaber als wichtige Spielerin etabliert. Die neu von der Aussen-/Diagonal- zur Mitteposition gewechselte Stettemerin ist gemeinsam mit Elise Boillat eine der beiden geforderten Schweizerinnen (genau «lokal ausgebildete Spielerin»/LAS) in der Startformation im Schaffhauser Traditionsclub.

Alexandra Schaber stammt aus einer sportlichen Familie. So tanzt Schwester Andrina professionell Ballett in der Junior Cinevox Company, Bruder Adrian tanzt Rock ’n’ Roll in der zweithöchsten B-Kategorie bei Angelo Cicconi. «Unsere Eltern haben uns immer motiviert, unseren Sport richtig zu machen», sagt Alexandra Schaber. «Es gefällt mir mega», freut sich die 20-Jährige, die seit acht Jahren beim VC Kanti Volleyball spielt, über ihre neue Herausforderung am Netz und am Service. Als Kind hatte sie zuvor im Alter vor vier Jahren in der Ballettschule von Franziska Looser-Weilemann begonnen, später kam noch das Dressurreiten auf dem Suter-Hof in Dörflingen dazu. Von dort holte Daniela Looser, die Frau des Kantipräsidenten Heinz Looser, die grossgewachsene Sportlerin (heute 181 cm) zum Volleyball. Dort begann sie in der Volleyballschule unter Trainerin Mélanie Pauli und gewann in der ersten Saison im Mini-Volleyball (vier Spielerinnen) die Regionalmeisterschaft.

Ballett und Volleyball parallel

Alexandra Schaber betrieb zwei Jahre Volleyball (drei Trainings in der Woche) und Ballett (vier Trainings) parallel und setzte dann voll auf den Ballsport. Beim VC Kanti durchlief sie diverse Teams: Die U 16 (Trainer Matthias Lerch), die U 19 (Matthias Kübler) und dann in der 2. Liga (Eduard Klettke). Nach den U-23-Interliga-Spielen vor zwei Jahren, die von Dirk Gross gecoacht wurden, holte dieser Schaber 2015/16 ins NLA-Team, bevor Mélanie Pauli zur Gross-Nachfolgerin ernannt wurde. «Es war ein grosser Schritt von der 2. Liga in die NLA, ich musste auch von der Theorie her viel lernen und kam, wie wir das vorher besprochen hatten, nicht viel zum Spielen», erinnert sich Schaber. «Dennoch hat es viel Spass gemacht.»

Nach ersten Versuchen auf der Mitteposition im letzten Jahr sah Trainerin Pauli für die laufende Saison Alexandra Schaber definitiv für den Posten vor. «Es hat gut funktioniert, ich hoffte, dass ich viel spielen kann», so die neue Mittelblockerin. «Dass ich nun sogar, nicht zuletzt auch aufgrund der LAS-Anforderung, Stammspielerin bin, damit hatte ich nicht gerechnet.» Eine der Stärken von Schaber ist der Service, wie zum Beispiel das Spiel in Cheseaux zeigte. Nach dem sich die ersten Trainingswochen auf die Blockarbeit konzentrierten, wird bei ihr nun auch der Angriff forciert. So erhielt die Stettemerin im Spiel gegen Franches-Montagnes bereits 14 Pässe, so viel wie in den fünf Partien zuvor zusammen. «Ich will mich weiterentwickeln und längerfristig auf der Mitteposition bleiben», so Alexandra Schaber, die trotz dem im Herbst begonnenen Studium der Betriebswirtschaft an der HSG St. Gal- len alle Trainings am Vormittag und Abend absolvieren kann. Die zu besuchenden Lektionen an der Hochschule konnte sie auf zwei Nachmittage legen, an zwei weiteren Tagen lernt sie daheim.

Gegen Franches-Montagnes hatte am letzten Freitag mit Sara Pavlovic ein zweites Kanti-Eigengewächs für Stimmung in der BBC Arena gesorgt. Die 16-jährige Libero-Spielerin der 2. Liga war wie am Tag darauf bei Volero Zürich jeweils für eine halbe Rotation als Verstärkung in der Abnahme eingewechselt worden. «Es hat mich für Sara gefreut, uns hat es Sicherheit gegeben, die Einwechselung hat einen Schub erzeugt», sagt Schaber. Dies nicht zuletzt auch durch den grossen und lautstarken Fanclub der jungen Spielerin.

Schlüsselspiel gegen Köniz

Für Schaber, Pavlovic und die weiteren Spielerinnen des VC Kanti steht morgen die Partie gegen Volley Köniz bevor, das in der Tabelle auf Platz sieben zwei Ränge und zwei Punkte vor den Schaffhauserinnen liegt. «Ein spannendes Spiel, da es beiden Clubs bisher nicht so gelaufen ist», blickt das Kanti-Eigengewächs voraus. «Wir müssen die Topskorerin kontrollieren, damit wir im Spiel bleiben», warnt Alexadra Schaber vor Diagonalangreiferin Monika Salkute, die mit der bulgarischen Nationalspielerin Kristina Guncheva per sofort eine neue Passeuse im Team hat.

Swiss Volley hat die Partie gegen die Bernerinnen, bei die frühere Kanti-Liberospielerin Simona Belotti als Angreiferin dabei sein könnte, zum «match of the week» erhoben. Gegenüber dem Verband erklärte Kanti-Cheftrainerin Mélanie Pauli: «Wir wollen zeigen, dass der momentane Rang nicht unserem Niveau entspricht. Köniz wird in Schaffhausen zum ersten Mal in der Saison mit seinem kompletten Team antreten», so Pauli. «Obwohl Köniz zwei Plätze vor uns klassiert ist, ist aus meiner Sicht die Ausgangslage völlig offen. Wir können komplett antreten, und das Ziel heisst zwei Punkte – mindestens.» Die Punkte würden dem Schaffhauser Verein sehr gut tun.

Persönlich Alexandra Schaber

Geburtsdatum 7. April 1996.

Grösse 181 cm.

Position Mittelblockerin.

Beim VC Kanti Seit 2008.

Vorher Ballett (bis 14 Jahre), Dressurreiten (bis 12 Jahre).

Ausbildung Studentin Betriebswirtschaft (HSG St. Gallen, 1. Semester).

Hobbys Familie, Kochen.

 
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Montag, 14. November 2016 - Kanti mit Reaktion, nun aber Neunter


Kanti mit Reaktion

Nach dem schwachen Auftritt vom Freitag daheim gegen Franches-Montagnes zeigte der VC Kanti einen Tag später gemäss Trainerin Mélanie Pauli eine Reaktion.

Das in Uster ausgetragene Spiel gegen den Meister und Cupsieger Volero Zürich, der wohl nicht viel mehr zeigte als nötig, ging zwar wie erwartet mit 0:3 verloren. In der Tabelle verdrängte Lugano nach dem Punktgewinn gegen Düdingen den VC Kanti auf Rang 9.

Nachdem am Freitag die Annahme, die nicht funktionierte, die grosse Baustelle gewesen war, beherrschten die Schaffhauserinnen 24 Stunden später dieses Spielelement besser, wenn auch noch nicht so gut wie von Trainerin Pauli erwartet. Im ersten Satz holte Kanti zum Schluss auf (21:25) und nahm das Momentum mit in den nächsten Durchgang. Mit dem Druck im Service stellten die Munotstädterinnen dann Volero vor Probleme und gingen mit 10:3 in Führung. Dann jedoch holten sich die Zürcherinnen den Service zurück. Der dritte Satz verlief lange ausgeglichen, Kanti lag bis zum 16:18 jeweils ein bis zwei Punkte zurück. «Vielleicht war es gut, dass der Gegner Volero hiess, da wir frei und mutig spielen konnten», so Trainerin Pauli.

An den kommenden drei Wochenenden stehen nun die wichtigen Spiele gegen die Tabellennachbarn an. Nach dem Heimspiel gegen Köniz vom Samstag geht es eine Woche später nach Lugano. Anschliessend folgen am 3./4. Dezember die Heimspiele gegen Luzern und Lugano (vorgezogen vom 28. Januar). (R. Sta.)

Livestream

Bilder Werner Schläpfer

 
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Montag, 14. November 2016 - Dreamteam U13

Dreamteam U 13



Einen sehr intensiven Spieltag haben unsere U13 Mädels hinter sich, in Uzwil starteten 3 Teams in der Kategorie «Fortgeschrittene» und alle haben sich an diesem langen Tag mit sehr vielen Spielen prima geschlagen! Herzlichen Dank auch an Katerina Holaskova von der NLA Mannschaft und alle Eltern, die uns super unterstützt haben!
Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel und deshalb werden wir morgen unter der Leitung von Teemu Oksanen (Assistenztrainer der NLA Mannschaft) wieder fleissig in der Halle die (Volley-)Bälle bewegen.
!HOPP Kanti!
 
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Samstag, 12. November 2016 - Gegen Franches-Montagnes auf verlorenem Posten


Gegen Franches-Montagnes auf verlorenem Posten

Der VC Kanti erlitt gestern Abend die dritte 1:3-Niederlage in Folge, diesmal gegen Franches-Montagnes.

 

Das Kanti-Eigengewächs Alexandra Schaber versucht den Block von Franches-Montagnes zu überlisten. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

VOLLEYBALL Einmal mehr erlebten die 328 Zuschauer in der BBC-Arena bei der Partie gegen Franches-Montagnes ein Spiel des VC Kanti mit Höhen und Tiefen. Am Ende resultierte zwar ein Satzgewinn, jedoch auch die fünfte Niederlage in Folge. Mit Zwischenrang acht liegen die Schaffhauserinnen, gemessen am Saisonziel (Erreichen des Play-offs, Platz 8), noch auf Kurs.

Einmal mehr war über die 105 Spielminuten die unkonstante Spielleistung des VC Kanti mitentscheidend, dass das Team ohne Punkte blieb. Schwächen in der Abnahme (hier ist Liberospielerin Sandra Bacchi keineswegs ausgenommen), ein fehlender Block, Missverständnisse allgemeiner Art und schlechte Pässe wechselten sich ab mit starken Services und Erfolgen im Angriff. Mussten die Schaffhauserinnen den ersten Satz mit 19:25 abgeben, servierten sie danach stärker und glichen mit 25:17 zum 1:1 aus.

Im dritten Satz war bis zum 18:19 alles offen, dann unterliefen Kanti jedoch drei Fehler im Angriff, und der Satz ging verloren (20:25). Das Achterbahnspiel ging auch im vierten Durchgang weiter. Denn bis zum Zwischenstand von 4:13 folgte wieder eine Phase mit schlechter Serviceabnahme. Dann brachte Trainerin Pauli für Yiting Cao in der Abnahme für eine halbe Rotation Sara Pavlovic (16 Jahre) aus dem 2.-Liga-Team), die, begeistert angefeuert von ihrem Team und Kollegen, ihre Aufgabe bestens erfüllte. Die Munot­städterinnen kamen auf 12:16 heran und gingen mit dem Service von Keylla Fabrino sogar mit 17:16 in Führung. Doch das war’s, der VC Kanti fiel erneut in das Muster mit der ungenügenden Abnahme zurück. Die Gäste aus dem Jura dominierten mit starkem Service und erfolgreichem Angriffsspiel und sicherten sich verdient Satz und Sieg.

Im heutigen Spiel gegen Volero Zürich – im Rahmen der Uster Games – darf sich Kanti keinen Erfolg ausrechnen. Endscheidend sind die Partien der kommenden Wochenenden gegen die aktuellen Tabellennachbarn Köniz (7.) daheim und dann in Lugano (9.).

Video

Bilder 
Werner Schläpfer  Reinhard Standke

 
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Freitag, 11. November 2016 - VC Kanti muss gleich zweimal ran in kurzer Zeit


VC Kanti muss gleich zweimal ran in kurzer Zeit

Für den VC Kanti stehen heute und morgen gleich zwei Spiele innerhalb von weniger als 24 Stunden an. Trifft das Team von Mélanie Pauli heute Abend (19.30 Uhr) in der BBC-Arena auf Franches-Montagnes, wird die Partie gegen Volero Zürich morgen im Rahmen der Uster Games um 18.00 Uhr (gratis Eintritt) in der Halle Buchholz in Uster ausgetragen.

Vor Saisonbeginn war der VC Kanti in zwei Trainingsspielen beide Male erst im Tiebreak Franches-Montagnes unterlegen, einem Team, gegen das Kanti auch gewinnen könne, so Mélanie Pauli vor gut vier Wochen. VFM hatte dann zu Saisonbeginn in Che­seaux verloren, am letzten Sonntag dann aber Düdingen daheim mit 3:1 geschlagen. Volero Zürich gab am letzten Sonntag beim 150. NLA-Sieg in Folge (3:2 bei Aesch-Pfeffingen) zum ersten Mal seit dem 23. Februar 2014 einen Punkt ab.

In den bisherigen beiden Heimspielen zeigte der VC Kanti beim 2:3 gegen Düdingen und beim 1:3 gegen Aesch-Pfeffingen jeweils zwei gute Sätze. Nach dem 1:3 vom letzten Samstag hatte Trainerin Pauli ein konstanteres Spiel von ihrem Team gefordert, ob bei einer erfolgreichen Umsetzung heute ein oder mehr Punkte drinliegen, wird sich am Abend zeigen. (R. Sta.)

 
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Montag, 7. November 2016 - Eine weitere Niederlage für den VC Kanti


Eine weitere Niederlage für den VC Kanti

In Cheseaux unterliegt der VC Kanti in der fünften NLA-Runde mit 1:3.

Kanti-Trainerin Mélanie Pauli (Mitte) gibt ihren Spielerinnen taktische Anweisungen beim Spiel ihres Teams in Cheseaux. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE, CHESEAUX

Einen Satz klar gewonnen, die anderen drei verloren: Im fünften Saisonspiel zog der VC Kanti beim VBC Cheseaux die vierte Niederlage hintereinander ein. Die Schaffhauserinnen zeigten im Lausanner Vorort einmal mehr eine Partie mit zwei Gesichtern. Im Verlauf des ersten Satzes wurde klar, dass Kanti gesamthaft in der Annahme schwächer spielte, im Block oft nicht sicher stand und im Angriff weniger effizient spielte. So gerieten die Gäste nach dem 6:7 mit 8:15 in Rückstand, machten dann zwar vier Punkte in Folge, mussten aber den ersten Durchgang nach dem 13:22 abschreiben.

Dann stellte Trainerin Mélanie Pauli die junge Vivian Guyer auf die Zustellposition, das Angriffsspiel bekam neue Impulse (auch durch Angriffe von der bereits Ende des ersten Satzes eingewechselten Yiting Cao). Cheseaux unterliefen zu Beginn mehr Fehler in Service und Angriff, die Munotstädterinnen führten bis zum 15:14 mit ein bis drei Punkten Vorsprung. Dann kassierte Kanti unter den Augen seiner früheren Mitspielerinnen Aida Shouk und Laila Chaignat vier Punkte und sollte den Rückstand bis zum Satzende (22:25) nicht mehr wettmachen können. Ganz anders traten dann die Schaffhauserinnen im dritten Satz auf: stark im Service (Cukseeva und Schaber/acht Aufschläge), solide in der Annahme, effizienter im Angriff. Dazu machte der Gegner mehr Fehler. Katerina Holaslova avencierte nicht nur im Spiel (14 Punkte), sondern auch im Saisonzwischenstand bei Kanti zur neuen Topskorerin. Nach dem klaren 25:11 konnte der VC Kanti das gute Spiel nur bis zum 7:5 im vierten Durchgang fortsetzen. Dann war das schlechte Spiel mit schlechter Abnahme, wenig effizientem Angriff und Mängeln im Block zurück. Schnell stand es 8:16 (zwischenzeitlich hatte Pauli die erste Pas­seuse Keylla Fabrino zurückgebracht) und sogar 10:20. Dann waren Satz (17:25) und Spiel (1:3) gelaufen. Entsprechend zeigte sich Pauli nicht zufrieden und kritisierte die häufigen Fehler in der Abnahme, im Block und im Angriff. «Wir müssen mehr Konstanz zeigen», forderte sie. «Wir haben im Angriff Stammspielerinnen, die sechs Punkte erzielen und danach dann sechs Fehler machen.» Die Angriffsquote lag nur im dritten Satz bei 50 Prozent, sonst betrug sie nur 30 Prozent.

Nach der Hälfte der ersten von drei Runden in der Qualifikation bewegt sich der VC Kanti auf Rang acht liegend in derselben Tabellenregion wie in der letzten Saison. Neben dem Sieg über Luzern bleibt abzuwarten, ob die Teams aus Köniz und Lugano geschlagen werden können. Am nächsten Wochenende warten gleich zwei Aufgaben auf das Team von Mélanie Pauli. Ist am Freitag (19.30 Uhr) Franches-Montages, das gestern Düdingen mit 3:1 bezwang, in der BBC-Arena zu Gast, steht am Samstag das Auswärtsspiel gegen Volero Zürich an. Diese Partie wird im Rahmen der Uster-Games um 18.00 Uhr in der Halle Buchholz in Uster ausgetragen.

Bilder:  Reinhard Standke     Werner Schläpfer

 
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Freitag, 4. November 2016 - Horizont erweitern beim VC Kanti


Horizont erweitern beim VC Kanti


Der Finne Teemu Oksanen ist seit dieser Saison Assistenztrainer von Mélanie Pauli beim VC Kanti. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE

Einige Kontakte mit dem finnischen Volleyball hatte der VC Kanti ja vor dem Engagement von Teemu Oksanen bereits in den letzten Jahren. So spielten die Schaffhauserinnen 2011 und 2013 im Rahmen des CEV-Challenge-Cups gegen LP Salo und im November 2014 gegen Orivesi. Erst eine Saison später (2015/2016) amtierte dort Teemu Oksanen, der seit August als Assistenzcoach beim VC Kanti arbeitet, als Headcoach. Erste Erfahrungen als Trainer sammelte Oksanen bereits im Alter von 15, 16 Jahren, als er begann, Mädchen im Alter von 10 bis 12 Jahren zu trainieren. Dieses Team in seiner Heimatstadt Raisio, einem Vorort der südwestfinnischen Stadt Turku, betreute er rund zehn Jahre lang und führte es in die zweithöchste Liga. Nach zwei Jahren in der Top League in Pihtipudas wechselte er nach Orivesi, wo er in der letzten Saison Rang drei erreichte.

Traum verwirklicht

Weil in Orivesi jedoch viele Spielerinnenwechsel anstanden, bekam Teemu Oksanen das Gefühl, dass ihm die Liga nicht mehr viel geben könne. So kam der Kontakt mit dem VC Kanti, den ein französischer Agent vermittelte, gerade zur rechten Zeit zustande. Über Facebook notabene, wie Oksanen an der Teampräsentation Ende September im «Orient» erzählte, was viele zum Schmunzeln brachte. Er, der heute Freitag den 33. Geburtstag feiert, und Pauli telefonierten nach dem Erstkontakt lange miteinander. Der Finne reiste im August eine Woche vor dem Beginn der Trainings nach Schaffhausen, logierte im Kantihaus in Neuhausen und wurde sich schnell mit dem VC Kanti einig.

Grosse Niveauunterschiede zwischen dem Frauenvolleyball in Finnland und dem in der Schweiz bestünden nicht, sagt Teemu Oksanen, der einen Abschluss als Sportcoach besitzt und vor seiner Zeit als Proficoach als Personaltrainer arbeitete. «In der Schweiz sind allerdings die Spielerinnen im Schnitt etwas grösser, die Teams sind stärker in der Defensive und im Umschalten auf den Angriff.» In Finnland gebe es keine Vorschrift wie in der Schweiz, dass immer mindestens zwei «lokal ausgebildete Spielerinnen» (LAS) auf dem Feld stehen müssten.

Das Team des VC Kanti sieht der Assistenzcoach noch in der Aufbauphase. «Wir müssen als Team wachsen und uns von Spiel zu Spiel verbessern.» Nachdem die Schaffhauserinnen in Neuenburg eine klare Niederlage bezogen hatten, zeigte das Team vor einer Woche gegen Aesch-Pfeffingen zwei gute Sätze gegen den aktuellen Tabellenführer. Morgen Samstag geht es für Kanti nach Cheseaux, das als Nachfolger der längjährigen Trainerin Doris Stierli mit Eraldo Buonavira (ITA) einen Proficoach verpflichtet und entsprechende Ambitionen hat. Das Team aus dem Waadtland mit Topskorerin Sarah Van Rooij (ehemals Köniz) bezwang daheim Franches-Montagnes (3:0) und Köniz (3:2) und unterlag auswärts in Düdingen und Aesch-Pfeffingen ohne Satzgewinn. Wenn der VC Kanti die Leistung der starken Phase vom Spiel gegen Aesch-Pfeffingen abrufen kann, könnten ein oder mehrere Punkte drinliegen.

Trainings mit Gewichtheben

Abseits vom Volleyballfeld trainiert Teemu Oksanen selbst mit Gewicht-heben, kocht gerne, erkundet neue Orte oder die Natur. Landsleute des Finnen sind im Schweizer Volleyball zurzeit nicht tätig, dafür traf er beim VC Kanti auf die finnische Mutter einer Juniorinnenspielerin.

Mitfahrgelegenheit für Fans des VC Kanti zum Auswärtsspiel nach Cheseaux: Fans können am Samstag mit dem Mannschaftsbus mitfahren. Abfahrt 12.30 Uhr, BBC-Arena. Preis 40 Franken, Eintritt muss vor Ort gezahlt werden. Spielbeginn in der Salle sportive derrière-la-ville ist um 17.30 Uhr.

 
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Montag, 31. Oktober 2016 - Zwei Sätze lang auf hohem Niveau


Zwei Sätze lang auf hohem Niveau

Der VC Kanti hat gegen das Spitzenteam von Aesch-Pfeffingen zwar mit 1:3 verloren, aber er hat im ersten und im vierten Satz (25:23, 23:25) gezeigt, dass er guten Volleyball spielen kann.

Elise Boillat (vorn) und Libera Sandra Rojas Bacchi taten sich in der Serviceabnahme phasenweise schwer. Bild Reinhard Standke

Im ersten Satz überzeugten die Schaffhauserinnen die 338 Zuschauer in der BBC-Arena vollends. Sie gerieten zwar schnell mit 2:7 in Rückstand, aber die Antwort darauf war überzeugend: Der Service funktionierte genauso wie die Serviceabnahme und der Block, und im Angriff zeigten sich Topskorerin Natalia Cukseeva (6 Punkte) und die Chinesin Yiting Cao (5) fast unwiderstehlich. Folge davon war ein ausgeglichener und hochstehender erster Satz, der trotz 19:21- und 20:22-Rückstand noch an den begeisternden VC Kanti ging. Die junge Schaffhauserin Alexandra Schaber mit einem Aufschlagwinner und die Mittelblockerin Katerina Holaskova mit einem tollen Block zum 25:23 machten den umjubelten Satzgewinn perfekt.

Das indes wollten sich die ambitionierten Baselbieterinnen nicht bieten lasssen. Der auch als Nationaltrainer amtierende Aesch-Trainer Timo Lippuner nahm kleine Retuschen vor, insbesondere wechselte er für die 17-jährige Libera Alexandra Lorenz die routinierte Thays Deprati (24) ein, welche die gewünschte Stabilität in die Abnahme bringen sollte. Doch das Spiel lief zuerst weiter für den VC Kanti, der mit 4:1 und 7:3 in Führung ging. Spätestens als die holländische Passeuse Tess van Piekartz an den Service kam, begann die Kanti-Abnahme wie schon vor einer Woche in Neuenburg zu wackeln. Schnell stand es 9:16 für die Gäste. Und bis zum 14:25 gab es keine Erholung.

Dass sich diese Abnahmeprobleme auch im dritten Satz (16:25) fortsetzten, sah im Nachhinein auch Kanti-Trainerin Mélanie Pauli. «Wir haben da klar zu viele Fehler gemacht und bekamen phasenweise nicht mal die Chance, etwas aufzubauen.» Diese Inkonstanz in der Defensive gelte es im Training mit konsequenter Arbeit zu beseitigen, denn ohne Abnahme ist im Volleyball jede Equipe ziemlich chancenlos.

Wie gut das Schaffhauser Angriffsspiel laufen kann, wenn Passeuse Keylla Fabrina Ramos die Bälle breit verteilt, zeigte nach dem ersten auch der vierten Satz, in dem der VC Kanti wieder nahe am Gegner dran war (23:25). Zum Punktgewinn reichte es nach zweimaligen Anschlusspunkt (zum 20:21 und 21:22) trotzdem nicht ganz, denn Aesch hatte in Laura Künzler, die allein im vierten Satz zehn Punkte (total 22) erzielte, die alles überragende Akteurin in seinen Reihen. «Uns sind einige schöne Spielzüge gelungen», freute sich Pauli über die kleinen Teilerfolge.

Am nächsten Samstag folgt die Reise ins Waadtland nach Cheseaux, wo die Punkte immer schwer zu erobern sind. «Das ist ein gefährlicher Gegner für uns, vor allem zu Hause», sagt Mélanie Pauli. (hcs.)

Bericht: Sm'Aesch Pfeffingen

Bilder Werner Schläpfer   Reinhard Standke

 
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Samstag, 29. Oktober 2016 - Kanti trifft auf Aesch-Pfeffingen

Kanti trifft auf Aesch-Pfeffingen

 Im vierten Spiel der Frauen-NLA-Saison tritt der VC Kanti heute (17.30 Uhr, BBC-Arena) gegen Aesch-Pfeffingen an. Das Gastteam von Timo Lippuner (im Nebenamt auch Frauen-Nationalcoach) beendete die letzte Saison im 2. Rang und musste bislang in drei Spielen noch keine Niederlage hinnehmen. Allerdings resultierte in Düdingen und Neuenburg jeweils der Verlust eines Satzes. Die Baselbieterinnen, deren Budget (600 000 Franken) um rund ein Drittel höher liegt als beim VC Kanti, gelten somit heute als Favoritinnen.

Der VC Kanti hatte am letzten Freitag zwar zu Hause gegen Düdingen (2:3) in der BBC-Arena sein grosses Publikum – über 600 Zuschauer – begeistert, zeigte dann aber im Auswärtsspiel zwei Tage später in Neuenburg (nicht nur) in der Serviceabnahme eine schwache Leistung und zog eine klare 0:3-Niederlage ein. Assistenztrainer Teemu Oksanen sah den grössten Unterschied zwischen den beiden Partien im mentalen Bereich: «Gegen Düdingen waren wir bereit, nicht aber am Sonntag», so der Finne. Das Team von Mélanie Pauli sollte heute gegen Aesch ohne grossen Druck antreten können und eine spielerisch bessere Leistung zeigen als in Neuenburg. (R. Sta.)

 
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Montag, 24. Oktober 2016 - Kanti war in Neuenburg nicht parat


Kanti war in Neuenburg nicht parat

Eine klare 0:3-Niederlage bezog der VC Kanti in Neuenburg und blieb zum ersten Mal in dieser Saison ohne Punkte.

VON REINHARD STANDKE, NEUENBURG

Libero-Spielerin Sandra Bacchi war in der Defensive gefordert. Bild Reinhard Standke

Gestern wartete mit Neuenburg UC ein Gegner eines anderen Kalibers, als es am Freitag Düdingen war, auf den VC Kanti. Kanti begann mit der Stammformation, kam aber nicht ins Spiel. Denn schnell stand es 1:5: zweimal den Service nicht richtig abgenommen, ein falscher Pass, einen Angriff in die Netzkante gesetzt. Und es sollte so weitergehen: Nach dem 1:10 lagen die Schaffhauserinnen mit 4:16 hinten.

Kurz zuvor war Chrissi Quade für Natalia Cukseeva auf das Feld gekommen. Trainerin Mélanie Pauli wechselte kurzzeitig auch die Mitte (Giulia Rigon für Katerina Holaskova). Doch am klaren Rückstand sollte sich nichts ändern. Der Endstand von 11:25 im ersten Satz war deutlich. Neuenburg servierte stärker, stand solide in der Verteidigung und machte die Punkte im Angriff, allen voran Topscorerin Elizabeth Campbell. Dabei unterlief dem Heimteam noch der eine oder andere Fehler. Kanti dagegen stand in der Abnahme vielfach schwach und kam in der Folge nur zu wenigen Punkten im Angriff.


«Mangelnde Aggressivität»

In den zweiten Satz starteten die Munotstädterinnen zwar besser, kassierten nach dem 10:13 allerdings eine Serviceserie zum 10:19, danach war der Satz (13:25) dann schon gelaufen. Konzentrierter, druckvoller begannen die Schaffhauserinnen im dritten Abschnitt und setzten sich mit 8:5 in Führung. Doch dann wurde die Abnahme wieder schwächer, das Heimteam zog auf 16:13 davon und entschied den Satz mit 25:19 für sich.

Im dritten Spiel der Saison setzte es in nur 65 Spielminuten eine klare Niederlage ab, nach dem guten Kampf vom Freitag zeigte Kanti gestern einen schlechten Auftritt. «Der Gegner hat gut gespielt, wir haben nichts gezeigt», bemängelte Kanti-Chefcoach Mélanie Pauli. «Wir hatten keine Annahme, einen schwierigen Pass, zeigten zu viel Respekt. Nicht zufrieden bin ich auch mit der mangelnden Aggressivität», erklärte die Kanti-Trainerin weiter, die nur den Einstieg in den dritten Satz als gut einstufte. «Ob der Freitag zu viel Kraft gekostet hat oder es im Kopf nicht stimmte, wir müssen die Lehren aus dem heutigen Spiel ziehen», forderte Pauli.

Nach zwei Meisterschaftswochenenden ist die Tabelle verzerrt, haben die zehn Teams doch zwischen null (Volero) und drei Spielen (Aesch-Pfeffingen, 9 Punkte; Düdingen, 5; VC Kanti, 4) absolviert. So kommt es am Samstag (17.30 Uhr) vom Ranking her zum Spitzenspiel in der BBC-Arena zwischen dem Drittplatzierten VC Kanti und dem noch ungeschlagenen Leader Aesch-Pfeffingen. Die Schaffhauserinnen, die sich in Neuenburg schlecht verkauften, müssen gegen den Favoriten aus dem Baselbiet wieder zu einem soliden Auftritt finden.

Video

Bilder Reinhard Standke    Werner Schläpfer

 
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Samstag, 22. Oktober 2016 - Hart gekämpft, aber ohne Happy End

Hart gekämpft, aber ohne Happy End

Bei der 2:3-Niederlage gegen Volley Düdingen zeigte der VC Kanti einen packenden Auftritt vor grosser Kulisse und liess sich einen Punkt gutschreiben. VON REINHARD STANDKE

Die Düdingerin Sabel Moffet (rechts) findet eine Lücke im Kanti-Block gegen Katerina Holaskova (11) und Elise Boillat (13). Die Schaffhauserinnen verloren mit 2:3 und konnten noch einen Punkt einfahren. Bild Reinhard Standke

Welch eine Saisonpremiere für den VC Kanti in der BBC-Arena! Kaum einer der 612 anwesenden Zuschauer dürfte sein Kommen bereut haben, denn in 133 Spielminuten blieb es spannend bis zum letzten Punkt. Gestartet in die Partie war der VC Kanti Schaffhausen allerdings schlecht. Trainerin Pauli hatte bei der Aufstellung gepokert und ohne Chrissi Quade begonnen. Kanti startete nervös, Düdingen griff stärker an (Moffett, Grankvorka), machte aber mehr Fehler. Erst langsam fand Kanti in das Spiel und kam sogar zu zwei Satzbällen, wehrte zwei ab, kassierte dann aber das 26:28. Im zweiten Satz zog das Gastteam, bei dem Zora Widmer zu Teileinsätzen kam, unter Trainer Nicki Neubauer nach dem 17:17 davon und legte mit 25:21 vor.

Im Tiebreak gepokert

Doch mit ständiger lautstarker Unterstützung der Fans in der BBC Arena kämpften sich die Schaffhauserinnen zurück in die Partie. Zunächst wurde schlecht in den dritten Abschnitt gestartet, dann lief das (Angriffs-)Spiel der Munotstädterinnen, bei denen ab Ende des dritten Satzes Chrissi Quade und Alexandra Schaber dabei waren, immer besser. So gelang neben den Angriffen über Natalia Cukseeva auch das schnelle Spiel über die Mitte mit Katerina Holaskova. Nach dem 25:21-Satzgewinn machten die Schaffhauserinnen im nächsten Durchgang mit gutem Service Druck und erkämpften sich mit einem klarem 25:17 das Tiebreak. Hier legte Düdingen dank starkem Service und Angriffen von Moffett mit 6:2 vor, Kanti kam wieder heran, dann blieb der Spielstand eng. Beim 10:9 pokerte Pauli erneut, um Yiting Cao (für die Schweizerin Boillat) zu bringen, die die folgenden drei Punkte zum 13:12 erzielte. Sie mussten jedoch die zweite Passeuse Vivan Guyer für Keylla Fabrino einwechseln, um zwei Schweizerinnen auf dem Feld zu haben. Doch ein Servicefehler, ein Block von Moffett und ein technischer Fehler sollten den Endstand von 13:15 ergeben. «Ich hätte eventuell den Rückwechsel machen sollen, aber es hätte auch anders kommen können», nahm es Pauli auf ihre Kappe. «Insgesamt hat das Team Charakter gezeigt und einen Punkt erkämpft, ich bin zufrieden.» Nach dem nächsten Spiel von morgen Sonntag in Neuenburg werden die Kanti-Fans wohl auch am kommenden Samstag in Scharen in die BBC-Arena strömen, wenn um 17.30 Uhr Aesch-Pfeffingen zu Gast ist.

Mitfahrgelegenheit

Wer möchte, kann das Team in die Westschweiz begleiten und mit dem VC-Kanti-Teambus nach Neuchâtel (40 Franken ohne Spieleintritt) mitreisen. Abfahrt ist um 13.00 Uhr an der BBC-Arena (Anmeldung an administration@kantivolleyball.ch)

NLA, Qualifikation,
2. Runde: VC Kanti - Volley Düdingen 2:3 (26:28, 21:25, 25:19, 25:17, 13:15). - BBC-Arena. - 612 Zuschauer. - SR: Rüegg/Wolf. – Spieldauer: 32, 31, 26, 25, 19 = 133 Minuten. - VC Kanti: Fabrino, Meier, Holaskova, Cukseeva, Rigon, Boillat, Libero Bacchi; eingewechselt: Guyer, Cao, Schaber, Quade; nicht eingesetzt: Schreiber. - Volley Düdingen: Marbach, Brletic, Marx, Gfeller, Granvorka, Moffett, Libero Edberg; eingewechselt: Niederhauser, Widmer, Vanis, Knutti.

Weiteres Resultat:
Köniz - Volley Lugano 3:2 (25:20, 26:24, 22:25, 22:25, 18:16). – Rangliste: 1. Düdingen 2/5 (6:3). 2. Kanti Schaffhausen 2/4 (5:4). 3. Cheseaux 1/3 (3:0). 4. Aesch-Pfeffingen 1/3 (3:1). 5. Köniz 2/2 (4:5). 6. Volley Lugano 1/1 (2:3). 7. Neuchâtel UC und Volley Top Luzern je 1/0 (1:3). 9. Franches-Montagnes 1/0 (0:3). - Noch ohne Spiel: Volero Zürich.


Bilder: Werner Schläpfer | Reinhard Standke

 
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Freitag, 21. Oktober 2016 - Mit brasilianischem Temperament


Mit brasilianischem Temperament

Keylla Fabrino Ramos ist beim VC Kanti der neue Motor im Angriffsspiel. VON REINHARD STANDKE

Name: Keylla Fabrino Ramos

Geburtstag: 13. Mai 1986

Geburtsort: Niteroi (Rio), Brasilien

Grösse:1,80 m Position: Passeuse

Hobbys: Lesen, Kino, Kochen, mit Kollegen diskutieren, Spazierengehen

Bisherige Vereine; Pico (2003–2006), Camara Lobos (2006/2007), Vilsbiburg (2007/2008), AEK Larnaca (2008/2009), Ponta Delgada (Portugal, 2009/2010), Evreux (FRA, 2010/2011), Calais (2011/2013), Venelles (FRA, 2013/2014), Rote Raben Vilsbiburg (2014/2015), Nantes (2015/2016), VC Kanti (seit 2016)
 
Bild Patrick Stoll

Eine neue Passeuse mit Erfahrung war beim VC Kanti für die Saison 2016/2017 gefragt. Da passte es gut, dass Keylla Fabrino Ramos eine neue Herausforderung suchte. Kanti-Trainerin Mélanie Pauli studierte aufmerksam Videos von der Brasilianerin, die beiden diskutierten lange per Telefon. «Warum nicht, mir gefällt das Angebot gut», sagte sich die 30-Jährige, die aus Niteroi, das an der Baia de Guanabara gegenüber von Rio liegt, stammt. Beraten konnte sich Fabrino auch mit der früheren Kanti-Mittelblockerin Micheli Tomazela Pissinato (aktuell Allianz Stuttgart), «eine meiner besten Kolleginnen». So konnte Kanti bereits Anfang Juni die Neuverpflichtung bekannt geben. Nach insgesamt drei Jahren in Portugal, fünf Jahren in Frankreich und zwei Jahren in der deutschen Bundesliga spielt die Brasilianerin nun in der Schweizer NLA.

Guter Start in die Saison

Begonnen hat Keylla Fabrino Ramos mit dem Volleyballspiel im Alter von elf Jahren in der Schule, da sie für ihr Alter gross gewachsen war. Sechs Jahre später wechselte ihr damaliger Trainer nach Portugal zu Ribeirense Pico und nahm Ramos, die ein Sportlehrerstudium abbrach, sowie drei weitere Spielerinnen mit. Die 17-Jährige schaffte mit dem Team den angestrebten Aufstieg in die oberste Liga. «Ich bin eine Teamspielerin», beschreibt sich Fabrino selbst. «Ich spiele mit Herz, mit brasilianischem Temperament, das Team soll die positiven Schwingungen spüren.» Sie liebe das schnelle Spiel über die Mitte, sagt Keylla Fabrino. «Mir ist klar, dass man so nicht immer spielen kann, aber dank meiner Erfahrung weiss ich, wann es geht und wann nicht.» Mit dem 3:1 in Luzern ist die 30-Jährige erfolgreich in die Saison gestartet. Trainerin Mélanie Pauli habe das Team gut auf die Gegnerinnen vorbereitet. «Ich bin mit dem zufrieden, was wir taktisch umgesetzt haben, aber wir können mehr, noch haben nicht alle Spielerinnen 100 Prozent erreicht.» Die gute Dynamik müsse das Kanti-Team nun in die heutige Partie (19.30 Uhr, BBC-Arena) gegen Düdingen mitnehmen. «Es hängt von uns ab. Wenn alle zwölf Spielerinnen ihre Leistung abrufen, können wir sie schlagen», so Keylla Fabrino.

Das Team von Nicki Neubauer hatte beim 3:1 gegen das Rumpfteam aus Köniz drei verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Die während dieser Woche neu verpflichtete Aussenangreiferin Tamara Ignjic ist erst ab dem 25. Oktober spielberechtigt. Im zweiten Spiel des Wochenendes muss Kanti am Sonntag in Neuenburg antreten.

Volleyballspielen will Keylla Fabrino noch weitere drei bis vier Jahre. Auch für die Zeit danach äussert sie schon Pläne: Sie möchte als Spieleragentin in Europa tätig werden. So könne sie ihre Volleyballerfahrungen, aber auch ihre umfangreichen Sprachkenntnisse einbringen, sagt Keylla Fabrino auf Französisch. Daneben spricht sie neben ihrer Muttersprache auch noch Englisch

 
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Montag, 17. Oktober 2016 - Der VC Kanti startet mit Sieg in die Saison

Der VC Kanti startet mit Sieg in die Saison

In Luzern gab der VC Kanti im ersten NLA-Spiel zwar einen Satz ab, nahm aber schliesslich die angestrebten drei Punkte mit nach Hause.

Mit vollem Einsatz: Die beste Kantispielerin in Luzern, Chrissi Quade (Nr. 8), spielt gegen den gegnerischen Block. Bild W. Schläpfer


Endlich konnte der VC Kanti den Fluch gegen den Angstgegner der letzten Saison, Volley Top Luzern, bezwingen. Gleich dreimal hatten die Schaffhauserinnen in der Luzerner Bahnhofshalle den Kürzeren gezogen. Im zweiten Spiel der Saison 2015/16 war Kanti mit 2:3 unterlegen, in der Abstiegsrunde hatte es zwei 1:3-Niederlagen abgesetzt.

Gestern konnte sich das neu formierte Team von Mélanie Pauli zum Auftakt der Spielzeit 2016/17 mit 3:1 durchsetzen. Der Sieg fiel aber nicht ganz so klar aus, wie es das Resultat vermuten lässt. Kanti startete mit der Stammformation der letzten Testspiele zwar besser in das Spiel und kontrollierte lange das Spiel mit vier, fünf Punkten Vorsprung. Doch dann kam das Heimteam bis auf 20:21 heran. Der Wechsel von Chrissi Quade für Natalia Cukseeva brachte neuen Schwung, Kanti legte mit 25:22 vor.

Der Einstieg in den zweiten Spielabschnitt misslang jedoch völlig. Nach einem Blackout kassierten die Schaffhauserinnen sieben Punkte in Folge und sahen sich mit 2:12 im Rückstand. Nach drei Wechseln, Vivian Guyer ersetzte Keylla Fabrino Ramos am Pass, Quade kam für Elise Boillat und Daliah Schreiber für Cukseeva, kam Kanti zwar zurück, der Rückstand konnte aber nicht mehr vollends wettgemacht werden (18:25). «Wir haben dann den Rhythmus gefunden für den dritten und den vierten Satz», so Trainerin Mélanie Pauli.

Mit Quade als Leaderin

Der nächste Durchgang verlief lange eng, die Munotstädterinnen lagen bis zum 15:15 mit ein, zwei Punkten hinten, zogen dann jedoch auf 25:20 davon. Pauli lobte vor allem Angreiferin Quade: «Sie hat clever gespielt, gepunktet und das Team geführt.» Auch der vierte Satz war lange offen, zwischenzeitlich führte das Heimteam gar mit 16:14. Beim Stand von 20:18 für ihr Team griff Mélanie Pauli zu taktischen Wechseln, die aufgehen sollten: mit Cukseeva (für Yiting Cao), Monika Meier (für Katerina Holaskova) und Giulia Rigon (für Alexandra Schaber) machte der VC Kanti mit 25:19 den Sack zu. «Wir haben stark serviert und weniger Fehler gemacht», fasste Pauli zusammen. «Ich bin erleichtert, der erste Sieg ist geschafft, nun können wir befreit aufspielen, das war wichtig für den Kopf.»

Am nächsten Wochenende steht gleich eine Doppelrunde für die NLA-Teams an; auf den VC Kanti warten zwei nicht ganz leichte Aufgaben: Auf das Heimspiel vom Freitagabend gegen Düdingen (19.30 Uhr, BBC-Arena) folgt am Sonntag (17.30 Uhr) die Partie in Neuenburg. (R. Sta.)

Bilder Werner Schläpfer

 
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Freitag, 14. Oktober 2016 - Mit sorgfältig ausgewähltem Team


Mit sorgfältig ausgewähltem Team

Wieder aufwärts gehen soll es beim VC Kanti, dessen Team für die Saison 2016/17 die Handschrift von Mélanie Pauli trägt.


Katerina Holaskova bezwingt den Block von Zhejiang Volleyball (China), rechts
Passeuse Keylla Fabrino Ramos, die neue Regisseurin des Kanti-Spiels.
Bild Reinhard Standke



Cheftrainerin Mélanie Pauli freut sich auf die neue NLA-Saison.

 

VON REINHARD STANDKE

Die letzte Spielzeit hatte der VC Kanti auf Rang neun abgeschlossen. Im Minimum die Play-offs der Top 8 der Qualifikation, besser aber Rang sieben, um die Spiele gegen Volero Zürich zu vermeiden, strebt Mélanie Pauli in ihrer zweiten Saison als Headcoach beim VC Kanti an. Dafür hat sie mit grossem Aufwand das zwölf Spielerinnen umfassende Team zusammengestellt. «Es ist wie ein Puzzle, alle sind wichtig, auch die Ersatzspielerinnen», erläuterte die Kanti-Trainerin, die drei wichtige Akteure nennt.

Der neue Captain, Passeuse Keylla Fabrino Ramos (30), soll der Motor der Mannschaft sein.«Keylla soll ihre Erfahrung, ihr Feuer, ihre Energie einbringen.» Als Ruhepol gibt Libero Sandra Rojas Bacchi (32), die bereits ab 2011 für zwei Saisons das Trikot mit der Nummer 7 trug, beim VC Kanti ihr Comeback. «Mit ihrer Ausstrahlung soll sie den anderen Selbstvertrauen vermitteln.» Erfahrung aus der deutschen Bundesliga bringt Natalia Cukseeva (26) ein. «Sie muss in schwierigen Phasen die Punkte machen», erwartet Mélanie Pauli. «Das Trio ist erfahren, es muss mit Druck umgehen können.»


Ein guter Mix

Von den fünf jungen Spielerinnen, den vier Schweizerinnen Elise Boillat (18, Aussen), Daliah Schreiber (17, Aussen), Vivian Guyer (18, Pass), Alexandra Schaber (20, neu Mitte) und der Italienerin Giulia Rigon (21, seit vorgestern; Mitte), habe Boilat sich einen Stammplatz verdient. «Vivian ist eine solide zweite Passeuse, die wir als ‹Waffe› nutzen können», so Pauli. Nach ihren zwei Jahren bei Volley Lugano wird Giulia Rigon in der Saison 2017/18 als „lokal ausgebildete Spielerin“, von denen jeweils mindestens zwei eingesetzt werden müssen, gelten. Neben Eigengewächs Moni Meier (26), die von der 2. Liga zum NLA-Team kam, hat Pauli mit Chrissi Quade (24, Aussen), Katerina Holaskova (25, Mitte) und Yiting Cao (26, Aussen) drei Routiniers im Team. «Wir haben einen guten Mix, um im Mittelfeld mithalten zu können», hofft Pauli. «Ich habe keine Überraschungen im Persönlichkeitsbereich, wir haben im Vergleich zum Vorjahr genau das, was wir gesucht haben.»


Auf gleicher Wellenlänge

Mit dem neuen Assistenztrainer Teemu Oksanen hat Mélanie Pauli eine sehr gute Unterstützung an der Seite. «Wir haben dieselbe Vision vom Volleyball, eine ähnliche Philosphie, können Meinungsunterschiede konstruktiv besprechen. Er entlastet mich.»

Zum Saisonauftakt trifft der VC Kanti am Sonntag auswärts auf den Angstgegner Luzern. «Das erste Spiel müssen wir gewinnen, ich erwarte volle Konzentration und 150-prozentigen Einsatz», gibt die Kanti-Trainerin vor. «Dann schauen wir von Spiel zu Spiel, jedes davon wird wie ein Finalspiel sein, in dem wir ein gutes Selbstvertrauen aufbauen müssen.» Dem VC Kanti, Umfeld und Fans ist eine gute Saison zu wünschen.


NLA-Meisterschaft Die amtierenden Meister sind auch in der neuen Saison die Favoriten

Die Frauen von Volero Zürich und die Männer von Amriswil, die Schweizer Meister der letzten Saison, steigen als Favoriten in die NLA-Meisterschaft. Die Konzentration des Zürcher Topclubs Volero gilt erneut den internationalen Wettbewerben. An der Club- WM, die nächste Woche auf den Philippinen stattfindet und wegen der das Team verspätet zur Meisterschaft startet, und in der Champions League streben die Zürcherinnen einen Platz auf dem Podest an.

Der Gewinn der elften Meisterschaft in zwölf Jahren ist für Volero «nur» die Voraussetzung für die automatische Teilnahme an der Champions League. Wie entrückt Volero der Konkurrenz ist, zeigt ein Vergleich der veröffentlichten Budgets. 1,9 Millionen Franken setzen die Zürcherinnen um, mehr als dreimal so viel wie die Nummer 2 aus Aesch-Pfeffingen (600 000 Franken). Für den VC Kanti werden wie bislang 450 000 Franken angegeben. Hinter Volero kommen Play-off-Finalist Aesch-Pfeffingen, Neuchâtel UC, Düdingen und Franches-Montagnes als erste Teams infrage für einen Platz auf dem NLA-Podest.


Finanzielle Probleme in Köniz

Mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte Köniz. Gemäss «Berner Zeitung» ist die NLA-Equipe künftig nicht mehr in die Volley Köniz Betriebs AG, die Konkurs gegangen ist, integriert. Ausserdem gibt es verschiedene Altlasten, beispielsweise gegenüber der Gemeinde Köniz, die Volley Köniz nun abzutragen versucht. Vier Ausländerinnen warteten zuletzt auf ihre Einreisebewilligung. Bei Köniz amtiert die Hemmenthalerin Simona Belotti als zweite Liberospielerin. (sda/R. Sta.)

Fakten VC Kanti, Kader 2016/17

1 Fabrino Ramos Keylla (BRA/1986/180 cm), Pass, neu 2016 von VBN Volley-Ball Nantes/FRA

5 Meier Monika (SUI/1990/176), Aussen/ Diagonal, neu 2016, eigene Juniorin/2. Liga

6 Schreiber Dahlia (SUI/1999/180), Aussen/ Diagonal, neu 2016 von VBC Steinhausen

7 Rojas Bacchi Sandra (ESP/1984/156) Libero, wieder seit 2016, Comeback

8 Quade Ann-Christin (GER/1992/182), Aussen/Diagonal, seit 2012

10 Guyer Vivian (SUI/1998/183), Pass, seit 2016 von Volley Toggenburg

11 Katerˇina Holásková (CZE/1991/187), Mittelblock, seit 2015

12 Rigon Giulia (ITA/1995/183), Mittelblock, seit 2016 von Volley Lugano

13 Boillat Elise (SUI/1998/178), Aussen/ Diagonal, seit 2016 von Franches-Montagnes

14 Cukseeva Natalia (GER/1990/185), Aussen/ Diagonal, neu 2016 von VC Almaty (KAZ)

15 Schaber Alexandra (SUI/1996/181), Aussen/ Diagonal, seit 2015, eigene Juniorin

16 Cao Yiting (CHN/1990/182), Aussen/ Diagonal, seit 2015

Abgänge: Ripnaya Ekaterina (?), Knegt Michelle (?), McQuaid Andrea (?), Nikmonova Lucia (?), Rydvalova Lucie (VC Kanti, 2. Liga), Widmer Zora (Volley Düdingen), Zaugg Livia (Raben Vilsbiburg/GER, 2. Bundesliga),Rydval Matej (Co-Trainer VC Kanti, 2. Liga).


Staff:
Pauli Mélanie (SUI), Headcoach; Oksanen Teemu (FIN), Assistenztrainer neu 2016; Mühlethaler Tanja (SUI), Assistenztrainerin, seit 2015; Lerch Matthias (SUI), Scout/Teammanager; Vollmer Jana (GER), Geschäftsstelle; Looser Heinz (SUI), Präsident VC Kanti, Sandro Poles (SUI), Vizepräsident VC Kanti.


Medical Team:
Dr. Riess Regina, Teamarzt; Evelyn Kopatz, Physiotherapeutin; Dr. Urs B. Zahner, Chiropraktiker; Carola Gaiser, Bewegungscoaching und bioenergetische Massagetherapie; Claude Bührer, Physiotherapeut; Jeannette Schuler, Masseurin.

Neuer Modus: In der Qualifikation treten die Teams neu dreimal statt wie bisher zweimal gegeneinander an. Danach werden in Viertel- und in Halbfinals (jeweils Best of 3) die Finalisten auserkoren. Die finale Serie um den Meistertitel wird wie bisher im Best-of-5-Modus ausgetragen.

VON REINHARD STANDKE

 
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Montag, 10. Oktober 2016 - Zwei knappe Niederlagen


Zwei knappe Niederlagen

Jeweils mit 2:3 unterlag der VC Kanti in zwei Testspielen am Wochenende FranchesMontagnes.

Natalia Cukseeva (l.) gibt alles, dennoch reichte es nicht zum Sieg. Bild Reinhard Standke

VOLLEYBALL Eine Woche vor Beginn der NLA-Meisterschaft absolvierte der VC Kanti zwei letzte Testspiele, beide gegen den Vierten der letzten Saison, Franches-Montages. Das Team aus dem Jura, das ohne Stammlibero Taryn Sciarini antrat, setzte sich sowohl am Samstag in der heimischen Halle in Les Breuleux als auch gestern in Schaffhausen mit 3:2 durch. Rund 50 Zuschauer sahen bei eher düster anmutenden Lichtverhältnissen in der BBC-Arena ein Kanti-Team, das mit Eigengewächs Alexandra Schaber (Mitte) sowie der von Franches-Montagnes in die Munotstadt gewechselten Elise Boillat (Aussenangreiferin) als den in NLA-Spielen geforderten, in der Schweiz ausgebildeten Spielerinnen begann. In den weiteren Sätzen sollten auch die weiteren Schweizerinnen Vivian Guyer (Pass) und Daliah Schreiber (Aussen) eingesetzt werden. Beide Teams zeigten gute Phasen und Spielabschnitte mit Fehlern. Kanti legte zweimal einen Satz vor, das Team aus dem Jura glich jeweils aus. Im Tiebreak führten die Schaffhauserinnen mit 10:8, kassierten dann allerdings 7 Punkte in Folge. Nach den insgesamt 10 Sätzen zeigte sich Trainerin Mélanie Pauli zufrieden: «Wir haben zweimal erst im Tiebreak gegen einen Gegner verloren, gegen den wir gewinnen können», so Pauli. Zulegen müsse Kanti noch in der Blockverteidigung, dies werde der Schwerpunkt in der kommenden Woche sein, sowie in der Annahme. Weiter müsse das Team probieren, nicht nur abwechselnd in den einzelnen Spielbereichen wie Annahme oder Angriff ein gutes Momentum zu zeigen, sondern gleichzeitig, erläuterte Mélanie Pauli weiter.

Trainingsspiele. Am Sonntag: VC Kanti – FranchesMontagnes
2:3 (25:18, 18:25, 25:23, 22:25, 10:15). – BBC-Arena. – 50 Zuschauer. – Spieldauer: 24, 26, 27, 28, 14 = 119 Minuten. – VC Kanti: Ramos, Rigon, Boillat, Cukseeva, Schaber, Cao, Libero Bacchi; eingewechselt: Quade, Guyer, Holaskova, Schreiber; nicht eingesetzt: Meier. – Samstag: Franches-Montagnes – VC Kanti 3:2 (in Les Breuleux).

Bilder Werner Schläpfer    Reinhard Standke

 
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Freitag, 30. September 2016 - Mit neuem Team zu neuem Glück


Mit neuem Team zu neuem Glück

Bei der Teampräsentation des VC Kanti im Club Orient war nach der verpatzten  letzten Saison eine Aufbruchstimmung zu verspüren.

Das Kanti-Team der Saison 2016/17 war bei der Teampräsentation auf der «Orient»-Bühne bester Laune.

«Wollen wir wirklich nochmals darüber reden …», so reagierte Mélanie Pauli, Trainerin des VC Kanti, auf die erste Frage von Moderator Beat Signer nach dem Abschneiden in der Saison 2015/16. Die neuntklassierten Schaffhauserinnen hatten mit Schmerz auf ihre schwächste Saison aller Zeiten zurückblicken müssen. Sie haben daraus gewiss Lehren gezogen. Für Mélanie Pauli war es nicht selbstverständlich, wie sie bei der gestrigen Teampräsentation im «Orient» ausführte, dass sie sehr dankbar dafür sei, dass sie der Club und Präsident Heinz Looser auch in den schlechten Zeiten immer unterstützt hätten. Man setze damit auf Kontinuität und Durchhalten. Und diese Chance gelte es mit einem erneuerten  Team zu nutzen, ergänzte Pauli: «Wir wollten keinen Star und keine Diva, sondern Spielerinnen, die bereit sind, hart zu trainieren und sich die Erfolge in einem Prozess zu erarbeiten.»

Die zwölf Kaderspielerinnen wurden in Vierergruppen vom Moderatorenteam Beat Signer/Sarah Keller  launig vorgestellt und befragt. Zuerst waren vier Schweizerinnen an der Reihe:  die Schaffhauserin Monika Meier, die mit Jahrgang 1999 jüngste Spielerin Dahlia Schreiber, Vivien Guyer und die ebenfalls im VC Kanti gross gewordene Alexandra Schreiber. In der zweiten Gruppe präsentierten sich Ann-Christin Quade, die in ihrer fünften Kan- ti-Saison perfekt Schweizerdeutsch spricht, Elise Boillat, die Hoffnungsträgerin aus dem Jura, die Deutsch-Kasachin Natalia Cukseeva und die Tschechin Katerina Holaskova. Zum Schluss traten die neue Passeuse aus Brasilien, Keylla Fabrino Ramos, die als Captain eine Leaderrolle innehat, die spanische Libera-Rückkehrerin Sandra Rojas Bacchi, die italienische Mittelblockerin Giulia Rigon sowie die Chinesin Yiting Cao auf die Bühne. Sie spielte bereits letztes Jahr in Schaffhausen. 

Für Heinz Looser läuft die Vorbereitung bislang gut. «Aber von mir hören Sie heute Abend keine Prognose», rief er den Gästen im «Orient» in Anspielung auf die letzte Saison zu. Es kann nur besser werden. (hcs.)

 
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Mittwoch, 28. September 2016 - VC Kanti vergibt Satz gegen Zhejiang


VC Kanti vergibt Satz gegen Zhejiang

Im Testspiel gegen das  chinesische Spitzenteam  aus Zhejiang schlug sich  der VC Kanti trotz einer 0:4-Niederlage achtbar.

Nicht unzufrieden, aber auch nicht jubelnd zeigte sich die Trainerin des VC Kanti, Mélanie Pauli, gestern Abend nach den 110 Spielminuten in der BBC-Arena. Nach den ersten drei Sätzen gegen die Chinesinnen aus Zhejiang, welche die Schaffhauserinnen mit 21:25, 21:25 und 16:25 abgegeben hatten, machte zwar das elektronische Matchblatt nicht mehr mit, dennoch wurde ein vierter Satz gespielt. In diesem legte Kanti mit der neuen ersten Passeuse Keylla Fabrino Ramos am Service mit 5:0 vor. Zwar sollten die Munotstädterinnen später gleich sechs Satzbälle vergeben und auch diesen Durchgang mit 27:29 abgeben, sie erspielten sich aber die Sympathien der rund 80 Zuschauer. In den vier Sätzen hatte Mélanie Pauli gute, aber auch weniger gute Dinge gesehen. «Wir sind zu wenig aggressiv in die Partie gestartet», fasste die Trainerin, die das gesamte Kader von zwölf Spielerinnen einsetzte, den Beginn zusammen. «Haben wir im Service Druck gemacht, haben wir schlecht angegriffen, dazu kamen viele Netzfehler. Dagegen gab es gute Kombinationen und Ballwechsel.» Die Hauptarbeit in den nächsten Wochen sieht Pauli noch im Block und in der Serviceanahme. «Zhejiang hat weniger Fehler gemacht als wir, das ist der Niveauunterschied.» Einen guten Eindruck hinterliess Dahlia Schreiber (20), die beim Turnier in Jestetten krankheitsbedingt nicht zum Einsatz gekommen war. Nach der Teamvorstellung von morgen im Schaffhauser Club Orient und einem freien Wochenende testet der VC Kanti bis zum Saisonstart am 16. Oktober noch am 6. Oktober auswärts beim NLB-Vertreter VBC Aadorf sowie in zwei Partien gegen den dritten der letzten NLA-Saison, Franches-Montagnes. Kanti spielt am Samstag, 8. Oktober auswärts, das Team aus dem Jura ist am Folgetag in Schaffhausen zu Gast. Eine Woche später geht es dann in Luzern um die ersten NLAPunkte.
 
Testspiel: VC Kanti – Zhejiang 0:4 (21:25, 21:25, 16:25, 27:29). - BBC-Arena. - 80 Zuschauer. - Spieldauer: 25, 28, 24, 33 = 110 Minuten. - VC Kanti: Fabrino, Holaskova, Boillat,  Cukseeva, Schaber, Cao, Libero Bacchi; eingewechselt:  Schreiber, Rigon, Meier, Quade, Guyer.

Bilder Werner Schläpfer    Reinhard Standke

 
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Dienstag, 27. September 2016 - Kanti gegen Chinesinnen


Kanti gegen Chinesinnen

Gut zwei Wochen vor Saisonbeginn bestreitet der VC Kanti heute ein spannendes Testspiel gegen das chinesische Team aus Zhejiang.

Noch verbleiben dem VC Kanti 19 Tage bis zum NLA-Auftakt am 16. Oktober in Luzern. Konnten sich die Schaffhauserinnen eine Woche nach dem dritten Rang in Jestetten am ­Wochenende in Innsbruck gegen allerdings schwächere Gegner noch durchsetzen, so wartet heute Abend eine Mannschaft eines anderen Kalibers auf das Team von Mélanie Pauli. Mit dem Traditionsclub Zhejiang gastiert eine Spitzenmannschaft aus China in der BBC-Arena (19.00 Uhr, Gratiseintritt).

Das Team aus Zhejiang belegte in China in der Saison 2014/2015 Rang drei (letzte Saison Platz sechs) und stellte in den letzten Jahren immer wieder junge Talente für die Nationalmannschaft. «Wir werden in allen Bereichen herausgefordert werden», so Kantitrainerin Mélanie Pauli, die eine Antwort auf die Frage, wo ihr Team gegen einen solchen Gegner steht, erhalten wird.

«Die Zuschauer dürfen ein sehr schnelles Spiel, eine starke Verteidigung und überragende Angriffe des Gastteams erwarten», so Pauli, über die durch einen befreundeten Spielermanager die Anfrage aus China an den VC Kanti gelangte. Zhejing wird allerdings ohne drei Stammspielerinnen nach Schaffhausen kommen. Für Yiting Cao, die chinesische Aussenangreiferin des VC Kanti, sei das Team zwar ein Begriff, sie habe aber noch nie dagegen gespielt.

In Innsbruck konnten die Kantispielerinnen, die keinen Satz abgaben, die Erwartung ihrer Trainerin erfüllen. «Wir sind souverän aufgetreten, ich bin nach Innsbruck zuversichtlicher als vor einem Jahr.»

Monika Meier im NLA-Team

Das NLA-Kader des VC Kanti Schaffhausen wurde nach erfolgreichen Verhandlungen mit Monika Meier aus der 2.-Liga-Mannschaft ergänzt. Die 26-jährige Aussenangreiferin begann ihre Volleyballkarriere im Alter von zehn Jahren bei Volley Thayngen. Mit dreizehn Jahren wurde sie festes Mitglied beim VC Kanti und durchlief alle Juniorinnenkategorien, unter anderem unter der Leitung des jetzigen NLA-Scouts und Teammanagers Matthias Lerch. Dank ihren schnellen Fortschritten hat Monika Meier schon im Juniorinnenalter NLA-Luft geschnuppert. Seit zehn Jahren spielt die fest angestellte Gerichtsschreiberin in der 2. Mannschaft und stellt sich nun der Herausforderung, einen 100-Prozent-Job und das Engagement in der NLA unter einen Hut zu bringen. (R. Sta./pd)

 
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Montag, 26. September 2016 - Kanti in Innsbruck ohne Satzverlust


Kanti in Innsbruck ohne Satzverlust

Der VC Kanti trainierte in Tirol und spielte an der Pro-Alpen-Trophy 2016.

Das Schaffhauser NLA-Team präsentierte sich gut in Tirols Hauptstadt Innsbruck. Als Favorit gaben sich die Kanti-Volleyballerinnen keine Blösse und gewannen das Turnier souverän. Nach dem Auftaktsieg am Freitag gegen den Gastgeber IT Innsbruck überzeugten die Kantigirls auch gegen die Italienerinnen aus Trento. Im abschliessenden Spiel gegen Salzburg, bei dem zum Teil vier Schweizerinnen auf dem Spielfeld standen, machten die Munotstädterinnen den Erfolg perfekt. Erfreut zeigte sich Trainerin Mélani Pauli ab der guten Leistung von Dahlia Schreiber, die ihren Einstand im Kantiteam feierte. Die junge Schweizer Aussenangreiferin spielte gegen Trento durch und liess mit einigen schönen Aktionen ihr Talent aufblitzen.

Vorgabe erfüllt  so die Bilanz der Kantitrainerin, die sich bereits auf das Spiel nächste Woche gegen Zhejiang Volleyball am Dienstag und die Teampräsentation am Donnerstag freute.

Chinesisches Spitzenteam zu Gast

Ein erster Saisonhöhepunkt noch vor dem Meisterschaftsbeginn (am 16. Oktober in Luzern) findet morgen Dienstag um 19.00 Uhr in der BBCArena statt. Aus dem Land der Olympiasiegerinnen China kommt das Spitzenteam Zhejiang Volleyball nach Schaffhausen und testet das Team von Mélanie Pauli. Gewiss ein Leckerbissen für alle Volleyballfans. (wschl)

Resultate von Innsbruck: VC Kanti SH - IT Volley 3:0(25:16, 25:15, 25:23). VC Kanti - ATA Trento 3:0(25:22, 25:16, 25:20). PSVBG Salzburg - VC Kanti 0:3(20:25, 18:25, 17:25).

Bilder Werner Schläpfer

 
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Montag, 19. September 2016 - Spannende Spiele und viele Fans in Jestetten


Spannende Spiele und viele Fans in Jestetten

Beim traditionellen Turnier in Jestetten belegte der VC Kanti Rang drei.

Grosser Zuschaueraufmarsch in Jestetten: Monika Meier greift gegen den Block von ASPTT Mulhouse an. Bild Reinhard Standke

VON REINHARD STANDKE, JESTETTEN

VOLLEYBALL Bereits zum 9. Mal hatte der VC Kanti am Bettagswochenede in Zusammenarbeit mit dem TV Jestetten das Saisonvorbereitungsturnier organisiert. Eine Woche nach Rang zwei in Erfurt belegten die Schaffhauserinnen hinter dem deutschen Bundesligateam USC Münster (mit dem ehemaligen Kanti-Trainer Andi Vollmer) und Volley Düdingen (mit dem früheren Kanti-Assistenztrainer Nicki Neubauer) am eigenen Turnier Rang drei. Vierter wurde ASPTT Mulhouse. «Ich bin zufrieden, wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert», stellte Kanti-Trainerin Mélanie Pauli nach den drei Partien, die jeweils über vier Sätze gespielt wurden, ihres Teams fest.

Im Auftaktspiel verlor Kanti gegen Münster zwar 0:4, konnte aber im ersten und vierten Satz mithalten, dann liess jedoch die Annahme nach. Im vierten Satz vergaben die Kanti-Spielerinnen vier Satzbälle. In der zweiten Begegnung probierte Pauli einige Änderungen in der Aufstellung aus. Die Schaffhauserinnen gaben die ersten beiden Sätze gegen Düdingen ab, wussten sich dann aber bei nachlassender Konzentration der Gegnerinnen zu steigern und konnten beim Ausgleich zum 2:2 Selbstvertrauen tanken.

Nach dem traditionellen Apéro des Kanti-Sponsoren-Clubs Pallavolo begann der zweite Turniertag mit dem 3:1-Sieg der Munotstädterinnen gegen das Rumpfteam aus Mulhouse. Trainerin Mélanie Pauli lobte vor allem die gute Umsetzung des Spiels über die Mitte.

Ein absoluter Gradmesser waren die drei Partien gegen die nicht in Bestbesetzung angetretenen Gastteams nicht. Das Kanti-Team vermittelte aber die gute Stimmung in der Mannschaft; diverse Neuverpflichtungen, darunter Elise Boillat (Aussen), die Passeusen Keylla Fabrini Ramos (BRA) und Vivien Guyer, Giulia Rigon (ITA, Mitte) und die Rückkehrerin auf der Libero-Position, Sandra Bacchi (ESP), zeigten bereits sehr ansprechende Leistungen. Ein spezielles Spiel erlebt die zweite, junge Kanti-Passeuse Guyer, die am Samstag vier Sätze mit Mulhouse absolvierte und gegen Münster einen Satz gewann. Am nächsten Wochenende trifft der VC Kanti in Innsbruck auf die Gastgeber, Salzburg und Trento (ITA).

Bilder Reinhard Standke    Werner Schläpfer

 
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Freitag, 16. September 2016 - Neues Team des VC Kanti im Heim-Testturnier in Jestetten


Neues Team des VC Kanti im Heim-Testturnier in Jestetten

Zum bereits 9. Mal organisiert der VC Kanti jeweils am Bettagswochenende sein Vorbereitungsturnier in der Realschulsporthalle in Jestetten. Zu Gast sind der USC Münster, Mulhouse und Düdingen.

Auch in diesem Jahr kämpfen Yiting Cao (16) und Katerina Holaskova (11) für den VC Kanti in Jestetten. Bild Reinhard Standke

Neues Kanti-Team weckt Hoffnungen

Die Zusammenarbeit mit der Volleyballriege des TV Jestetten klappt seit fast einem Jahrzehnt bestens, betont Heinz Looser, der Präsident des VC Kanti. Während das Jestetter Team mit dem ersten Vorsitzenden Thomas Elger für die Organisation der Spiele und die Bewirtung in der Realschulsporthalle zuständig ist, organisiert Heinz Looser mit seiner Crew die Mannschaften und Schiedsrichter/Funktionäre und deren Unterbringung. Am Bettagssonntag ist im Kanton Schaffhausen traditionell kein öffentlicher Sportanlass möglich, daher kommt die Ausweichvariante mit Jestetten dem VC Kanti sehr gelegen. Untergebracht sind die Aktiven und Schiedsrichter in Schaffhausen im Hotel Bahnhof und in der Jugendherberge, dies weil die letztes Jahr benützte BBC-Arena diesmal belegt ist.

Sportlich gesehen hat sich Heinz Looser sehr über den guten Start der neuen Kanti-Equipe beim Turnier am letzten Wochenende im thüringischen Erfurt gefreut, wo ein erfreulicher 2. Platz herausgeschaut hat. «Sicher soll man das nicht überbewerten, aber dass nur zwei Wochen nach dem Trainingsstart schon einiges funktionierte und sich vor allem die neuen Spielerinnen im Team von Mélanie Pauli gut eingefügt haben, ist nicht selbstverständlich.» Mit der brasilianischen Passeuse Keylla Fabrino Ramos und dem spanischen Libero Sandra Rojas Bacchi sei auf den Schlüsselpositionen einiges an Qualität hinzugekommen. «Auch von den Typen her passt es, und die Stimmung ist sehr gut», hofft Präsident Heinz Looser auf einen guten Auftritt vor dem eigenen Publikum in Jestetten, wo die Schaffhauser Volleyballfans nach der durchzogenen letzten Saison hungrig sind auf gute Spiele.

Weil im September 2015 alle drei Spiele mit 0:4-Niederlagen geendet hatten, ist also jeder Satzgewinn diesmal schon ein kleines Erfolgserlebnis für Trainerin Mélanie Pauli und ihre Spielerinnen. Mit dem nach wie vor vom in Büsingen beheimateten Andi Vollmer trainierten USC Münster ist auch der Vorjahressieger dabei. Neu dabei sind die Teams von ASPTT Mulhouse, das in früheren Jahren schon oft in Jestetten zu Gast war, und Volley Düdingen aus der NLA. Trainer Nicki Neubauer ist als langjähriger Assistenztrainer des VC Kanti bestens bekannt, der gebürtige Thüringer hat die Freiburgerinnen zu einem Spitzenteam geformt. Die junge Passeuse Zora Widmer hat vom VC Kanti nach Düdingen gewechselt.

Los geht es in der Realschulsporthalle am Samstag um 12 Uhr mit der Partie zwischen dem VC Kanti und Münster, gefolgt von Düdingen gegen Mulhouse. Zum Abschluss stehen am Sonntag nach dem Traditionsapéro des Clubs Pallavolo ab 12 Uhr noch zwei Partien auf dem Programm. (hcs.)

 
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Dienstag, 13. September 2016 - VC Kanti startet gut: Platz 2 am Erfurt-SWE-Cup 2016


VC Kanti startet gut: Platz 2 am Erfurt-SWE-Cup 2016

Bei einem Vorbereitungsturnier im thüringischen Erfurt zeigten die NLA-Volleyballerinnen des VC Kanti starke Leistungen.


Die neue Aussenangreiferin des VC Kanti aus dem Jura, Elise Boillat (vorn), überzeugte beim Turnier in Erfurt. Bild Werner Schläpfer

Der VC Kanti, Ausgabe 2016/17, präsentierte sich beim ersten Auftritt an einem internationalen Turnier in Thüringen mit einer guten Leistung und platzierte sich im zweiten Rang. Bei einem starken Teilnehmerfeld konnte der Schweizer Ligakonkurrent TS Volley Düdingen die Bundesligateams Ladies in Black Aachen und Schwarz Weiss Erfurt sowie VV Grimma und Köpenicker SC II aus der 2. Bundesliga hinter sich lassen. Nur dem VC Wiesbaden, trainiert vom früheren Kantitrainer Dirk Gross, der ein souveränes Turnier spielte, mussten die Schaffhauserinnen den Vortritt lasen.

In zum Teil spannenden engen Spielen zeigte das Team von Trainerin Mélanie Pauli in Erfurt schon guten Volleyball und auch Winnerqualitäten, obschon das Trainierteam, dem neu Teemu Oksanen aus Finnland als Assistenztrainer angehört, diverse Aufstellungen testete. In den nächsten Wochen gilt es nun, die Erkenntnisse ins Training einzubringen und an den Details zu feilen. (wschl)

Resultate beim Turnier in Erfurt: VV Grimma - VC Kanti Schaffhausen 0:2, Ladies in Black Aachen - VC Kanti 0:2, VC Kanti - VC Wiesbaden 0:2, TS Volley Düdingen - VC Kanti 2:1 (Matchball des VC Kanti nicht gegeben), Köpenicker SC II - VC Kanti 0:2, Schwarz Weiss Erfurt - VC Kanti 2:1. – Rangliste: 1. VC Wiesbaden (1.Bundesliga). 2. Kanti Schaffhausen (NLA). 3. Volley Cats Düdingen (NLA Schweiz). 4.Ladies in Black Aachen (1. Bundesliga). 5.Schwarz Weiss Erfurt (1. Bundesliga). 6. VV Grimma (2. Bundesliga). 7. Köpenicker SC II (2. Bundelsiga). – VC Kanti mit: Keylla Fabrino Ramos, Pass, Brasilien; Natalia Cukseeva, Aussen, Deutschland; Vivien Guyer, Pass, Schweiz; Chrissi Quade, Aussen, Deutschland; Katerina Holásková, Mitte, Tschechien; Giulia Rigon, Mitte/Italien; Yiting Cao, Dia, China; Elise Boillat, Aussen, Schweiz; Alexandra Schaber und Monika Meier, Aussen, Schweiz Sandra Rojas Bacchi, Libera, Spanien. - Mélanie Pauli, Trainerin; Teemu Oksanen, Finnland/Assistenztrainer; Tanja Mühlethaler, Assistenztrainerin.

Nächster Auftritt des VC Kanti: Internationales Volleyballturnier Jestetten am 17./18. September 2016.

Bilder Werner Schläpfer

 
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Freitag, 27. Mai 2016 - VC Kanti U17

 VC Kanti U17 Juniorinnen 



Und wir sind mal wieder unterwegs :-)
 
   
Unsere besten  Mädchen der Jahrgänge 01,02,03 fahren heute nach Wiesbaden und sind ganz aus dem Häuschen! Die Zugfahrt ist lustig und für einzelne andere Fahrgäste ein bisschen zu laut, so eine grosse Reise macht man halt nicht jeden Tag! Zusammen unterwegs zu sein macht Spass, erst recht wenn man gemeinsam das erste internationale Turnier vor sich hat.

 


Hallo zusammen

Das Turnier hat uns zu richtigen Kämpfern gemacht! Nach den gestrigen klaren Niederlagen (Sachsen 2:0, Hessen 2:0 der erste Satz war sehr knapp, Wiesbaden 2:0) konnten wir heute stark aufspielen und Paderborn so richtig zum schwitzen bringen und einen Satz gewinnen.

Das Endspiel gegen Rheinland-Pfalz um den 7. Platz konnten wir trotz schwindenden Kräften für uns entscheiden und der Jubel in der Halle gehörte nur uns!

Das Turnier in Wiesbaden war für uns einfach unbeschreiblich! Dank der super Organisation (Olli!) und der unglaublichen Gastfreundschaft hatten wir ein einzigartiges Volleyballerlebnis!

Herzlichen Dank VCW Wiesbaden, wir kommen wieder ;-) Hopp Kanti!!

 


 
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Donnerstag, 12. Mai 2016 - Neue Verpflichtung

 

                


Neue Aussenangreiferin

Natalia Cukseeva Die 26-jährige deutsche Aussenangreiferin erlernte als Jugendliche den Volleyballsport in Hamburg bei den Vereinen CVJM, 1. VC Norderstedt und WiWa Hamburg. Von 2007 bis 2009 spielte sie beim VT Aurubis Hamburg in der 2. Bundesliga. Danach wechselte sie zum SV Lohhof und anschließend zum 1. VC Wiesbaden. In den Jahren 2012-2014 spielte sie bei den VolleyStars Thüringen. Die letzte Saison hat Natalia Cukseeva in ihrer Heimat beim VC Almaty in Kasachstan gespielt.
Ihr größter sportlicher Erfolg ist sicherlich bisher der U20-Weltmeistertitel 2009 mit der deutschen Nationalmannschaft in Mexiko.

     
Neue Mittelblockerin
Giulia Rigon Der VC Kanti Schaffhausen verstärkt sich auf der Mitteposition mit der 21-jährigen Giulia Rigon. Sie wurde in Saronno (Italien) geboren und stösst vom NLA-Aufsteiger Volley Lugano zu den Kanti-Girls. Die 1,83 Meter grosse Mittelblockerin unterschreibt beim VC Kanti Schaffhausen einen Zweijahresvertrag und soll somit langfristig zum Teamerfolg beitragen.
Ihre ersten Volleyballerfahrungen sammelte Giulia Rigon im zarten Alter von 10 Jahren. Der dynamische Teamsport sagte ihr sofort zu und führte sie auf ihrem weiteren Weg zum ASD Cislago, einem der besten Ausbildungsvereine in Italien. Sie durchlief dort zahlreiche Juniorinnen-Mannschaften und erhielt eine sehr gute technische Ausbildung.
Auf die Saison 2012/2013 hin folgte dann der Wechsel zu Consorzio Vero Volley Pro Victoria Monza in die italienische Serie C. In diesem Jahr schaffte Giulia mit ihrem Team denn auch bereits den Aufstieg. In der darauffolgenden Saison 2013/2014 wechselte die junge Mittelblockerin innerhalb der italienischen Liga zu Progetto Volley Arcobaleno Venegano.

Vertragsverlängerungen
Alexandra Schaber Die Kantifans werden in der Saison 2016/2017 neben den bereits kommunizierten Verpflichtungen zwei bekannte Gesichter auf dem Volleyballfeld sehen: Ann-Christin Quade und Alexandra Schaber haben ihre Verträge um eine weitere Saison verlängert und stehen dem Trainerteam des VC Kanti Schaffhausen ab Mitte August zur Verfügung.


Die aus dem eigenen Kanti-Nachwuchs stammende Alexandra Schaber verlängert ihr Engagement in der NLA-Mannschaft zur grossen Freude der Vereinsleitung um ein weiteres Jahr. Die 20-jährige Aussenenangreiferin hält somit an der Entscheidung, neben ihrem Studium in der höchsten Volleyballliga der Schweiz zu spielen, fest. Alexandra möchte in der kommenden Saison weitere wichtige Erfahrungen sammeln und zu möglichst vielen Einsätzen im NLA-Team kommen.
  Ann-Christin Quade Die 24-jährige deutsche Aussenangreiferin Ann-Christin Quade überzeugt nach Aussage des Trainerteams in der letzten Saison gleichermassen auf und neben dem Feld mit ihrer Zuverlässigkeit und mit ihrer Einsatzfreude. Quade wird damit bereits ihre fünfte Saison für den VC Kanti Schaffhausen bestreiten.

Neben den Aufgaben im NLA-Team betreut „Chrissi“ auch die U 15 Juniorinnen.
Neues Talent, neue Angreiferin
Dahlia Schreiber Mit der 17-jährigen, 180 cm grossen Aussenangreiferin verpflichtet der VC Kanti ein weiteres Talent. Sie begann ihre Volleyball-Karriere beim Volley TV Rüschlikon, trat 2012 der Swiss Volley Talent School in Zürich bei und spielte in der vergangenen Saison mit einer Doppellizenz einerseits in der 3. Liga (Rüschlikon) als auch in der NLB (VBC Steinhausen).
Zur Zeit nimmt sie an den Lehrgängen der Jugendnationalmannschaft teil und besucht die United School of Sports in Zürich (mit kaufmännischer Grundausbildung für Sportler).
Neues Talent, neue Passeuse
Vivian Guyer Die 17 jährige Vivian Guyer wechselt von Volley Toggenburg zu uns. Sie startete 2007 bei Volewa Wald, trat 2011 in die Swiss Talent School in Zürich-Oerlikon ein, spielte 2013/2014 zuerst im 2.-Liga-Team des VBC Cheseaux und löste dann eine Doppellizenz, um gleichzeitig auch beim TSV Jona erstmals als Passeuse spielen zu können.
Sie sammelte als Mitglied der Juniorinnen-Nationalmannschaft in den vergangenen beiden Saisons unter Trainer Dirk Gross bereits internationale Erfahrung. Und 2015/2016 kam sie bei Volley Toggenburg zu regelmässigen Einsätzen.

Rückkehr zum VC Kanti
Sandra Rojas Bacchi Die 32-jährige entschied sich nach zweijähriger Pause als Spielerin, mit einem Einjahresvertrag beim VC Kanti wieder als Libera aktiv die Spiele zu beeinflussen!
Schon 2011 - 2013 begeisterte sie die Schaffhauser Fans. Nach einem anschliessenden Ausflug in die spanische Superliga amtete sie während der vergangenen zwei Jahre als Co-Trainerin beim VBC Cheseaux.
     
 
Vertragsverlängerungen zur Saison 2016 / 2017

Yiting Cao

Yiting Cao hat im vergangenen Sommer vom Istres Ouest-Provence Volleyball (Frankreich) an den Rhein gewechselt und hat sich als Teamkapitän und Topscorer beim VC Kanti bestens präsentiert. Yiting Cao wird in der Annahme, aber auch im Angriff für die nötige Sicherheit sorgen.

Kateřina Holásková

Die 25-jährige Tschechin Kateřina Holásková, die letzte Saison beim VC Kanti auf der Mittelposition spielte und stets eine wichtige Rolle im Team trug, genießt weiterhin das Vertrauen des Trainerteams. Eine Weiterentwicklung wird aber auch in der kommenden Saison angestrebt.


Neue Verpflichtung
zur Saison 2016 / 2017

Elise Boillat

Die 18-jährige Angreiferin Elise Boillat vom NLA Verein Hôtel Cristal VFM unterschreibt beim VC Kanti einen 2-Jahres-Vertrag. Sie spielte zuletzt mit dem 98+  Juniorinnennationalteam an der CEV U19 Volleyball European Championship in Russland.
Nationalspielerin Boillat stößt im August zum Kanti-Team und wird im Herbst mit ihrem Studium an der HSG St. Gallen beginnen.
                       

Der VC Kanti freut sich auf ein großes Nachwuchstalent, das in der letzten Saison beim Jurassischen NLA-Konkurrenten schon eine tragende Rolle gespielt hat.




Keylla Fabrino

Ramos 


Die 30-jährige wechselt vom französischen Erstligisten VBN Volley-Ball Nantes nach Schaffhausen. Sie ist 180 cm gross und liebt kurze Pässe über die Mitte. Ihr vorangegangenen Ausland-Engements hatte die gebürtige Brasilianerin bei Ribeirense PICO und den Roten Raben Vilsiburg (die wir beide vom Europacup kennen) sowie bei SES Calais in Frankreich.
 
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Dienstag, 19. April 2016 - U15 Schweizermeisterschaft in Laufenburg



U15 Schweizermeisterschaft in Laufenburg


An den Schweizermeisterschaften der U15 (2002 und jünger), die am vergangenen Wochenende in Laufenburg ausgetragen wurden, holte sich der VC Kanti Schaffhausen mit dem 10. Rang das beste Resultat des Clubs an Nachwuchs Schweizermeisterschaften seit dem 6. Rang der U19 im Jahre 2012.

Nach dem ohne Satzverlust errungenen Regionalmeistertitel keimten Hoffnungen auf einen Rang in der ersten Ranglistenhälfte auf. Diese Hoffnungen wurden noch weiter genährt, weil die Gruppeneinteilung für die Spiele am Samstag für die Schaffhauserinnen sprach. Doch bereits beim ersten Spiel kam auch der erste Dämpfer. Der Gegner aus Gibloux (FR) lag in Griffweite, doch (wie noch mehrmals in diesem Turnier) musste ein dritter Satz die Entscheidung bringen: 11:15. Danach folgte das Spiel gegen Volley Köniz, das in der Schlussrangliste den 4. Platz erreichen sollte. Nach einer 5:25 Ohrfeige im ersten Satz fingen sich die Kanti Girls aber wieder auf und konnten den zweiten Satz offener gestalten. Nun musste das letzte Gruppenspiel über das Erreichen des Kreuzvergleichs entscheiden. Der Vertreter aus dem Wallis wurde im ersten Satz mit 25:11 überfahren. Doch die mit viel Risiko im Service spielenden Schaffhauserinnen konnten ihr Niveau nicht halten und verloren den zweiten Satz. Im zweiten Entscheidungssatz an diesem Tag behielt der der VC Kanti dann aber das bessere Ende für sich und gewann mit 16:14.

Im Kreuzvergleich trug der Gegner einen grossen Namen: VBC Cheseaux (5. am Ende des Turnier). Trotzdem starteten die Kanti Girls gut und gewannen den ersten Satz. Die erste Tabellenhälfte lag noch einen Satzgewinn entfernt. Doch wieder fehlte die Konstanz. Cheseaux machte deutlich weniger Fehler und gewann die Sätze 2 und 3.

So konnte am Sonntagmorgen einmal mehr nur noch um die Ränge 9-16 gespielt werden. Die Schaffhauserinnen hatten sich in der Nacht gut erholt und trafen als erstes Team wieder in der Halle ein. Gegen Volley Schönenwerd überzeugte der VC Kanti vorallem im zweiten Satz (25:12), wo eine gute Balance zwischen «Druck erzeugen» und «Risiko minimieren» gefunden wurde. Da aber der erste Satz verloren gegangen war, wurde es in einem weiteren dritten Satz wieder spannend: 17:15 – die Kanti Girls zeigte die besseren Nerven.

Vor dem Mittagessen kam es zur Wiederholung eines Gruppenspiels: Wieder wurde der VBC Ried-Brig mit 2:1 geschlagen. Damit lag noch das Spiel um den 9. Rang vor den Schaffhauserinnen. Gegen den TSV Jona Volleyball reichte dann aber die Kraft nicht mehr. Die bei Jona spielende Daphne Zwanenburg (MVP vor einer Woche bei der Meisterschaft der Regionalauswahlen) sorgte mit ihren Angriffen dafür, dass die Schaffhauserinnen in der Verteidigung ein Monsterprogramm verrichten mussten.

Fazit aus Trainersicht: Das Team verkaufte sich so teuer wie möglich und holte an diesen zwei Turniertagen das Optimum aus seinen aktuellen Möglichkeiten heraus. Die tolle Stimmung in der Halle und die eindrückliche Leistung der drei Medaillengewinner (NUC, Sm’Aesch Pfeffingen und Lugano) dürften bei einigen Schaffhauser Spielerinnen die Motivation für das Training nach den verdienten Frühlingsferien noch gesteigert haben.

Bilder  Samstag      Sonntag     Siegerehrung      Resultate

 
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Samstag, 19. März 2016 - «Wir wollen ganz klar in die Finalrunde»


«Wir wollen ganz klar in die Finalrunde»

Der VC Kanti blickt vor dem letzten Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr, BBC-Arena) gegen Volley Toggenburg auf eine sehr ernüchternde Saison zurück. Präsident Heinz Looser zieht im SN-Interview ein erstes Fazit und blickt vor allem in die Zukunft.

 

Präsident Heinz Looser steckt mit dem VC Kanti in einem sportlichen Tief. Bild W. Schläpfer

Interview Heinz Looser, Präsident des VC Kanti

INTERVIEW HANS CHRISTOPH STEINEMANN

Sie, Heinz Looser, haben sich ja die meisten Spiele der laufenden Abstiegsrunde angesehen. Wie haben Sie sich am Mittwoch während des sehr schwachen Spiels Ihres Teams in Luzern ­gefühlt, speziell im vierten Satz, als ihm nur drei Punkte gelangen?

Heinz Looser: Da war von Ausstrahlung wirklich nichts mehr zu sehen. Da hat mir nicht mehr sehr viel gefallen … Im ersten Moment kam mir gar der Gedanke, diese Mannschaft musst du bis auf vielleicht zwei Spielerinnen komplett auswechseln. Das war der Tiefpunkt der Saison. Dass es nach dem feststehenden Ligaerhalt nicht mehr um sehr viel gegangen und es nur eine Kopfsache gewesen ist, akzeptiere ich nicht. Wir sagten von vornherein, dass auch die verbleibenden Spiele dieser Abstiegsrunde für alle wichtig sind. Aber für die Zukunftsplanung ist mir nun einiges klar geworden.

Wie geht es denn konkret weiter?

Looser: Dazu kann ich im Moment ­konkret nichts sagen. Die entscheidenden Sitzungen stehen über Ostern an.

Trotzdem eine Nachfrage: Welche ­Signale gibt es denn bezüglich Trainerin und Teamstaff?

Looser: Wir haben schon im Vorfeld, das heisst Ende Januar, entschieden, dass wir an Mélanie Pauli als Cheftrainerin festhalten. Wir wollen ihr die Chance geben, dass sie mit einem von ihr selbst zusammengestellten Team eine Saison lang arbeiten kann. Nach dem unerwarteten Abgang von Trainer Dirk Gross nach Wiesbaden im letzten Sommer ist sie kurzfristig eingesprungen und hat die praktisch von ihm ­zusammengestellte Mannschaft übernommen. Ich tendiere nach wie vor klar zur Lösung mit Mélanie Pauli, dies auch im Wissen, dass wir keine Saison mehr wie diese erleben dürfen und sie vermehrt unter Druck stehen wird.

Wenn man praktisch nur verliert, sind im Sport generell, auch im Volleyball, schnell und meist hinter vorgehaltener Hand Vorwürfe zu hören. Wie sieht es diesbezüglich beim VC Kanti aus?

Looser: Klar gibt es auch solche Stimmen. Das zählt nicht. Was zählt, ist, dass unsere Trainerin immer, auch zuletzt im Spiel in Luzern, taktisch und vom Coaching her alles versucht hat, um die Mannschaft zum Erfolg zu bringen. Das haben mir auch die Gespräche bestätigt, die ich am Tag danach mit Mélanie Pauli geführt habe. Das Team konnte die Taktik nicht wie geplant aufs Feld bringen, dies auch, weil gewisse Spielerinnen im Kader sind, die sich im spieltaktischen Bereich noch entwickeln müssen. Darauf werden wir bei der neuen Kaderbildung genau schauen.

Dass in dieser Saison wenig für den VC Kanti laufen würde, war im Herbst schnell zu sehen. Und die Hoffnung auf Besserung erfüllte sich nie. Selbst das vor der Abstiegsrunde formulierte Ziel, vom 9. noch auf den 7. oder 8. Rang vorzustossen, erwies sich als unerreichbar. Warum war der Abwärtsstrudel nicht zu bremsen?

Looser: Die Tendenz haben wir schon nach wenigen Spielen im Herbst gesehen und konnten sie leider nicht umkehren. Das hat mit der allgemein schwierigen Konstellation im Team und im Speziellen mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Schweizerinnen zu tun. Diese neue Regel, dass zwei Schweizer Spielerinnen auf dem Feld stehen müssen, trat auf diese Saison hin in Kraft. Wir schafften es einfach nie, eine gut funktionierende Stammsechs zu finden. Und so konnten die Spielerinnen, die viel Vertrauen brauchen, dieses nie aufbauen.

Haben Sie während der Saison über Neuzuzüge nachgedacht?

Looser: Ja, darüber haben wir im Staff und in der Marketinggruppe intensiv nachgedacht. Aber auch diese Frage hängt eng mit der neuen Konstellation der Schweizer Spielerinnen zusammen. Eine weitere Ausländerin zu holen, das hätte nichts gebracht, und Schweizerinnen waren nicht verfügbar.

Schauen wir in die Zukunft. Im Zentrum stehen auch da die Schweizer Spielerinnen. Wie sieht es aus?

Looser: Mit den Schweizer Spielerinnen im Kader laufen Gespräche. Dazu wurden von uns aus 10 bis 15 Kandida-tinnen kontaktiert. Es ist eben sehr schwierig, Schweizer Volleyballerinnen nach Schaffhausen zu holen. Dies wegen unserer Randlage, denn wir verfügen kaum über Studien- oder Ausbildungsplätze in der Nähe. Auch gibt es in der Region Schaffhausen und in der ganzen Nordostschweiz bei den Frauen kein NLB- oder 1.-Liga-Team, aus dem sich Talente aufdrängen. Und Toggenburg verschwindet jetzt in die NLB. Der Vergleich mit der grossen Region Bern, Neuenburg, Freiburg, Jura fällt schlecht aus für uns, da gibt es eine ­Anhäufung von Clubs und daher weit mehr Talente.

Wie sehen Sie den Zeitplan für die ­Kaderbildung 2016/17?

Looser: Wir verfahren nach dem gleichen Konzept wie bisher, zumal das ­Reglement mit den Schweizerinnen unverändert bleibt. Zuerst wollen wir mit Schweizerinnen Verträge abschliessen, danach engagieren wir die Ausländerinnen. Super wäre es, wenn wir alles bis Ende April abschliessen könnten. Zeit haben wir im Prinzip bis etwa Ende Juli. Von den ausländischen ­Spielerinnen haben wir einige Signale erhalten, Entscheidungen fallen aber, wie schon gesagt, erst später.

Welche Zielsetzung hat der VC Kanti nach der missglückten Saison?

Looser: Wir wollen ganz klar wieder in die Finalrunde. Auch mit unserem ­Budget von nach wie vor rund 400 000 Franken müssen wir unter die ersten sechs kommen.

Wie reagierten denn die Sponsoren auf die Niederlagenserie in dieser Saison?

Looser: Bis jetzt erhalten wir gute ­Signale. Die Leute haben gesehen, dass es beim VC Kanti nicht nur um die erste Mannschaft geht – die als Aushängeschild natürlich sehr wichtig ist. Wir wollen mit unserem neuen Nachwuchskonzept in den nächsten fünf Jahren die besten Juniorinnen wieder an unser NLA-Team her-anführen und dann in dieses Team integrieren. Auch bei dieser Arbeit hat unsere Trainerin ­Mélanie Pauli eine ­zentrale Rolle.

Sind schon erste Erfolge sichtbar?

Looser: Der Aufstieg unserer 5.-Liga-Equipe in die 4. Liga mit 14-jährigen Spielerinnen ist vielleicht ein erstes kleines Zeichen. Das muss so weitergehen, vor allem müssen wir parallel zur NLA wieder eine 1.-Liga-Mannschaft aufbauen, um die Talente vor dem allfälligen Schritt aufs nationale zuerst auf gutem regionalem Niveau spielen zu lassen.

Eine persönliche Frage: Gut 30 Jahre sind Sie nun Präsident des VC Kanti und äusserten vor einiger Zeit Rücktrittspläne … Was sagen Sie dazu?

Looser: In der momentanen Situation des Clubs kann ich doch nicht über Rücktrittspläne sprechen.

Vielen Dank für das Gespräch.

«Wir wollen ­Mélanie Pauli die Chance geben, dass sie mit einem von ihr zusammengestellten Team arbeiten kann.»

HEINZ LOOSER

VC-Kanti-Präsident

 
  
Sponsoren minimieren

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